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Studienfach mit viel Praxisbezug

Pharmazie- und Chemiebücher in einem Regal.
Wer sich für den Masterstudiengang Toxikologie entscheidet, sollte gute Kenntnisse in den Fächern Chemie und Pharmazie mitbringen.
Foto: Isabella Fischer

Toxikologie

Studienfach mit viel Praxisbezug

Jakob Fehmel (27) studiert im vierten Semester den internationalen Masterstudiengang Toxicology an der Universität Potsdam. Besonders gefällt ihm die toxikologische Analyse von biologischen Proben – die ist auch Thema seiner Masterarbeit.

Nach meinem Bachelorabschluss in Chemie wollte ich in ein Fach mit mehr Praxisbezug wechseln. Bei meiner Recherche nach passenden Masterstudiengängen bin ich schließlich auf den internationalen Studiengang Toxicology an der Universität Potsdam gestoßen“, erzählt Jakob Fehmel. Der Studiengang steht verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen offen – diese Vielfalt fand der 27-Jährige spannend. Alle Vorlesungen und Seminare im Studium werden auf Englisch abgehalten. „Sehr gute Englischkenntisse (C1) werden für die Bewerbung vorausgesetzt“, erklärt Jakob Fehmel.

Zu Beginn des Masterstudiums bringen Grundlagenvorlesungen die Studierenden, die aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Ausrichtungen kommen, auf denselben Stand. Vermittelt werden dabei Grundlagen in Toxikologie, Pharmazie oder Histopathologie. „Das ist ein wichtiger Bestandteil des Studiums, da die fortgeschrittenen Kurse auf den Grundlagen aufbauen. Die meisten Vorlesungen beinhalten außerdem ein Praktikum, um das Gelernte in der Praxis anwenden zu können.“ Im dritten Semester haben die Studierenden an der Uni Potsdam schließlich die Möglichkeit, sich durch die Wahl ihres Praktikums in eine thematische Richtung zu entwickeln. „Bei mir fiel die Wahl auf den Bereich Bioanalytik, also der toxikologischen Analyse von biologischen Proben. Diesen Bereich habe ich ebenso als Thema für meine Masterarbeit genommen.“

Von Angewandter Toxikologie bis hin zu Risikobewertungen

Portrait Jakob Fehmel

Jakob Fehmel

Foto: Barbara Witt

Es werden zudem Vorlesungen im Bereich der Experimentellen Toxikologie abgehalten. Hier geht es um das Erstellen und Durchführen von toxikologischen Experimenten. „Die Angewandte Toxikologie dagegen beschäftigt sich mit verschieden Vorschriften und Regularien, so genannten Risk Assements. Vorlesungen in diesem Bereich werden unter anderem von Gastdozenten aus Bundeseinrichtungen, wie dem Bundesinstitut für Risikobewertung, oder der Wirtschaft gehalten.“ Für das berufliche Networking ist die Zusammenarbeit mit den Gastdozenten sehr von Vorteil.

Die sehr praktische Ausrichtung des Masterstudiums gefiel Jakob Fehmel von Anfang an. Allerdings: „Vor Beginn des Masters sind keine Praktika erforderlich, auch wenn es mir persönlich weitergeholfen hätte, davor ein paar Einblicke in die praktische Arbeit eines Biolabors zu bekommen.“ Während des viersemestrigen Masterstudiums absolvieren die Studenten vier Labor-Praktika in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel im Bereich der Experimentellen Toxikologie oder der Labortierhaltung. Gegen Ende des Masters ist ein sechswöchiges Praktikum in einem Betrieb oder einer Forschungseinrichtung Pflicht.

Viel Laborarbeit

„Jedem der sich für das Masterstudium Toxicology interessiert, empfehle ich, sich vorab über die Organisation von Laborarbeit zu informieren – auch um sich später bei der eigenständigen Planung von Laborexperimenten etwas leichter zu tun.“ Man sollte ein breites Interesse an Naturwissenschaften mitbringen, da man sich während des Studiums mit unterschiedlichen Bereichen auseinandersetzen muss, zum Beispiel Pharmazie, Biologie oder Biochemie. Nach seinem Masterabschluss kann sich Jakob Fehmel gut vorstellen, weiter an der Uni zu bleiben und seine Doktorarbeit zu schreiben. „Das bedeutet mindestens drei Jahre Forschungsarbeit. Perspektivisch würde ich danach gerne bei einer Analytik-Firma im Bereich der Methodenentwicklung arbeiten.“

abi>> 01.08.2019