Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Freunde

Eine Sache, die ich mit am meisten am Studentenleben liebe, ist der Kontakt mit so vielen unterschiedlichen Menschen und vor allem mit so vielen Freunden. Von meinen Eltern habe ich mitbekommen, dass sie vielleicht noch zwei gute Freunde haben, diese aber sehr selten sehen. Schließlich sind sie ja eingespannt in Job, Familie und wohnen nicht mehr nah beieinander.

Ich hingegen sehen meine Freunde an der Uni, beim Sport, zum Kochen, in der Mensa, auf einen Kaffee oder Spaziergang und abends beim Feiern. Wir haben denselben Alltag, teilen schöne und schlechte Ereignisse und wachsen gemeinsam.

Zu den Freunden, die man an der Uni kennengelernt hat, kommen dann auch noch die Freunde aus der Schulzeit, die einen schon ewig kennen, mit denen man viel erlebt hat und mit denen man groß geworden ist. Schon zum dritten Mal besucht mich am Wochenende eine Freundin aus Heidelberg, die ich aus meiner Schulzeit in Stuttgart kenne.

Natürlich gehört es dazu, dass nicht alle Freunde für immer bleiben. Manche sind nur Wegbegleiter auf einem kurzen Stück, aber genauso gibt es die, die lange an deiner Seite gehen und ich kann mir wenig vorstellen, was mich reicher machen könnte.

Ich werde also sicher einmal weniger Freunde haben als jetzt. Aber mich stimmt optimistisch, dass wir heute so viele Kommunikationsmöglichkeiten haben, um Kontakt zu halten, und ich schon so viele tolle Menschen gefunden habe, dass es vielleicht doch immerhin mehr als zwei sein werden…

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Dec 31, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Dec 31, 2013

Studentenleben live

Journalistische Recherche vor Ort (Teil 8)

Nach dem Interview mit dem Sportjournalisten der „A Bola“ versuchte ich anhand der Kontakte, die er mir gegeben hatte, jemanden von Benfica oder Sporting zu erreichen. Leider vergeblich. Zwar sprach ich mit einer PR-Mitarbeiterin von Benfica, die die Anfrage an ihren Chef weiterleiten wollte, doch bis zum Ende der Reise hatte sie noch immer keine Antwort erhalten und musste mir deshalb absagen.

Bei den Fans hatte ich mehr Glück. Ein weiteres Treffen, diesmal mit Mitgliedern der Ultra-Gruppierung „Brigada Sporting“, brachte mir am vorletzten Tag der Reise nochmal die Meinung von den Rängen näher. Wir trafen uns in ihrer Zentrale in den Katakomben des Stadions, wo sie sich im Gespräch zunächst über die horrenden Gehälter der Stars beklagten, aber auch unterstrichen, dass ihr Verein, Sporting Lissabon, alles versuche, um Kosten einzusparen. Zum Beispiel durch den Verkauf von Spielern mit hohen Salären. Des Weiteren schilderten auch sie mir Fälle von Fans, die sich kein Ticket mehr leisten könnten, weil sie durch die Krise arbeitslos geworden seien.

Die beiden abschließenden Interviews in Lissabon hatten mir noch einmal sehr interessante Einblicke geliefert und so trat ich mit ordentlich Material für meinen Abschlussbericht die Rückreise nach Deutschland an. Im Gepäck: viele tolle Geschichten und eine klare Empfehlung an euch da draußen: Falls ihr Zeit und Lust habt, euch mal ausführlich und vor allem vor Ort mit einem Thema der Europäischen Union auseinanderzusetzen, bewerbt euch bei der „Schwarzkopf Stiftung Junges Europa“ für ein Reisestipendium. Es ist eine tolle Möglichkeit aus dem oftmals theoretischen Uni-Alltag auszubrechen und Zusammenhänge direkt in einem oder mehreren Ländern eurer Wahl zu recherchieren. Für mich war das eine interessante, abwechslungsreiche Erfahrung, die ich nur jedem ans Herz legen kann!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Dec 30, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Dec 30, 2013

Studentenleben live

Ein westälisches Publikum

„Bielefeld Slam 2013“. Die diesjährigen deutschsprachigen Poetry-Slam Meisterschaften, die im letzten Jahr in Mannheim und Heidelberg ein voller Erfolg gewesen waren, sollten nun im sagenhaften Bielefeld stattfinden. Nicht weit von zu Hause, in der Stadt, die es verschwörungstechnisch gar nicht gibt. Das feierten wir natürlich.
Im letzten Jahr hatte meine Schwester sich viereinhalb Stunden lang in den Zug gesetzt, um live mitzuerleben, wie die Stadthalle in Heidelberg tobte, während der Slamer auf der Bühne alles gab. Meine Erwartungen an das nördliche Revival der Veranstaltung waren dementsprechend hoch und wurden von den vortragenden Poeten auch nicht enttäuscht. Wir saßen hinten links in der Ecke, johlten und klatschten, wie es sich für einen guten Slam gehört, und stellten plötzlich fest, dass wir die einzigen waren. Es herrschte einfach Stille im Publikum. Beim Auf- und beim Abgang der Darsteller wurde höflich geklatscht, der Rest war Schweigen. Etwas schockiert von dieser Unlust schaute ich mich um. Ziemlich entnervte Gesichter ob der Randale, die aus unserer Ecke kamen. Offensichtlich war man hier nicht gewillt, den Abend zu feiern. Plötzlich war ich wieder zu Hause. Nicht in dem Zuhause, das ich mir manchmal in den buntesten Farben ausmale, wenn es in Heidelberg regnet, sondern da, wo die Leute steif auf den Stühlen sitzen und sich nicht begeistern lassen. Wo Ausgelassenheit als Frevel gilt und an Karneval die Sau rausgelassen wird, aber das auch nur im Münsterland und nicht in Ostwestfalen. Hier war ich doch nicht daheim! Und dann ignorierte ich die steifen Gesichter um mich herum und tat meinen Beifall kund, wie es sich gehörte für den größten Poetry Slam Deutschlands.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2013
Autor: Inga
Rubrik: studium
Dec 19, 2013