Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Klausur mit Laptop und Internet

Es ist Freitagnachmittag: Prüfungszeit. Vier Stunden liegen vor mir, in denen ich mich mit Aufgaben zu meinem Kurs „Basic Marketing and Consumer Behaviour“ beschäftigen werde. Vor mir befindet sich der Klausurbogen mit einem Fallbeispiel über europäische Fluggesellschaften und die dazugehörigen sechs Aufgaben, die es zu lösen gilt. Schnelles Klappern erfüllt den Raum – momentmal klappern? Ja, richtig. Das Geräusch stammt von rund 50 Studenten, die gleichzeitig in Höchstgeschwindigkeit auf ihre Laptops eintippen. Ja, ihr habt ganz richtig gelesen. Statt des gewohnten Einsatzes von Stift und Papier werden die Klausuren an meiner Gastuniversität in Dänemark allesamt auf dem eigenen Laptop oder auch auf dem PC im Computerraum geschrieben. Was für mich noch ungewohnter erschien und mir am Anfang das Gefühl gab, systematisch zu schummeln, war die Erlaubnis, das Internet ebenfalls zur Lösung der Klausuraufgaben heranzuziehen – natürlich mit Ausnahme von Kommunikationsmöglichkeiten zur Außenwelt. Selbstverständlich wurden wir auch darauf hingewiesen, dass am Ende eine Software prüfen würde, ob Teile unserer Arbeit aus dem Internet übernommen wurden, sodass Copy and Paste keine Option darstellte, aber dennoch war es ein ungewohntes Gefühl, das gesamte Web zur Verfügung zu haben.

Nach vier Stunden und einigem Sicherheitszwischenspeichern auf meinem USB-Stick war es geschafft: Meine schlimmsten Befürchtungen, nämlich dass mein Laptop abstürzen, Feuer fangen oder in Einzelteile zerspringen könnte, waren nicht eingetreten. Dementsprechend hieß es nur noch, die Klausur in PDF-Format hochzuladen und auf die Bestätigung der Aufsichtspersonen zu warten, dass das Einreichen der Klausur auch wirklich geklappt hatte. Dann konnte ich erleichtert meinen PC runterfahren. Nun heißt es nur noch, auf das Ergebnis warten…

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Jun 28, 2012
Autor: Janine
Rubrik: studium
Jun 28, 2012

Studentenleben live

"Schön war's!"

Es ist wirklich wahr. Die vier Monate meines Praktikums sind tatsächlich vorbei. Richtig realisiert habe ich es aber noch nicht. Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, jeden Morgen in der Bahn schon auf meine Kollegen zu treffen und gemeinsam mit ihnen zur Arbeit zu fahren. Im Büro ging es dann je nach Laune zuerst zur Tee- beziehungsweise Kaffeemaschine. In der Zwischenzeit wurden die Rechner hochgefahren. Wieder zurück am Platz ging es los: Newsletter erstellen, Mailings verfassen, Messeplanung, Projektarbeit und was sonst noch so auf der To-do-Liste stand. Die Mittagspause verbrachten wir bei gutem Wetter natürlich vorzugsweise draußen in der Sonne und gönnten uns als Nachtisch gern mal ein Eis. Aber auch außerhalb der Arbeitszeiten trafen wir uns: Aus bloßen Kollegenverhältnissen sind Freundschaften entstanden. Aus diesem Grund bin ich an meinem letzten Tag auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen. All die vielen Dinge, die ich lernen durfte und diese vielen schönen Momente, die man zusammen verbrachte, wie zum Beispiel als „Business-Jetter“ im bezaubernden Moselraum – ich denke wirklich gerne an meine Zeit hier in Hamburg zurück.

Als mir meine Kollegen einen pompösen Blumenstrauß in meinen Lieblingsfarben und einen edlen Kugelschreiber überreichten, musste ich mich schon ein wenig zusammenreißen, nicht emotional zu werden. Dennoch blieben glasige Augen bei den herzlichen Umarmungen nicht aus. Sie wünschten mir alles Gute für mein geplantes Masterstudium und luden mich ein, jederzeit vorbei zu kommen, wenn ich wieder mal in Hamburg bin.

