Mit und von den Nachbarn lernen

Vier junge Frauen sitzen gemeinsam am Tisch.
Kultur, Sprache, Lebensgefühl, aber auch Fachkenntnisse: In grenzüberschreitenden Studiengängen kannst du dein Wunschfach in Deutschland und einem Nachbarland studieren und von der Internationalität profitieren.
Foto: Martin Rehm

Grenzüberschreitend studieren

Mit und von den Nachbarn lernen

Was zeichnet ein grenzüberschreitendes Bachelor- oder Masterstudium aus? Für wen kommt es infrage? Und kann es sich auf die beruflichen Perspektiven auswirken? abi>> wirft einen Blick auf deutsche Kooperationen mit Hochschulen der Nachbarländer.

Ein Studium mit zwei oder drei Abschlüssen: Diese Möglichkeit bietet ein grenzüberschreitendes Bachelor- oder Masterstudium. „Die Studiengänge sind so angelegt, dass die Studierenden in Regelstudienzeit zwei oder sogar drei äquivalente nationale Studienabschlüsse machen können“, erklärt Karoline Bauer, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Saarland.

Durch Strukturierung und Abstimmung zwischen den Partnerhochschulen ist es möglich, dass die Studierenden ihre Leistungen im Heimat- und im Nachbarland ableisten. Vor Ort ist ihnen ein Programmbeauftragter ständiger Ansprechpartner bei Fragen. Aber auch die Zusammenarbeit der Studierenden untereinander hat während und auch nach dem Studium Vorteile: „Die Studierenden grenzüberschreitender Studiengänge sind es gewohnt, sich mit ihren Kommilitonen auszutauschen. Diese Netzwerke werden häufig auch in Form von Alumni-Kontakten weitergelebt“, sagt die Beraterin.

Zwar erfordert ein grenzüberschreitendes Studium häufig eine doppelte Haushaltsführung oder zumindest das Pendeln von einem Ort zum anderen. Auch müssen unter Umständen zusätzliche Versicherungen abgeschlossen werden, etwa eine Auslandskrankenversicherung. Dafür unterstützen die Hochschulen die international Studierenden häufig finanziell in Form sogenannter Mobilitätshilfen. Auch die Förderung durch BAföG ist möglich.

Anpassungsfähig und flexibel

Ein Porträtbild von Karoline Bauer

Karoline Bauer

Foto: privat

Ein weiterer Vorteil dieser Studienform: Die Studierenden erwerben neben fremdsprachlicher auch interkulturelle Kompetenz. „Es ist etwas anderes, ob ich mich am Schreibtisch auf ein Sprachzertifikat vorbereite oder ob ich durch ein Studium im anderen Land in dessen Sprache und Kultur eintauche“, verdeutlicht die Berufsberaterin aus der Grenzregion. „In Frankreich beispielsweise ist es häufig üblich, dass man um 12 Uhr gemeinsam essen geht. Für viele Deutsche kostet es Überwindung, die Arbeit dann liegen zu lassen. Aber wenn sie diese Bereitschaft mitbringen, kann das die Zusammenarbeit mit französischen Kollegen erleichtern (siehe auch "Die Chemie stimmt").

Grenzüberschreitende Studiengänge erhöhen die Fähigkeit, sich mit anderen Systemen zu familiarisieren, und fördern eine akzeptierende Grundhaltung.“
Natürlich erfordert es eine enorme Flexibilität, zwischen verschiedenen Wohnorten zu wechseln oder zu pendeln, sich auf andere Bildungssysteme und Lebenssituationen einzustellen und auch mit unterschiedlichen Inhalten und Methoden zurechtzukommen. „Manche denken zwar, Mathematik sei international. Doch wenn man sich beispielsweise die deutsch-französischen Ingenieurwissenschaften ansieht, fällt auf, dass selbst die Mathematik unterschiedlich angegangen wird. Die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, können in den gelebten Netzwerken in der Regel überwunden werden. Durch diese Erfahrungen entwickeln sich die Studierenden enorm weiter“, sagt Karoline Bauer.

Gespür für andere Kulturen gefordert

Was Interessierte mitbringen sollten, sind also Flexibilität, Offenheit, Neugierde und die Bereitschaft, sich auf Andere einzulassen. „Manchen Studierenden ist nicht bewusst, wie stark sie ihren Horizont sogar direkt hinter der Grenze erweitern können. Eine gewisse Sensibilität für kulturelle Vielfalt sollten sie jedoch haben“, meint Karoline Bauer.

