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Master live

Thanks for listening, darling

Aktuell erforschen wir in einer Projektgruppe den Effekt von Empathie auf die Zufriedenheit von Paaren, die gerade ein Problemgespräch geführt haben. Es handelt sich um eine Untersuchung, bei der sich jüngere und ältere Paare über ein emotional negatives Thema unterhalten und danach ihre eigenen Emotionen und die des Partners einschätzen sollten. Dabei haben wir uns zwei Komponenten von Empathie genauer angeschaut: Anhand der Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung konnten wir das „korrekte Erkennen“ der Gefühle der anderen Person messen. Und durch den Abgleich der Selbsteinschätzungen beider Partner konnten wir das „Mitschwingen“ mit den Gefühlen des anderen messen. Dann haben wir uns angeschaut, wie diese beiden Komponenten mit der Zufriedenheit nach dem Gespräch zusammenhängen und wie sich jüngere und ältere Paare darin unterscheiden.
Wir konnten feststellen, dass es sowohl für jüngere als auch für ältere Paare von großer Bedeutung ist, dass der andere sie korrekt in ihren Emotionen versteht, um mit dem Gespräch zufrieden zu sein. Das Mitschwingen hatte in unserer Studie nur für die älteren Paare einen Effekt auf die Gesprächszufriedenheit – allerdings überraschenderweise einen negativen. Ältere Menschen waren also mit dem Gespräch unzufriedener, je mehr der Partner mit den eigenen Emotionen übereinstimmte. Als mögliche Erklärung könnte man anführen, dass sie sich von ihren Partnern eher wünschen, in ihren negativen Emotionen gebremst zu werden, anstatt sich durch das Mitschwingen noch mehr in die Negativität hineinzusteigern. Bei jüngeren Paaren könnte man vermuten, dass sie noch mehr „Beziehungsarbeit“ leisten müssen und daher auch zufrieden mit dem Gespräch sind, wenn beide Partner gemeinsam negative Emotionen durchlebt haben.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Feb 2, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Feb 2, 2018

Master live

Prüfungszeit

So langsam werde ich des Studierens müde. Zum neunten Mal beginnt die Prüfungsphase und ich habe keine Lust darauf. Also nicht, dass ich sonst besonders viel Lust auf Lernen und Stress gehabt hätte, aber dieses Mal kann ich mich besonders schlecht motivieren.
Das liegt zum einen daran, dass ich schon sehr lange studiere und ich das Studium einfach endlich abschließen möchte. Zum anderen hatte ich schon länger keine Ferien mehr, weil ich entweder Praktika absolviert oder meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Das größte Hindernis für motiviertes Lernen ist aber paradoxerweise, dass ich gerade ziemlich entspannt bin. Noch im Bachelor habe ich mich extrem um gute Noten bemüht aus Angst, sonst nicht den Wunsch-Masterplatz zu bekommen. Jetzt im Master sind mir gute Noten zwar auch wichtig, um später bei der Jobsuche erfolgreich zu sein. Aber dafür spielt weniger die Nachkommastelle als absolvierte Praktika und andere Faktoren eine Rolle.
Zu meiner Entspannung trägt auch bei, dass ich mit einem Referat, einem Gutachten und einem Bericht zwar während dieses Semesters gut ausgelastet war, aber in diesen Modulen keine Prüfungen mehr schreiben muss. Das war eine ganz neue Erfahrung, denn im Psychologie-Studium sind Hausarbeiten eine Rarität. Über die Weihnachtsferien habe ich ein Gutachten zu einem fiktiven Fall verfasst. Die Frage war, ob eine Person dement ist. Das war eine arbeitsintensive, dafür aber interessante und praxisnahe Aufgabe. Außerdem musste ich einen Bericht über ein Elektroenzephalogramm-Experiment verfassen, das wir während des Kurses besprochen hatten. Um einen Teil der EEG-Daten selbst zu analysieren, setzte ich das Programm Matlab ein – damit zu programmieren, machte mir großen Spaß!
Nun stehen mir noch zwei Prüfungen bevor: klinische Psychologie und Italienisch B1. Für Ersteres muss ich viel lernen, aber da es nicht meine erste Klausur in diesem Fach ist, mache ich mir keine Sorgen. Die Italienischprüfung ist erstaunlich aufwendig, es gibt einen Lese-, Hör-, Sprech- und Schreibteil. Vor dem Sprechen und Schreiben habe ich Respekt, aber ich übe fleißig – für mich und mit meinem Tandempartner.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jan 30, 2018
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jan 30, 2018

Master live

Positiv überrascht

Dieses Semester habe ich unter anderem ein Modul belegt, zu dem ich viele Vorurteile hatte: Arbeits- und Organisationspsychologie. Ehrlich gesagt hätte ich das Modul nicht gewählt, wenn mir die Punkte nicht gefehlt hätten. Aber seitdem ich in der ersten Veranstaltung war, hat sich meine Meinung grundlegend geändert: Nun finde ich die Themen spannend!
Zum Beispiel sprechen wir über Authentizität im Beruf – wie viel authentisches Verhalten gut ist und wann zu viel Authentizität vielleicht eher nachteilig ist. Außerdem haben wir über „Dirty work“ gesprochen, also diejenigen Berufe, die moralisch oder sozial stigmatisiert werden, etwa der Leichenbestatter oder der Müllmann. Ein anderes Thema war, wie sich Leidenschaft im Beruf auswirkt. Auf den ersten Blick würde man vielleicht sagen, je mehr Leidenschaft, desto besser. Jedoch kann zu viel Leidenschaft zu Burn-out führen. Interessant war auch das Thema Altern in der Berufswelt und Übergang in den Ruhestand. Was passiert mit den Menschen, wenn sie bestimmte Anforderungen nicht mehr erfüllen können oder mit Alters-Stigmata konfrontiert werden? Oder wenn sie von einem auf den anderen Tag in den Ruhestand gehen und sich nicht mehr gebraucht fühlen? Kurzum: Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Modul so packen würde.
Zur Vorbereitung auf das jeweilige Thema der Woche sollten wir je zwei wissenschaftliche Artikel lesen. Auch musste jeder einmal eine Präsentation halten, in der man einer fiktiven Firma eine wissenschaftlich fundierte Lösung für ein Problem vorschlug. Diese Präsentation mussten wir außerdem in einer Hausarbeit verschriftlichen. Zum Abschluss steht nun noch eine Prüfung an.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Jan 25, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Jan 25, 2018