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Studentenleben live

Streit um die WG-Kasse

Seit einem Monat haben wir eine neue Mitbewohnerin in unserer Fünfer-WG. Sie hat vorgeschlagen, noch mal über unsere WG-Kasse bzw. unser Teilsystem zu reden. Bisher haben wir eine Liste von Dingen gehabt, deren Kosten wir alle teilen wollen etwa. Spülmittel, Toilettenpapier, Öl, Gewürze, Kartoffeln, Nudeln, Butter, Milch. Wer etwas eingekauft hat, was auf der Liste steht, hat es darin eingetragen. Eine Mitbewohnerin hat sich schon herausgenommen, sich nicht an Kaffee, Milch und Eiern zu beteiligen. Ich hatte anfangs auch überlegt, ob ich mich bei Kaffee und Milch beteiligen will, auch wenn ich davon so gut wie nichts nutze, wollte dann aber auch nicht kleinlich sein. Die neue Mitbewohnerin ist aber nur wenig zuhause und isst deshalb auch wenig daheim, sie scheint sich von Milchkaffee zu ernähren, zumindest wenn sie hier ist. Was machen wir nun?

Eben nach dem Essen mit meinen Mitbewohnern erwähnte ich nur kurz das Thema und gleich brannte eine hitzige Diskussion los. Einige haben überhaupt keine Lust auf so ein „Kleinklein“, wo im Kühlschrank fünf Milchflaschen nebeneinander stünden und mindestens eine vor sich hin faule, und fünf Butterstücke und fünf Flaschen Bratöl usw. Andererseits würde unsere neue Mitbewohnerin wahrscheinlich gar nicht mitkriegen, wenn kein Bratöl da wäre, weil sie so gut wie nie selber kocht, weshalb es unsinnig erscheint, sie daran beteiligen zu wollen. Dann gibt es aber auch jene, die sich mal einen Schluck Milch in den Nachmittagskaffee machen und andere, die jeden Tag einen halben Liter konsumieren. Oder die einen, die so gut wie jeden Abend etwas kochen, und die anderen, die sich nur zwei Scheiben Brot schmieren. Hinzu kommen noch verschiedene Geschmäcker, Unverträglichkeiten und Essrhythmen.

Wir haben darüber geredet, ob wir eine Kasse einführen, in die jeder einen ihm angemessenen Betrag zahlt – à la: Wer viel zu Hause kocht oder isst, zahlt mehr ein, als der, der weniger da ist und weniger isst. Das zu ermessen ist allerdings nicht leicht.

Merkwürdig finde ich, dass das System nun vier Jahre lang gehalten hat und schon galt, bevor ich eingezogen bin, und nun wird es – wir werden noch sehen – von einer Neuen, die hier erst vor einem Monat eingezogen ist, umgestoßen. Sie hat zwar schon beim WG-Casting gemeint, dass sie das komisch fände, wollte dann aber doch hier einziehen. Das Ganze scheint eine Systemfrage zu sein, weil Essen auch eine soziale Sache ist, die Küche ist unser einziger gemeinschaftlicher Raum. Die einen sind sozusagen häuslicher und wollen mehr als eine Zweck-WG, und den andern reicht es, sich zu tolerieren und mehr neben- als miteinander zu wohnen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2013
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Rubrik: studium
Jan 9, 2013

Studentenleben live

Bewerbungszeit

Nachdem ich den ersten Schock über das Ende meiner Zeit an der Uni Würzburg einigermaßen verdaut hatte, ging es auch schon wieder richtig los: Zuerst habe ich mich für ein paar Jobs beworben, bei denen ich meine 20 erlaubten Stunden arbeiten kann, um die freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Jedoch fand ich nichts Neues, deshalb arbeite ich weiterhin nur ein paar Mal die Woche als Aushilfskellnerin.

Außerdem lief der Bewerbungszeitraum für die dualen Studiengänge ab, weshalb ich dringend an den Bewerbungsunterlagen arbeiten musste. Leider kamen viele Absagen zurück, aber bei der Deutschen Bahn hatte ich Glück und durfte an einem Telefoninterview teilnehmen. Es steht noch aus, ob ich auch zum Assessment-Center darf.

Darauf folgten dann die Bewerbungen an den Fachhochschulen für Betriebswirtschaft, was ziemlich stressig war, weil ich mir meine bisher erbrachten Leistungen von der Uni anrechnen lassen möchte und dafür eine Menge Unterlagen und Unterschriften nötig sind!

Es bleibt also abzuwarten, wo es für mich weitergeht und wann, denn das duale Studium (mein Favorit) beginnt erst wieder im nächsten Wintersemester, das Semester an den Fachhochschulen jedoch schon im Sommer.

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Jan 4, 2013
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Jan 4, 2013

Studentenleben live

Genug geprobt — jetzt wird´s ernst!

Ich feilte gerade an den letzten Sätzen meines 15:40 Uhr-Beitrags und überlegte, wie ich die Abmoderation gestalten könnte, als unsere Nachrichtensprecherin mit Zetteln wedelnd auf mich zu kam. „Leon, ich brauche dich im Studio für einen Aufsager!“ - „Wie jetzt? Soll der dann gleich laufen oder was?“ - „Na klar. Also los, auf geht´s!“.

Etwas perplex stand ich auf und ging in Studio B, wo die Nachrichtenaufsager bei uns eingesprochen wurden. Es ging um einen Nachbarschaftsstreit in Charlottenburg, der blutig eskaliert war – welch eine „schöne“ Meldung für meine Nachrichten-Premiere... Die dramatische Thematik ignorierend machte ich mich ans Werk und sprach Satz für Satz ins Mikrofon. Ich versuchte, all das, was ich in den Proben vorher trainiert hatte zu beachten. Denn abends nach meinen Schichten hatte ich zusammen mit unserer Nachrichtensprecherin an meiner Aussprache und Sprachgeschwindigkeit gearbeitet. Die Meldungen, die ich da aufgenommen hatte, waren allerdings nie für die „On-Air-Verwendung“ gewesen. Diese hier schon!

Ich speicherte ab und ging rüber ins Nachrichtenstudio, um den Ton mit der Moderatorin zu besprechen. Sie fand ihn gut und nur zehn Minuten später war es dann soweit: Meine Stimme lief live in den Nachrichten – unglaublich! Dieser Premiere folgten in den nächsten Tagen weitere Aufsager und mit der Zeit wurde ich immer routinierter. Trotzdem: Seine eigene Stimme im Radio zu hören bleibt auch beim achten Mal einzigartig!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jan 2, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jan 2, 2013