Darüber hinaus fordern viele Hochschulen ein gewisses Fremdsprachenniveau als Zugangsvoraussetzung. „Die Anforderungen sind insgesamt nicht einheitlich festgelegt – einige Studiengänge fordern bestimmte Abiturnoten, andere Dossiers und wieder andere führen Auswahlgespräche durch“, sagt die Berufsberaterin.

Bereit für den internationalen Arbeitsmarkt

Die Absolventen erhalten von jeder der beteiligten Hochschulen einen nationalen, in Europa gültigen Bachelor- oder Masterabschluss. Sie erschließen sich damit zwei oder mehr nationale Arbeitsmärkte und positionieren sich auch international (siehe auch "Literaturforschung hoch drei").

Die Fremdsprachenkenntnisse, aber auch Soft Skills wie Offenheit, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen bei Absolventen grenzüberschreitender Studiengänge kommen bei Arbeitgebern laut Karoline Bauer sehr gut an: „Wer mobil und intellektuell flexibel genug war, um solche Programme zu absolvieren, wird diese Eigenschaften als Mitarbeiterin und Mitarbeiter gewiss nicht sofort wieder ablegen.“

Weitere Informationen

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen oder dich über studieren im Ausland informieren.
www.studienwahl.de

Hochschulkompass

Informationen über deutsche Hochschulen, deren Studienangebote, Ansprechpartner und internationale Kooperationen.
www.hochschulkompass.de/auslandskooperationen.html

 

Internationale Hochschulkooperationen deutscher Hochschulen

Deutsch-Französische Hochschule

Fördert Kooperationen von 183 deutschen und französischen Hochschulen
www.dfh-ufa.org

Deutsch-Französisches Hochschulinstitut für Technik und Wirtschaft

Kooperation der Hochschule für Technik des Saarlandes und der Université de Lorraine (F)
www.dfhi-isfates.eu

Eucor - The European Campus

Kooperation der Universitäten Basel (CH), Freiburg, Haute-Alsace (F) und Strasbourg (F) sowie des Karlsruher Instituts für Technologie
www.eucor-uni.org

Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Bietet international ausgerichtete Studiengänge der Rechts-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften, mehr als 200 Kooperationen zu internationalen Hochschulen
www.europa-uni.de

Internationale Bodensee Hochschule

Hochschulverbund mit 30 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz
www.bodenseehochschule.de

Neisse Universität

Netzwerk der Hochschule Zittau/Görlitz, der Technischen Universität Liberec (CZ) und der Wroclaw University of Technology (PL)
www.neisse-uni.org

Travelling Knowledge

Kooperationsprojekt der Europa-Universität Flensburg und der Syddansk Universitet (DK)
www.travelling-knowledge.eu

Universität der Großregion

Verbund der Technischen Universität Kaiserslautern sowie der Universitäten Lüttich (B), Lothringen (F), Luxemburg, des Saarlandes und Trier
www.uni-gr.eu

 

Germanistik trinational

Literaturforschung hoch drei

Julia Monsees studiert drei Schwerpunkte an drei Hochschulen in drei Ländern: Der trinationale Germanistik-Master der Universität der Großregion beschäftigt sich mit Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums. Gelehrt wird an der Universität Luxemburg, an der Universität des Saarlandes und an der Universität Lothringen. Für abi>> berichtet die 26-Jährige von ihren Erfahrungen.

Während meines Bachelors in Französisch und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hatte ich kaum Gelegenheit, französisch zu sprechen. Als ich dann für ein Erasmus-Semester in Nancy war, wurde mir klar, dass ich das im Master ändern wollte.

Der trinationale Germanistik-Master wird an der Universität der Großregion angeboten, ein Zusammenschluss von Hochschulen aus Deutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg. Der Studiengang gefiel mir, weil ich mich für Literatur interessiere und gerne gleichzeitig in unterschiedlichen Ländern studieren wollte. Wenn eine Gruppe deutscher Studierender gemeinsam für ein Semester nach Frankreich geht, kann es passieren, dass sie unter sich bleibt. Wenn aber – wie in diesem Programm – alle Nationalitäten immer überall sind, durchmischt sich die Gruppe besser. Das gefällt mir gut.

Zu Beginn des Studiums sind wir gemeinsam für einige Tage zum Literaturarchiv in Marbach gefahren, sodass wir gleich zu einer internationalen Gruppe zusammenwuchsen. Weil es ein Germanistikmaster ist, sprechen wir in der Regel Deutsch miteinander. Aber wenn in einem Kurs überwiegend Franzosen sitzen, einigt man sich auch mal darauf, Französisch zu sprechen.

