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Bachelor live

Juhu, ich bin Stipendiat!

Es gibt Unmengen an Stipendien. Da das richtige zu finden, ist gar nicht so leicht – dann noch genommen zu werden natürlich umso weniger. Da politische oder kirchliche Stipendien für mich nicht infrage kamen, musste ich nach einer Alternative für meinen bevorstehenden Auslandsaufenthalt umsehen – und wurde schließlich fündig. Im kommenden Sommersemester werde ich an der Karls-Universität Prag studieren und parallel meine Bachelorarbeit schreiben.
Die Gesellschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) vergibt unter anderem Stipendien für Auslandsaufenthalte in Polen und Tschechien. Alle Bewerbungsunterlagen zusammenzubekommen, war gar nicht so einfach. Da braucht man ein Passbild, Lebenslauf und Motivationsschreiben auf Deutsch und Tschechisch, einen Studienplan, ein Gutachten vom Sprachlektor und ein Empfehlungsschreiben von einem promovierten Dozenten. Doch es klappte: Ich stellte alle Dokumente zusammen, ein paar Minuten vor Abgabeschluss aktualisierte ich die letzten Informationen im Online-Portal, dann hieß es warten.
Und nun bin ich sehr froh, ab Februar GFPS-Stipendiat zu sein! Das hat gegenüber einem gängigen Erasmus-Aufenthalt so einige Vorteile: Neben der finanziellen Förderung kann ich durch die Teilnahme an zwei obligatorischen Seminaren und den sogenannten „Stadtgruppen“ schnell neue Leute kennenlernen und habe Ansprechpartner vor Ort.
Ab Februar werde ich also endlich wieder in Prag leben – ich kann es kaum erwarten. Auch wenn ich freilich traurig bin, Leipzig zu verlassen, wo ich mich ja nun doch eingelebt habe. Neben dem Schreiben der Bachelorarbeit werde ich unter anderem Sprachkurse und eine Geschichtsvorlesung besuchen. Ich bin gespannt, was mich noch so alles erwartet.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Dec 14, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Dec 14, 2017

Bachelor live

Generation Fernbeziehung

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie viele Fernbeziehungen in meinem Umfeld geführt oder begonnen werden – sei es zwischen Frankfurt und Berlin, Heidelberg und Hamburg, München und Marburg oder im extremsten Fall Bamberg und Hong Kong. Jeder scheint entweder schon mal eine Fernbeziehung geführt oder eine zumindest in seinem direkten Umfeld erlebt zu haben.
Ich habe diesen Sommer in Berlin meinen jetzigen Freund kennengelernt und nun führen wir eine Beziehung zwischen Heidelberg und Frankfurt. Es war von Anfang an für uns kein Hindernis, da uns nur eine eineinhalbstündige Autofahrt trennt und dank Skype und WhatsApp der andere immer erreichbar und „da“ zu sein scheint. Sich auf das gemeinsame Wochenende zu freuen und dieses bewusst zu erleben, hat einen unbestreitbaren Reiz. Mit einem guten Freund sprach ich am Wochenende über seine Fernbeziehung zwischen Berlin und Frankfurt. Die beiden brauchen zum anderen an guten Tagen vier Stunden, an schlechten Tagen bis zu sechs Stunden. Sie schaffen es trotzdem, sich mindestens einmal in zwei Wochen zu sehen. Seiner Meinung nach seien Fernbeziehungen insbesondere unter Studierende die Normalität. Er erklärte sich das so: „Ich weiß nicht, wo ich in einem Jahr sein werde – vielleicht mache ich ein Auslandssemester, vielleicht gehe ich an eine andere Hochschule. Und spätestens zum Master möchte ich noch mal in eine andere Stadt umziehen. Insgesamt ist uns Studierenden die Mobilität wichtig, ortsgebundene Verpflichtungen haben wir kaum.“ Was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, war seine Aussage, dass es natürlich einfacher und bequemer gehen könnte. Doch wir sind eben so mobil und unstet, dass das Kennen- und lieben lernen schwer wird.
Natürlich gibt es unzählige Campus-Beziehungen, doch auch bei diesen geht oft mindestens einer für ein Semester ins Ausland und so führen sie zumindest eine temporäre Fernbeziehung. Vielleicht sind wir ja nicht „Generation beziehungsunfähig“, sondern die „Generation Fernbeziehung“.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Dec 13, 2017
Autor: Bo
Rubrik: studium
Dec 13, 2017

Bachelor live

Vorweihnachtlicher Stress

Wie jedes Jahr gilt: Je näher die Weihnachtsfeiertage rücken, desto stressiger wird mein Alltag. Zum einen natürlich aus dem simplen Grund, dass ich rechtzeitig vor Heiligabend die passenden Geschenke besorgen muss. Viele bastele ich selbst, was natürlich zeitaufwendiger ist, als einfach etwas im Internet zu bestellen. Zusätzlich stehen verschiedene Weihnachtsfeiern an, für die noch Wichtelgeschenke besorgt werden müssen – etwas Sinnvolles für maximal 5 Euro zu finden, stellt mich jedes Jahr vor eine neue Herausforderung.
Und auch unitechnisch habe ich kurz vor den Weihnachtsferien mehr zu tun als sonst. Über die freien Wochen möchte ich mich bereits in eines der Themen meiner beiden Hausarbeiten einlesen, weswegen ich aktuell in der Unibibliothek auf der Suche nach der passenden Literatur bin.
Und auch an meiner Arbeitsstelle ist deutlich zu spüren, dass wir mitten in der Vorweihnachtszeit stecken. In dem kleinen Teeladen mit Café, in dem ich arbeite, ist derzeit die Hölle los. Die Leute kaufen während der Adventszeit Unmengen an Tee und andere Kleinigkeiten, weswegen wir chronisch unterbesetzt sind, egal wie viele Mitarbeiter da sind. Nicht selten springe ich spontan ein, weil doch noch eine helfende Hand fehlt. Ich packe Geschenke für die Kunden ein, backe Spekulatius-Waffeln, kurz: stecke mitten im Weihnachtsgeschäft.
Die Arbeit im Teeladen hat allerdings den netten Nebeneffekt, dass ich selbst total in Weihnachtsstimmung komme. Ich höre nicht nur rund um die Uhr Weihnachtslieder im Laden, sondern komme dank des ganzen Tees auch in den Duftgenuss von Zimt, Mandarinen, Lebkuchen oder anderen weihnachtlichen Aromen. Und trotz der stressigen Tage mag ich die Vorweihnachtszeit – die vielen Lichterketten, die überall in der Stadt leuchten, der wunderschön geschmückte Weihnachtsbaum auf dem Stadtplatz und der Duft nach Glühwein. Deswegen gibt es für mich kaum etwas Besseres, als nach einem langen Uni- oder Arbeitstag über den Weihnachtsmarkt zu schlendern und mich mehr und mehr auf die Festtage zu freuen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Dec 12, 2017