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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Das Ende der Sorglosigkeit

Meine Projektarbeit ist fertig und - wie ich so objektiv wie nur möglich feststellen kann - auch ganz gut gelungen. Zurzeit bastle ich noch an einer optisch ansprechenden und inhaltlich möglichst gehaltvollen Power-Point-Präsentation für die Vorstellung meines Themas an der Hochschule.

Tja, und dann muss ich quasi nur noch meine Bachelorarbeit fertig machen und dann? Das ist die große Frage, die momentan in meinem Kopf rumschwirrt. Bleibe ich am Standort oder gehe ich weg? Und wenn weg, dann nur in eine andere Stadt oder gleich ein anderes Land? Bleibe ich meiner Firma treu oder orientiere ich mich gänzlich um? Und: Was will ich eigentlich wo machen? Was kann ich überhaupt und welche Möglichkeiten habe ich?

Das sorglose Studentenleben neigt sich dem Ende zu und ich versuche, mich auf die neue Situation einzustellen. Ich wollte schon immer mal ins Ausland gehen und hatte irgendwie nie die Möglichkeit dazu. Jetzt würde es passen. Aber es immer nur zu wollen, ist ja etwas anderes, als es dann tatsächlich zu machen. Und ein einjähriger Schüleraustausch oder ein Au-pair-Jahr sind ja immer noch etwas vollkommen anderes als ein vollwertiger Job in einem fremden Land mit einer anderen Sprache.

Ich bin hin- und hergerissen und unentschlossen. Am besten, ich tue erstmal das, was jede Frau machen würde: eine ausführliche Pro- und- Kontra- Liste erstellen :-)

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Oct 28, 2009
Autor: Elke
Rubrik: studium
Oct 28, 2009

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Erdfarben im Trend

Das war's dann wohl für dieses Jahr mit dem Sommer. Schneller als gedacht ist wieder die Zeit heran gekommen, in der es als schick gilt, sich in erdfarbene Kleidung zu hüllen. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt, was die Temperaturen schon seit einigen Tagen andeuten: Es ist Herbst und damit definitiv Zeit für mich, eine Krise zu bekommen.

Nicht, weil ich nicht ausreichend Kleidung in gedeckten Farben im Schrank habe, sondern vielmehr, weil auf meinem Desktop immer noch keine Datei mit dem Name „Praktikumsarbeit-Endversion“ zu finden ist.

Meine Motivation spielt draußen mit dem Nebel „verstecken“ und auf meinem Schreibtisch herrscht das absolute Chaos. Schematische Schaltpläne in DIN A1, Messprotokolle, Bücher und Notizzettel haben längst die Herrschaft über meinen Platz an sich gerissen.

Meine aktuelle Version der Praktikumsarbeit umfasst circa 30 Seiten. Das wäre vom Umfang her vollkommen in Ordnung, wäre ich nicht so unzufrieden mit dem Inhalt. Aber ich glaube, dass es sich hierbei mehr um eine grundsätzliche Unzufriedenheit handelt: Ich habe noch nichts heraus bekommen. Keine Ergebnisse. Nur allgemeines Bla-Bla. Auch wenn es so sein soll, befriedigt mich nicht, was ich hier abliefern soll.

Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Mein Zimmergenosse hat seine Fähigkeit zu sprechen wieder gefunden. Wir haben sogar ganze Sätze ausgetauscht! So hat sich wenigstens die Bürosituation normalisiert, wenn schon der ganze Rest irgendwie nicht zufriedenstellend ist.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Oct 23, 2009
Autor: Elke
Rubrik: studium
Oct 23, 2009

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Mozart & Harry

Die neue Woche hat begonnen und ich war morgens voller Tatendrang, endlich etwas Sinnvolles zu schaffen, was ich ernsthaft für meine Projektarbeit verwenden kann. Bisher habe ich mich nämlich nur mit zeitraubenden Tätigkeiten befasst, um die man in der ersten Orientierungsphase nicht herum kommt: Pläne zusammentragen, den Umgang mit meinem Netzberechnungsprogramm in Tutorials üben, die Zuständigen für bestimmte Anlagen ermitteln, die Grenzen meines Themas abstecken und eine erste grobe Gliederung für die Aufgaben der nächsten Monate erstellen.

Wie gesagt, das war morgens. Dann kam Harry, 74 Jahre alt, auf dem Weg zum Arzttermin, und hat mir mit seinem Auto auf der Kreuzung erstmal ordentlich die Vorfahrt genommen. Mein erster Unfall. Aber, Fahrsicherheitstraining und verhältnismäßig viel Fahrpraxis sei Dank, konnte ich noch preisverdächtig gut ausweichen. Harry hat also „nur" Teile meiner Heckpartie, meine Nerven und meine Zeit auf dem Gewissen ...

Völlig fertig und völlig zu spät bin ich dann acht Uhr endlich in meinem Büro angekommen. Natürlich kam ich nicht mehr pünktlich zu meinem Termin mit dem Ingenieur, in dessen Bereich meine Bachelor-Arbeit abzielt. Großartig!

Mein wortkarger Bürokollege schweigt sich indes weiterhin aus und hat mittlerweile seinen Schreibtisch in eine Art Schrein für seinen Hund (!), einen ausgewachsenen Rottweiler mit blauem Halstuch, der auf den Namen „Mozart" hört, umfunktioniert.

Ich pirschte dann heute erstmal weiter durch die Abteilungen auf der Suche nach Parametern. Das von mir zu berechnende 2,4kV-Bahnnetz habe ich als Modell im Rechner fast fertig und sobald ich alle Kenngrößen erhalten beziehungsweise selbst ermittelt habe, kann die Rechnerei beginnen.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Oct 19, 2009
Autor: Elke
Rubrik: studium
Oct 19, 2009