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Studentenleben live

Eins nach dem anderen

Yeah, ich starte endlich mein Praktikum in Hamburg in der Marketingabteilung eines bekannten deutschen Unternehmens. Ich muss sagen, dass mir dieses Praktikum wirklich gerade recht kommt. Besonders die Dauer, denn vier Monate Abwechslung – raus aus der Theorie und rein in die Praxis- kann ich echt gut gebrauchen. Ich möchte endlich selbst und live erleben, wie der Hase läuft. Und der Marketinghase wird sicherlich sehr viele Sprünge machen. Und egal wie weit oder wie hoch er auch springen muss: immer lächeln und darf niemals müde werden.

Müde darf ich auch bei meiner Wohnungssuche nicht werden. Ja, ich weiß es ja selbst: Ich bin spät dran. Schließlich klopft der Praktikumsbeginn schon sehr, sehr bald ans Türchen. Darum heißt es bei mir: Keine Zeit verlieren und immer schön Augen und Ohren offen halten.

Jeden Tag durchstöbere ich mehrmals zig Wohnungsbörsen. Ein nettes WG-Zimmer zur Zwischenmiete ist in Hamburg leider gar nicht so leicht zu finden. Aber da die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt, gebe ich nicht auf und glaube fest daran, rechtzeitig einen gemütlichen „Unterschlupf“ zu finden. Und so sagt es auch folgender Spruch: Wenn man nur fest genug an etwas glaubt, dann geht es auch in Erfüllung.

In dem Sinne: Glück auf!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 22, 2012

Studentenleben live

r = 0,86

r = 0,86? Ist das ein Schreibfehler? Oder ist da aus Versehen eine kryptische Codierung in die Überschrift gerutscht? Nein und nochmals nein – diese Vermutungen muss ich (leider) als falsch abtun. r = 0,86 beschreibt viel eher jenen Inhalt meines Gedächtnisses, der mich tage-, wenn nicht sogar wochenlang beinahe verrückt werden ließ: „Deskriptiv- und interferenzstatistische Modelle der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse“, wie es die humorlosen Initiatoren dieser Materie (auch Dozenten genannt) ganz nüchtern betiteln. Bei mir lief dieser Kurs eher unter dem, wie ich finde, auch sehr schönen Motto: „Hauptsache durchkommen“. Dass mir die Sinnhaftigkeit der Veranstaltung dabei über weite Strecken verborgen blieb, war diesem Vorhaben allerdings ebensowenig zuträglich wie der Ausfall von drei Vorlesungen in Folge.

Dies eiskalt und großzügig ignorierend, machte ich mich schließlich ans Lernen und stopfte mein Gehirn mit vielsagenden Phrasen („wenn r > +/- 0,6, dann liegt eine starke Korrelation vor“), schrägen Begriffen („Somers‘ D“ oder „Eta Quadrat“) und unzähligen Formeln („V = s/arithmetisches Mittel“) bis oben hin voll. Die Korrelation zwischen „Zeitaufwand fürs Lernen“ und „Kaffeetassen auf dem Schreibtisch“ steigerte sich dabei bis zu einem geschätzten Höchstwert von r = 0,86; zusätzlich wurde meine Alltagssprache zunehmend von Floskeln wie „diese Aussage erscheint mir aber nicht trennscharf genug“ unterwandert – es wurde also höchste Zeit für den Showdown, für den „Alles oder nichts“-Tag, für die Klausur!

Um es vorweg zu nehmen: Es lief überraschend gut! An meiner Einstellung zu dieser Veranstaltung wird das allerdings wenig ändern und ich bin froh, nur einen Statistik-Kurs absolvieren zu müssen. Ganz arme Teufel, z.B. Soziologie-Studenten, haben da gleich dreimal die Ehre. Meinen Glückwunsch!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 21, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 21, 2012

Studentenleben live

Vom richtigen Weg (Teil 2)

Meine Gruppe und ich stellten uns also den gespannten Augen unseres Auftraggebers, der uns die Aufgabe gestellt hatte, eine Marketing-Konzeption für ein neues Produkt seines Versicherungsunternehmens zu entwickeln. Ein Blick zu meinen Teamkameraden verriet mir, dass auch ihnen gerade heiß und kalt zugleich war. Augen zu und durch – und überzeugen!

Also präsentierten wir unsere Ideen, ließen verschiedene Animationen abspielen: Radiospot, Kinowerbung, Gebäudeprojektionen – wir zogen wirklich alle Register. Schließlich erschien die Abschlussfolie unserer Präsentation. Alle klatschten. Unser Auftraggeber gab sogar „standing ovations“. Er kam lächelnd auf uns zu. Von einem Ohr bis zum anderen. Und dann legte er auch schon los: Wie klasse die Präsentation doch gewesen sei. Wie ideenreich. Dass man die Maßnahmen größtenteils eins zu eins übernehmen könne. Dass die einzelnen Kampagnen perfekt zur Unternehmenskultur und dem Image sowie der bisherigen Werbepräsenz passen würden. Dass er gleich nächste Woche ein Meeting hinsichtlich der Implementierung gewisser Ideen einberufen würde. Er hörte gar nicht mehr auf. Sein Feedback war einfach der Wahnsinn. Meine Gruppe und ich, wir fühlten uns SO gut. Wir fühlten uns exakt in unserem Tun und Handeln bestätigt.

Mein Gedanke: „Jacqueline, du bist in dem, was du machst und nach dem Studium beruflich machen willst, genau auf dem richtigen Weg.“

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 9, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 9, 2012