Pendeln zwischen drei Ländern

Ein Porträtbild von Julia Monsees

Julia Monsees

Foto: privat

Vor jedem Semester kann ich entscheiden, an welcher der drei Universitäten ich Kurse besuchen möchte. Die Städte liegen nicht weit auseinander, sodass ich problemlos am Montag in Saarbrücken, am Dienstag in Luxemburg und am Mittwoch in Metz studieren kann.

Ich war immer nur drei bis vier Tage pro Woche an der Uni und habe mich dabei in jedem Semester auf zwei Länder fokussiert. Im ersten Semester habe ich zum Beispiel in Saarbrücken gewohnt, aber viele Kurse in Metz belegt. Jetzt wohne ich in Straßburg im Elsass, bin aber für Veranstaltungen einmal wöchentlich nach Saarbrücken und Luxemburg gefahren, mit dem Zug oder dem Bus. Finanziert habe ich mir mein Studium unter anderem mithilfe der Mobilitätsbeihilfe der Deutsch-Französischen Hochschule und mit BAföG.

Interkulturelle Masterarbeit

Das Studium vermittelt einen Überblick über die Linguistik, Kulturgeschichte und die deutsche Literatur. Ich habe mich auf die Literatur des 19. Jahrhunderts sowie auf Übersetzungen spezialisiert.

In meiner Masterarbeit, die fast fertig ist, habe ich „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ als deutsch-französischen Kulturtransfer untersucht. Der Autor der Erzählung, Adelbert von Chamisso, ist in Frankreich geboren und dann nach Deutschland gezogen. Er hat die Erzählung auf Deutsch geschrieben, doch sie wurde zu seinen Lebzeiten fünfmal auf Französisch übersetzt. Die Übersetzungen unterscheiden sich stark voneinander und auch vom Original. Während der Protagonist in der deutschen Version beispielsweise am Ende wegen eines Handels mit dem Teufel seinen Schatten verliert und einsam ist, gibt es in einer französischen Übersetzung ein Happy End. Das lässt sich damit erklären, dass es in Frankreich zu der damaligen Zeit unüblich war, Geschichten offen ausgehen zu lassen. Insofern wurde die Erzählung an die Normen der französischen Literatur, also an die damalige Literaturkultur angepasst.

Um das zu untersuchen, habe ich zunächst das Konzept des Kulturtransfers definiert, dann anhand der Sekundärliteratur aus Deutschland und Frankreich ausgewertet, wie die Erzählung hier und da gesehen wurde. Anschließend habe ich die Veränderungen in zwei Übersetzungen analysiert und versucht zu erklären. Und schließlich konnte ich das Konzept des Kulturtransfers auf dieser Basis kritisch untersuchen.

Meine Masterarbeit hat stark vom trinationalen Studium profitiert, denn ich habe in den Vorlesungen und Seminaren selbst erlebt, dass die Forschungskultur in Frankreich eine andere ist. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass Goethe und Schiller in Frankreich – anders als in Deutschland – als typische Romantiker gelten, weil dort die Romantik gegen die Klassik kämpfte, was auch auf die deutsche Literatur übertragen wird.

Berufswunsch: Deutschunterricht an der Hochschule

Während meines Studiums habe ich ein Semester lang, acht Stunden pro Woche als Fremdsprachenassistentin in Lothringen Deutschunterricht an Schulen gegeben. Seitdem weiß ich, dass ich gerne Lehrerin werden möchte. Außerdem unterstütze ich in Kehl ehrenamtlich einen geflüchteten Jungen beim Deutschlernen, weil die Sprache wichtig für die Integration ist.

Als nächstes möchte ich im deutsch-französischen PhD-Track meines Studiengangs promovieren, denn das wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben macht mir großen Spaß. Ich hoffe, dass ich anschließend in die wissenschaftliche Lehre einsteigen kann. Durch meinen trinationalen Abschluss habe ich ja die Möglichkeit, in drei Ländern zu arbeiten – das verbessert meine Chancen auf eine Anstellung in diesem Bereich enorm.

 

Deutsch-französischer Studiengang Chemie

Die Chemie stimmt

Fritz Deufel (20) lernt im Bachelorstudiengang „Regio Chimica“ nicht nur die Naturwissenschaften, sondern auch den Studienalltag zweier Länder kennen: den französischen an der Université de Haut-Alsace in Mulhouse und den deutschen an der Universität Freiburg. Die Unis bieten diesen grenzüberschreitenden Studiengang unter dem Dach von „Eucor – The European Campus“ an.