Immer wieder gerne! Schön war’s bei euch und wie sagt man so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben und wer weiß, vielleicht komme ich ja eines Tages als fest angestellte Mitarbeiterin wieder…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 27, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 27, 2012

Studentenleben live

Die Uniwahlen stehen vor der Tür

Wahlen sind das wichtigste Mittel der Bürger einer Demokratie ihre Meinung zu sagen und wirklich Einfluss auszuüben. Jeder weiß es, und dennoch gibt es bei jeder Wahl unzählige Menschen, die den Weg zum Wahllokal nicht antreten und auch keine Briefwahl beantragen.

Wer bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent auf Bundesebene vielleicht schon entsetzt ist, der sollte mal einen Blick auf die Unis werfen. Mit 16 Prozent Wahlbeteiligung steht die Uni Freiburg noch gut da. 16 Prozent? Das ist doch gar nichts! Warum genau das so ist, kann ich natürlich nicht beantworten. Es könnte aber daran liegen, dass das System schwierig zu verstehen ist und viele Studierende schlicht und einfach nicht wissen, wen sie wählen sollen beziehungsweise welche Meinung sie damit unterstützen.

Vereinfacht kann man sagen, dass in Freiburg zwei Wahlen auf einmal ablaufen. Die Senats- und AStA-Wahlen und die Fakultätsratswahlen. Hmm...vielleicht noch einmal etwas genauer.

Der Senat ist das höchste Gremium in der Unihierarchie. Vier von 38 Mitgliedern werden von der faktisch größten Gruppe, nämlich von den Studierenden, gestellt. Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) wird von den vier Senatoren und elf weiteren gewählten Studierenden gestellt. Hier werben vor allem die politischen Hochschulgruppen um die Stimmen.

Wie das System dann weiter funktioniert, ist an den verschiedenen Unis unterschiedlich.

Der Fakultätsrat (der Kürze halber FakRat genannt, auch wenn mancher da vielleicht andere Assoziationen hat) ist das höchste Gremium der einzelnen Fakultäten. Zur Philologischen Fakultät gehören zum Beispiel alle Sprachen. Das heißt in Freiburg konkret: Anglistik, Romanistik, Germanistik, Skandinavistik, Slawistik und die Klassische Philologie. Aus diesen einzelnen Instituten werden fünf bis sechs Studierende entsandt, je nach Fakultät. Wie viele Professoren, Menschen aus dem akademischen Mittelbau und aus Verwaltung und Technik vertreten sind, variiert. Auch hier sind die Studierenden aber deutlich in der Minderheit. Trotzdem ist es wichtig, dass Entscheidungen nicht hinter verschlossenen Türen gefällt werden und die Studierenden ihre Meinung einbringen können. Beschlossen werden dort zum Beispiel Prüfungsordnungen (welche Kurse muss ich wann belegt haben und bestehen) oder neue Professuren etc.

Das klingt jetzt alles etwas theoretisch, aber sich einmal in das System einzuarbeiten, lohnt sich wirklich. Schließlich sollte man wissen, wer bestimmt, was man am Ende leider selbst auszubaden hat. Außerdem kann man dann auch die vielen kleinen Skandälchen und Scherze am Rande verstehen. Die Philologische Fakultät hat in diesem Jahr zum Beispiel vergessen, eine Liste der Kandidaten einzureichen. Was passiert also? Es wird leere Wahlzettel geben, auf die die Wählerinnen und Wähler die Namen der Kandidierenden aufschreiben können. Natürlich könnten sie so auch Hans Wurst und Rotkäppchen Wolf zu ihren Kandidaten machen. Das Risiko muss man in Kauf nehmen.

Mancher fragt sich vielleicht, warum die Liste nicht einfach nachgereicht wurde, schließlich ist es ja nur eine Uniwahl und keine zum Bundestag. Zwei Studierende brachten es soweit die letzten Uniwahlen anzufechten und damit ihre Alma Mater zu verklagen. Nun ist glaube ich auch klar, dass bei laufenden Verfahren keine Unregelmäßigkeit passieren darf. Also auch keine nachgereichten Listen. Gewählt wird am 3. Juli. Man darf gespannt sein. Auch wenn sich die Wahlergebnisse der letzten Jahre nicht großartig unterscheiden. Überraschungen kann es immer geben.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jun 26, 2012