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Die Lehrer von morgen

Das psychologische Gutachten

Im späteren Berufsalltag ist es für einen Sonderpädagogen obligatorisch, Schülerinnen und Schüler mit normierten Verfahren zu testen. Mit diesen Ergebnissen können weitere Diagnosen oder Therapieziele aufgestellt werden. Die Resultate werden dann in einem psychologischen Gutachten für das jeweilige Kind festgehalten.
Um auf diese Aufgabe vorbereitet zu werden, sollte jeder Student in den Semesterferien ein solches Gutachten erstellen. Hierzu arbeitete ich in einer Dreiergruppe. Wir mussten uns ein Kind aussuchen, bei dem ein sprachheilpädagogischer Förderbedarf besteht. Da eine Kommilitonin von mir regelmäßig Nachhilfe bei einem Kind mit Hörgerät gibt, mussten wir nicht lange suchen. Das Mädchen willigte ein, sich von uns testen zu lassen, auch die Erziehungsberechtigten gaben ihre Erlaubnis.
Unsere Forschungsfrage war, ob die Probandin aufgrund des Hörgeräts Probleme beim Lesen und mit der Rechtschreibung hat. Wir führten hierzu zwei Tests durch, einen Intelligenztest und einen, der die phonologische Bewusstheit testet.
Am ersten Tag testeten wir die Intelligenz, da dieser Test zeitlich aufwendiger ist. Ich las die Instruktionen vor, eine Kommilitonin stoppte die Zeit und eine weitere protokollierte alles. Am selben Tag werteten wir den Test aus, was nochmals viel Zeit in Anspruch nahm.
Am nächsten Morgen führten wir den Test zur phonologischen Bewusstheit durch. Dieser war in seiner Durchführung und Auswertung schnell abgehandelt.
Durch diese Tests konnten wir unsere Fragestellung beantworten: Die Probandin zeigte aufgrund des Hörgeräts keine Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben.
Der folgende Schritt wird die Gutachtenerstellung sein, bei der wir unsere Ergebnisse schriftlich festhalten. Zudem müssen eine Anamnese, also die Vorgeschichte der Krankheit, und eine kleine Biografie der Probandin erstellt werden.
Eigentlich hatte ich keine Lust auf die Gutachtenerstellung gehabt. Doch letztlich machte mir das Testen und das Festhalten der Ergebnisse unheimlich viel Spaß.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Apr 1, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Apr 1, 2019

Die Lehrer von morgen

Und, was machst du nach dem Lehramtsstudium?

Diese Frage vermutet man wohl eher in Studiengängen, die ein weniger klares Berufsziel haben. In den ersten Semestern fragte man uns so etwas tatsächlich nicht, wir wollten Lehrerinnen und Lehrer werden – das lag doch auf der Hand. Mit jedem Semester veränderte sich das aber und die Dinge waren weniger klar. Jeder hatte von Zeit zu Zeit Zweifel– am deutschen Schulsystem, an der möglichen Rolle der Sonderpädagogen und nicht zuletzt an sich selbst. Bringe ich wirklich die emotionale Stabilität mit, in einem Beruf mit solch hoher Burnout-Rate zu arbeiten? Nach und nach schlugen Kommilitonen andere Wege ein. Eine Freundin von mir brach das Studium komplett ab. Andere machten es zu Ende, verschoben aber das Referendariat. Manche wollen zunächst mehr Zeit für sich haben, um sich besser auf diesen Abschnitt vorbereiten zu können. Andere können sich eigentlich gar nicht mehr vorstellen, jemals in der Schule zu arbeiten und haben das Studium nur abgeschlossen, um etwas vorweisen zu können.

Auch ich selbst bin davon betroffen. Ich habe mich zwar für das Referendariat entschieden, aber nicht mit ganzem Herzen. Ich mache es, weil es mir vernünftig schien. Wenn ich es einmal geschafft habe, werde ich immer darauf zurückgreifen können. Im Moment kann ich mir aber gut vorstellen, dass es mich in eine andere Richtung verschlägt – vielleicht in die wissenschaftliche. Dafür wäre das abgeschlossene Zweite Staatsexamen von Nutzen. Manchmal frage ich mich allerdings, ob es überhaupt möglich ist, das Referendariat gut zu überstehen, wenn ich noch kein Ziel klar vor Augen habe.

 Aber alles hat bereits seinen Lauf genommen, ich gewöhne mich langsam an die Strukturen und werde mein Bestes geben. Es wird ein langer und anstrengender Weg. Aber wenn ich es in eineinhalb Jahren geschafft haben sollte, dann werde ich unheimlich stolz auf mich sein.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 29, 2019

Die Lehrer von morgen

Mädelswochenende

Am Faschingswochenende verbrachte ich eine schöne Zeit. Samstagmorgen trafen meine Mama und ich uns mit meiner Cousine aus Nürnberg in einem Café. Wir genossen ein leckeres Frühstücksbuffet in gemütlicher Atmosphäre. Es tat gut, sich zu sehen, zu quatschen und sich das Herz auszuschütten. Mit diversen Heißgetränken und einer großen Auswahl an Gerichten ließen wir es uns gut gehen. Wir nutzten die volle Zeit aus und schlossen unser Treffen mit einem kleinen Bummel ab. Meine Cousine hat eine zauberhafte Tochter, die zwei Jahre alt ist. In einem Kaufhaus entdeckten wir hübsche Kleidungsstücke für sie. Nachdem wir noch in einem Spielzeuggeschäft waren und ich selbst wieder zum Kind wurde, verabschiedeten wir uns.
Abends traf ich mich mit alten Schulfreundinnen – wir kennen uns gefühlt eine halbe Ewigkeit. Wir machten uns eine Pizza und richteten uns für eine Faschingsfeier her. Das Motto war: Tausendundeine Nacht. Da wir nichts wirklich Passendes zu diesem Thema hatten, gingen wir einfach im Schlafanzug. Es war sehr bequem und wir genossen es, in unseren Pyjamas ausgelassen zu tanzen.
Am nächsten Morgen verwöhnte uns unsere Freundin mit einem Weißwurstfrühstück in ihrem schönen Wintergarten. Da wir am selben Tag wieder auf einen Faschingsumzug gehen wollten, blieb allerdings nicht viel Zeit zum Frühstücken, denn wir mussten uns ja schließlich wieder in Schale werfen. Ich verkleidete mich als Biene und fuhr mit meinen Eltern auf den Wörter Faschingsumzug, wo ich andere Freundinnen traf. Wie jedes Jahr war der Umzug ein echter Hingucker. Bunte Kostüme, schaurige Gesichter und ausgefallene Outfits waren zu sehen. Die Stimmung war großartig. Insgesamt war das ein großartiges Wochenende für mich. Es tut unheimlich gut, Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2019