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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Sprachkurse

Eines der besten Angebote der RWTH sind meiner Meinung nach die kostenlosen Sprachkurse, für die sich jeder Studierende der Uni anmelden kann. Leider sind diese sehr beliebt und man muss sich deshalb auf gut Glück um einen Platz bewerben. Vergangenes Semester hatte ich dieses Glück, sodass ich einen Spanischkurs machen konnte. In der Schule hatte ich kein Spanisch, allerdings hatte ich mich vorher über eine App schon mit der Sprache angefreundet und war zu Kursbeginn dementsprechend motiviert.
Ich dachte, dass ich dank Unitempo binnen kurzer Zeit schnell weiterkommen würde und mir am Ende des Kurses das A1-Niveau bescheinigt würde – ein großer Irrtum! Eigentlich gefiel mir das Konzept des Kurses: Anwesenheitspflicht, 25 Teilnehmer, jeder sollte sich in den 90 Minuten mindestens einmal zu einer Frage äußern. Allerdings merkte ich schon in der zweiten Woche, dass der Kurs nicht nur organisatorisch wie in der Schule ablief, sondern auch ein ähnliches Tempo vorlegte. Die A1-Bescheinigung, die man für die Anmeldung zu einem A2-Kurs an der Uni braucht, konnte ich mir abschminken.
Des Rätsels Lösung: Ich hatte bei der Anmeldung einfach nicht verstanden, dass es drei verschiedene Arten von Kursen gibt. Es gibt einen, in dem man das A1- oder A2- Niveau in zwei Wochen in den Semesterferien erlernen kann – ein großartiges Angebot, nur leider völlig unbrauchbar für uns Maschinenbauer, da wir in dieser Zeit Klausuren haben. Außerdem wird die Art Kurs angeboten, die ich gemacht habe, bei der man ungefähr eine halbe Niveaustufe weiterkommt. Und dann gibt es noch den Kurs, mit dem ich eigentlich gerechnet hatte, in dem man innerhalb eines Semesters den Stoff einer ganzen Niveaustufe lernt.
Leider habe ich jetzt nur ein halbes Niveau, sodass ich erst noch einen anderen halben Kurs machen müsste, bevor ich mit A2 beginnen kann. Das würde mir allerdings entschieden zu lange dauern. Deshalb werde ich einen vom Sprachzentrum angebotenen Einstufungstest machen und mich dann – so der Plan – mit dem A1-Schein für den A2-Kurs anmelden.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Apr 20, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Apr 20, 2018

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ab in den Urlaub

Am Freitag habe ich endlich meine letzte Klausur geschrieben. Vor den Prüfungen war ich noch optimistisch. Doch meine Einschätzung, dass diese Klausurphase nicht so schlimm wird wie die letzte, musste ich revidieren. Es war wieder anstrengend, nervenzehrend und insgesamt unspaßig. Umso besser, dass ich die Klausurphase nun überstanden habe. Jetzt freue ich mich auf ein paar Tage zuhause mit der Familie, Treffen mit meinen Freunden aus der Heimat und einen Abstecher nach Norwegen und Schweden, um mir Oslo und Stockholm anzusehen.
Einen wunderbaren Kurztrip nach Hamburg habe ich schon hinter mir. Nach Abgabe der letzten Klausur habe ich mit meinen Kommilitonen angestoßen und Koffer gepackt. Schon eine halbe Stunde später stand ich am Bahnhof, um Richtung Norden zu fahren. Unterwegs gabelten mich dann meine Freunde mit dem Auto auf. Da Osterferienbeginn war, kam es uns gar nicht ungelegen, dass ich erst abends los konnte, denn dadurch hatten wir freie Fahrt und überrundeten die Ankunftsschätzung des Navis um 60 Minuten.
Am nächsten Morgen starteten wir die übliche Touristenkeule, da zwei von uns noch nie in Hamburg gewesen waren. Innenstadt, Rathaus, Alster, Michel, Landungsbrücken, Hafenrundfahrt und natürlich die Terrasse der Elbphilharmonie hakten wir ganz entspannt innerhalb eines Tages ab. Am nächsten Tag hatten wir dann genügend Zeit, aus Hamburgs Innenstadt rauszufahren, um uns das hochgradig automatisierte Containerterminal Altenwerder anzusehen.
So war auch für alle, die schon oft in Hamburg waren, noch etwas Neues und Interessantes dabei.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Apr 12, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Apr 12, 2018

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Geistig umnebelt

Während der Lernphase läuft jeder meiner Tage ungefähr gleich ab: Ich stehe um 7 Uhr auf, sitze um 8 Uhr im Lernraum und gehe mit meinen Kommilitonen Mittagessen, sobald wir die erste Altklausur durchgerechnet haben. Nach dem Essen bearbeiten wir die zweite Altklausur und schaffen, wenn es gut läuft, noch die ersten Aufgaben der dritten.
Meistens klappt das aber nicht. Denn nach einer gerechneten Klausur beobachtete ich an mir ein interessantes bis amüsantes Phänomen: Ich werde auf einmal völlig begriffsstutzig, kann nicht mehr zuhören, geschweige denn lesen und komme auf keinen Ansatz mehr. Nach langen Lernphasen Schwierigkeiten zu haben, sich zu konzentrieren, halte ich für normal. Doch dass ich nach so einem Lerntag kurzeitig keinen geraden Satz mehr herausbekomme, hätte ich vor dem Studium nicht für möglich gehalten.
Für jeden, der daneben sitzt und geistig auf der Höhe ist, birgt dieser Zustand natürlich großes Unterhaltungspotenzial. Zum Glück betrifft dieses Phänomen nicht nur mich, sondern auch die meisten meiner Kommilitonen. Es wundert also niemanden, wenn irgendwer fragt, wie noch mal die binomische Formel geht oder wie man ein Polynom zweiten Grades löst. Derjenige bekommt dann ein herzliches „sei doch jetzt nicht so dumm“ an den Kopf geworfen und weiß spätesten dann, dass er wieder einmal geistig umnebelt ist.
Inzwischen versuche ich, an so einem Punkt Pause zu machen. Das ist leichter gesagt, als getan, denn oft stehe ich gerade dann kurz vor meinem Tagesziel und möchte keine Pause machen. Trotzdem ist eine Unterbrechung das einzig Sinnvolle, denn in diesem Zustand brauche ich für alle Aufgaben mindestens fünfmal so lange.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Apr 5, 2018