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Au-pair

College-Kurse für die Zukunft

Kreatives Schreiben und Journalismus! Diese beiden Kurse standen von Anfang an ganz oben auf meiner College-Kurs-Wunschliste. Doch wie finde ich heraus, welches College welche Kurse anbietet? Neulich habe ich versucht, mich ein wenig schlauer zu machen und im Internet recherchiert. Ich habe auch einige Einrichtungen gefunden, die Kurse speziell für Au-pairs anbieten. Schließlich wissen die Colleges, dass Au-pairs eine bestimmte Stunden-Anzahl im College verbringen müssen, um von ihrer Agentur den Abschluss-Bonus in Höhe von 200 Dollar zu bekommen. Insgesamt sechs Credits an einem College muss ein Au-pair dafür im Laufe Jahres erwerben, was ungefähr 60 Stunden entspricht. Die Kosten in Höhe von bis zu 500 Dollar zahlt die Gastfamilie, die Wahl der Kurse ist dem Au-pair überlassen. Von "Arts" über "Psychology" bis hin zu "American History" ist alles dabei.

Mir war jedoch immer bewusst, dass ich nicht einfach irgendwelche Kurse belegen möchte, die nur einen gewissen Spaßfaktor haben. Schließlich möchte ich davon profitieren können. Ich habe mich dazu entschlossen, nach meiner Rückkehr aus Amerika einen Studiengang zu wählen, welcher auf eine spätere journalistische Tätigkeit vorbereitet. In dieser Branche kann es sicher nur von Vorteil sein, so viele Zusatzqualifikationen wie möglich zu haben. Und wer kann schon von sich behaupten, einen "Schreib-Workshop" in den USA belegt zu haben?

Als ich im Internet auf die Website eines Colleges gestoßen bin, welches nicht nur in meiner Nähe ist, sondern darüber hinaus auch genau diese Kurse anbietet, musste ich jedoch leider feststellen, dass ich die Einschreibe-Frist um wenige Tage verpasst hatte. Schade, nun muss ich auf das nächste Semester warten.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 21, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 21, 2008

Au-pair

Pool-Party unter Au-pairs

Gestern war es soweit: Ich habe das erste Mal an dem monatlichen Au-pair-Treffen teilgenommen. Diesmal hatte unser Area-Director Sibylla eine riesige Pool-Party in ihrem Haus arrangiert. Es war wirklich sehr nett, denn nicht nur Sibylla, sondern auch die meisten Au-pairs sorgten für das leibliche Wohl. Ich habe mich dazu entschieden, ein paar Cookies der gesunden Sorte in Form von Haferflocken mitzubringen. Leider waren diese bei den anderen nicht besonders beliebt, sodass sie am Ende übrig blieben. Na ja, was hatte ich mir auch dabei gedacht, im Land des Fast Food und der Bagels mit etwas Gesundem punkten zu wollen?

Das Zusammensein mit den anderen Au-pairs, die ich bis dato noch nicht kannte, war leider auch nicht zufriedenstellend. Denn es war das eingetroffen, was ich befürchtet hatte: Anstatt dass sich die "alten" Au-pairs um die Neuen kümmerten, sie beispielsweise in ein Gespräch integrierten, wurden diese ignoriert. Denn die "alten" Au-pairs kennen sich natürlich schon alle untereinander und verbrachten den Tag in ihren Grüppchen. Zum Glück haben wir Neuen uns davon nicht einschüchtern lassen. Wir haben uns einfach unser eigenes kleines Grüppchen geschaffen. So verlief das Treffen doch noch ganz gut. Sibylla gab sich auch große Mühe, die neuen Au-pairs kennenzulernen und wanderte von einem zum anderen, um sich mit allen zu unterhalten.

Mein Fazit des Tages: Je kürzer ein Au-pair in den USA ist, desto weniger wird dieses beachtet und desto mehr Mühe muss man sich geben, Anschluss zu finden. Ich finde das sehr schade, schließlich müssten die "alten" Au-pairs doch am besten wissen, wie schwer es ist, neu in eine Gruppe zu kommen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 20, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 20, 2008

Au-pair

Good-Bye, my friend

Jetzt ist sie wirklich weg. Heute Morgen ging Patricias Flug in Richtung Deutschland. Ihr Au-pair-Jahr ist also nach wenigen Tagen auf eigenen Wunsch offiziell beendet. Weder ihre Gastfamilie, noch der Au-pair Area-Director konnte sie zum Bleiben bewegen. Im Gegenteil: Je mehr Leute versucht haben, auf sie einzureden, desto entschlossener wirkte sie auf mich. Das hat mir gezeigt, dass dies eine Entscheidung war, die sie nur mit sich allein ausgemacht hat. Mit ihrer Familie in Deutschland hatte sie natürlich auch gesprochen. Glücklicherweise steht diese voll hinter ihr und respektiert ihre Entscheidung. Leider konnte ich sie nicht zum Flughafen bringen, denn mein Arbeitsalltag geht natürlich weiter. Also haben wir uns schon gestern Abend voneinander verabschieden müssen.

"Schreib mir und vergiss mich nicht", sagte sie. Aber wie könnte ich sie je vergessen? Bestimmt werde ich jeden Tag an sie denken und unseren gemeinsamen Plänen für die nächste Zeit nachtrauern. "Wen soll ich denn jetzt abends anrufen und wie soll ich es hier ‘alleine' aushalten?", habe ich sie gefragt. Zwar ist Patricia fest davon überzeugt, dass ich sie vergesse, sobald ich eine neue „beste Au-pair-Freundin" gefunden habe, aber so einfach ist das leider nicht. Ich werde Patricia nicht ersetzen können. Natürlich wird es andere Au-pairs geben, mit denen ich mich anfreunde, aber werde ich hier jemals eine Freundin finden, die mich Patricia und unsere Pläne vergessen lässt? Ich glaube eher nicht.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 8, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 8, 2008