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Studentenleben live

Zukunftspläne

Es ist sehr lange her seit meinem letzten Beitrag… und es sind einige Dinge passiert!
Zuerst einmal: Ich bin mit meinem Studienfachwechsel sehr zufrieden. Mit Kunstgeschichte habe ich definitiv die richtige Wahl getroffen. Der Anfang des Semesters war stressig und vollgepackt mit Einführungsveranstaltungen und der Zusammenstellung des Stundenplans, aber jetzt ist der erste Ansturm vorbei und es kehrt Alltag ein.
Kunstgeschichte ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Zwar lernen wir zu Zeit natürlich erst die Grundlagen, aber selbst das ist spannend und ich habe tatsächlich das Gefühl, Wissen anzusammeln. Auch meine Kommilitonen sind sehr nett und entspannt. Ganz nach meiner Art habe ich nach wenigen Wochen des Studiums schon einen Masterplan entworfen, der meinen Wunschort für das Auslandssemester, meine Wunschuniversität für den Master und Einrichtungen, in denen ich gerne mal ein Praktikum machen würde enthält – mal sehen, wie der funktioniert. Außerdem werde ich dank einer erfolgreichen Bewerbung und einem Auswahlgespräch die Ehre haben, im März als ein Teil der Heidelberger Delegation zur Harvard Model United Nations nach Montréal zu fahren. Auf diese Erfahrung freue ich mich schon sehr und kann es kaum erwarten, dort vor Ort ein Teil der Delegation zu sein.
Ich halte es für ein sehr gutes Zeichen, dass ich so viele Zukunftspläne habe. Gerade ist mein Leben also ziemlich perfekt und ich bin selber erstaunt, wie sehr ich angekommen bin. Wer hätte gedacht, dass Zufriedenheit so einfach zu erreichen ist?

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Nov 14, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Nov 14, 2016

Studentenleben live

„Ich bin ein Autist“

„Ich bin ein Autist“ – mit diesen Worten hat sich ein junger Mann vor hundert Studierenden im Auditorium vorgestellt und über seine Krankheit berichtet. Autismus, was kommen da für Stereotypen hoch? Gar nicht mal so schlechte, denn: Autisten sollen ziemlich schlau sein. Nicht umsonst wird die Krankheit auch „Kleiner-Professor-Syndrom“ genannt. Und auch der junge Mann, der sich da vor uns hinstellte und zwei Stunden lang flüssig und mit einer sehr guten Wortwahl vortrug, ohne auf Notizzettel zu gucken, wirkte ziemlich intelligent. Und tatsächlich, so erzählte er, gelten rund ein Drittel aller Autisten als besonders intelligent.
Er erzählte uns aber auch, dass Autismus auch eine ernst zu nehmende Krankheit ist – wie er es nicht zu sagen scheute: eine Behinderung. Kennzeichnend für Autisten sei, dass sie Ordnung und Struktur lieben, aber mit Menschen nicht so gut auskommen. Sie hätten tendenziell wenig Empathie und könnten wichtige von unwichtigen Informationen nicht unterscheiden. Unser Vortragender benutzte folgende Metapher: „Stellt euch vor, ihr steht auf einer Autobahnbrücke und versucht, jedes Kennzeichen abzuschreiben.“ So sei es für ihn immer gewesen. Mit viel Übung und Willensstärke habe er es geschafft, zu lernen, sich den „normalen“ Menschen anzupassen und sich auf verschiedene Situationen vorzubereiten, um nicht diesen Gedankenstrom wie auf der Autobahnbrücke abwehren zu müssen. Doch auch er würde von „Autisten-Momenten“ übermannt, wie bei einem Ausflug nach Berlin, wo er sich für den fünftägigen Besuch fünf identische Outfits gekauft und diese in identischen Kisten in der gleichen Weise für jeden Tag vorbereitet hatte.
Ich fand es unglaublich beeindruckend, dass ein Mensch mit einer solchen Behinderung sich Situationen aussetzt, die ihm all das zumuten, was ihm so schwer fällt. Wahnsinnig inspirierend, was mit Mut und Willensstärke so alles zu schaffen ist.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Nov 11, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Nov 11, 2016

Studentenleben live

Ein sonniger Gruseltag

Nürnberg kann so schön sein! An Halloween zum Beispiel hatte sich mir die Stadt von ihrer besten Seite gezeigt. Noch total grau und ungemütlich war die Stimmung als ich zum Frühstücken eine befreundete Mädels-WG ansteuerte. Nach einem Schlemmermahl und dem Bestaunen von Urlaubsbildern ging es zum Dutzendteich, vorbei an der Meistersingerhalle, mit der ich mich während meines Praktikums so ausgiebig beschäftigt hatte. Goldener Herbstwald und mittlerweile blitzblauer Himmel waren die Kulisse für den Ausflug. Mit Fahrrad und Inlinern sind wir den Silberbuck hinauf gefahren, was nicht ganz einfach war, so steil wie das hoch ging. Der Silberbuck ist im Grunde eine riesige Mülldeponie, unter der sich Kriegsschutt türmt. Mittlerweile ist diese aber gut überwachsen und ein Berg geworden, von dem aus man eine tolle Aussicht über ganz Nürnberg hat.
Am Nachmittag besuchte ich noch eine weitere Freundin. Weil Halloween war, hatte ich so meine Bedenken, als ich mich im Dunkeln nochmal auf mein Fahrrad schwang. Aber bis auf ein paar erstaunlich einfallslos verkleidete Kinder ist mir niemand begegnet. Auch bei ihr sah ich mir Urlaubsfotos an und wir quatschten bis in die Nacht hinein.
Beseelt fuhr ich anschließend wieder nach Hause. Mittlerweile waren schon deutlich gruseligere Gesellen unterwegs. Beim Anblick der schwarz vermummten Gestalten mit Sichel in der Hand habe ich mich an meine Kindheit in Österreich erinnert, wo am Nikolaustag die Krampusse umgingen. Das ist ein Brauch, bei dem sich meist die Dorfjugend ganz scheußlich verkleidet und für Angst und Schrecken sorgt. Vor denen hatte ich als Kind wirklich Angst.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Nov 10, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Nov 10, 2016