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Studentenleben live

Immer cool bleiben

Wer studiert, braucht Nerven wie Drahtseile! Mag sein, dass es Leute gibt, bei denen das Studium vollkommen glatt und wie am Schnürchen verläuft. Bei mir ist das leider nicht immer so und das treibt mich manchmal an den Rand der Verzweiflung.

Obwohl ich gerade an meiner Bachelorarbeit schreibe, fehlt mir immer noch ein Credit-Point zu meinem Abschluss. Kein Grund zur Panik, denn für jedes Problem gibt es ja meistens auch eine Lösung. Um an meinen fehlenden Credit-Point zu kommen, habe ich mich für ein Blockseminar eingeschrieben, das an drei Freitagen in den Ferien stattfinden sollte. Heute wäre der erste Tag gewesen. Doch Überraschung: Der Kurs fällt aus Krankheitsgründen kurzfristig komplett aus.

Und jetzt? In meiner Not bin ich natürlich direkt zum Prüfungsamt gelaufen, in der Hoffnung, dort mit jemandem von der Studienberatung sprechen zu können, aber das Prüfungsamt hat freitags leider zu. Zum Glück hat eine freundliche Mitarbeiterin mich vor verschlossener Tür stehen sehen und mir geraten, mich in einer Mail an meine Studiengangskoordinatorin zu wenden. Das habe ich auch sofort getan. Jetzt heißt es abwarten. Zwar konnte ich mich noch in den letzten verfügbaren Ferienkurs einschreiben, aber der findet zu komplett anderen Zeiten statt. Das wirft meine Planung ziemlich über den Haufen. Außerdem heißt der Kurs „Lern- und Arbeitsprozesse moderieren“. Das ist für manche bestimmt sehr hilfreich, aber mich interessiert dieses Thema gar nicht. Der Kurs, den ich eigentlich belegen wollte, „Work-Life-Learn-Balance“, hätte mir gut gefallen. Aber Aufregen bringt ja nichts und vielleicht habe ich ja Glück und meine Studiengangskoordinatorin hat noch eine andere Lösung für mich.

Aber vielleicht ist auch gerade das Coolbleiben in unvorhergesehenen Situationen eine der wichtigsten Kompetenzen, die ich aus meiner Zeit an der Uni mitnehme.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Sep 17, 2015

Studentenleben live

Umzug

Die Zeit fliegt und meine Zeit in Bayreuth ist nun vorbei. Nach zweieinhalb Jahren kehre ich dieser Stadt, die mir mittlerweile sehr vertraut ist, wohnungstechnisch den Rücken und ziehe mit meinem Mann nach Nürnberg. Ich fand unsere Wohnung in Bayreuth klasse, freue mich aber trotzdem sehr auf die vor uns liegende Zeit in Nürnberg. Bis diese Zeit aber so richtig starten kann, muss erst einmal ein Umzug über die Bühne gebracht werden.

Der große Umzugstag, an dem wir einen Transporter und einen Haufen lieber Freunde angeheuert hatten, war nur noch wenige Tage entfernt, als ich beim Essen in der Pizzeria (man hat ja keine Zeit zu kochen in diesen „Zwischenzeiten“) von meiner Mutter angerufen wurde. Bei meinen Eltern war nämlich in diesem Sommer auch einiges an Schlepperei geboten. Mein Bruder will eine Hälfte ihres Hauses als Lager und Praxis nutzen, daher wird nun kräftig umgebaut. Mein 80-jähriger Vater half bei den Bauarbeiten und dazu kam jetzt die Hiobsbotschaft: Der Traktor hatte ein Getriebeproblem. Erst hatte er sich gar nicht bewegt, dann war er schließlich mit einem großen Satz meinem Vater auf den Fuß gehüpft. Meine Mutter berichtete mir, dass er wegen starker Quetschungen zur Beobachtung im Krankenhaus liege.

Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich dann in unseren Umzugstag gestartet. Einerseits war ich froh, dass diese Zeit, in der man nirgendwo richtig zuhause ist und man nicht recht weiß, ob der eine spezielle Ordner jetzt noch in Bayreuth oder schon in Nürnberg gelandet ist, bald vorbei sein würde. Andererseits war ich aber am Umzugstag auch besorgt darum, dass jemandem etwas passiert. Ich war glücklich und froh, dass am Ende des Tages beinahe alles im vierten Stock in Nürnberg stand und nur ein Pflaster für eine Schnittwunde am kleinen Finger gebraucht wurde. Jetzt wartete auf uns „nur noch“ die Aufgabe, diesen ganzen Krempel, der unsere Wohnung bis oben hin füllte, richtig zu platzieren und zu verstauen.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 17, 2015

Studentenleben live

La Paz – ein Blick von oben

Vor meinem ersten Besuch im bolivianischen La Paz habe ich viel über die Stadt gehört. Generell bekannt dürfte sein, dass La Paz der Regierungssitz – aber nicht die Hauptstadt – von Bolivien ist. Vielleicht ist auch bekannt, dass viele Personen, die mit dem Flugzeug anreisen, zunächst einmal höhenkrank werden, da die Stadt zwischen 3.000 und 4.000 Meter hoch liegt. Außerdem erzählte man mir, dass La Paz generell sehr ruhig, ein bisschen größer als Hamburg und das Leben dort sehr günstig sei.

Was ich nicht über La Paz wusste, ist, dass es dort eine Seilbahn gibt, die erst letztes Jahr errichtet wurde und einen Teil der Nahverkehrsstrecke bildet. Zusammen mit einer Freundin, die in der Stadt lebt, fuhren wir alle verfügbaren Strecken ab und schwebten über ärmere genauso wie über reichere Stadtteile hinweg. Es war aufregend zu sehen, dass die Seilbahn tatsächlich über einige Luxusvillen hinweg gebaut wurde.

Der Platz mit den Regierungsgebäuden ist für mich der schönste Ort von La Paz. Das Altstadtzentrum wirkt hingegen etwas dreckig und verschmutzt. Es ist außerdem nicht sonderlich gut erhalten. So sind viele Kolonialbauten halb verfallen oder bereits durch neuere Gebäude ersetzt worden. Wenn man sich auf das Zentrum beschränkt, ist der Eindruck der Stadt also nicht so schön, doch hoch oben in der Luft wird er schnell korrigiert.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Sep 11, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Sep 11, 2015