Bereits in der Schule hatte sich Fritz Deufel für Chemie begeistert, weil dafür nicht nur interessante Theorie, sondern auch praktische Arbeit gefragt ist. Außerdem wollte er im Studium gerne sein Französisch auffrischen und hoffte, sich durch gute Fremdsprachenkenntnisse im Studium zusätzliches Wissen und neue Herangehensweisen zu erschließen.

Das Konzept des grenzüberschreitenden Studiengangs „Regio Chimica“ überzeugte ihn schließlich, da er – im Gegensatz zu einem Auslandssemester – von Beginn an in das Studiensystem der Partnerhochschule integriert sein würde: „Hier geht es nicht darum sich ein ‚leichtes Semester‘ zu machen, sondern sich im System zu beweisen und die Leistung zu bringen. Das ist der Mehrwert dieses Studiengangs.“

Sprachlich und fachlich qualifiziert

Ein Porträtbild von Fritz Deufel

Fritz Deufel

Foto: privat

Für die Bewerbung musste Fritz Deufel neben dem Abitur ein B1-Niveau in Französisch nachweisen sowie ein deutsch- und ein französischsprachiges Motivationsschreiben einreichen. Anschließend musste er sich in einem Bewerbungsgespräch beweisen, das nicht nur auf Deutsch und Französisch, sondern auch in der wichtigen Wissenschaftssprache Englisch stattfand. „Außerdem wurde die fachliche Eignung begutachtet. Und in erster Linie ging es um die Frage der Motivation. Denn wer wirklich will, kann sich auch den Fachwortschatz schnell aneignen“, erzählt er. Fritz Deufel zeigte, dass er kann und will – er ergatterte einen der 15 Plätze der deutschen Seite.

Finanziell konnte der Student im ersten Jahr nicht nur auf eine Mobilitätshilfe der deutsch-französischen Hochschule in Höhe von 270 Euro zählen, sondern erhielt auch das französische Wohngeld, wodurch er seine Ausgaben gut bestreiten konnte. In Deutschland wohnt er im Studentenwohnheim und wird von seinen Eltern unterstützt, da er nicht BAföG-berechtigt ist.

Naturwissenschaften und Kulturen

Der Fokus seines Studiums lag auf den Fachkenntnissen. „Physik, Chemie und die Laborpraktika machen etwa 80 Prozent des Studiums aus – schließlich erwerben wir am Ende einen gleichwertigen deutschen und französischen Chemie-Bachelorabschluss“, sagt Fritz Deufel.

Ergänzt wird das Studium durch interkulturelle Module, in denen es beispielsweise um kulturelle Unterschiede, die Geschichte der Schweiz oder die Entstehung und die Funktionen der EU ging. Diese und weitere Module, etwa zu Präsentationstechniken, Teammanagement oder Bewerbungsmethoden im europäischen Kontext, sollen später den Einstieg ins internationale Berufsleben erleichtern.

Projektarbeit schweißt zusammen

Das erste Jahr des Bachelors fand in Frankreich statt. Die Fachmodule wurden auf Französisch und die interkulturellen Module auf Deutsch unterrichtet. „Anfangs waren die Deutschen eher unter sich. Doch bereits in der Einführungswoche kamen wir mit den französischen Kommilitonen zusammen und es entstand unter uns 26 ein unglaublicher Zusammenhalt“, erzählt Fritz Deufel begeistert. Man spreche untereinander Deutsch und Französisch, teilweise auch eine Mischung.

Besonders hilfreich für den Austausch untereinander findet der Student Projekte wie das deutsch-französische Sprachtandem: „In diesem steht uns eine gewisse Anzahl an Wochenstunden zur Verfügung, um zu zweit zu einem selbst gewählten Schwerpunkt an unserer Sprache zu feilen. Ich habe im ersten Jahr im Unisport Karate trainiert und deshalb mit meinem Partner die Wörter für die Körperteile erarbeitet. Andere haben sich auf den Fachwortschatz, die Grammatik oder die Kultur des anderen Landes fokussiert“, erzählt Fritz Deufel.

Erst in Frankreich, dann in Deutschland

Das Hochschulsystem in Frankreich ist deutlich verschulter als in Deutschland, weiß der 20-Jährige: „Das hat mir den Übergang ins Studium erleichtert. Es gab eine Anwesenheitspflicht und wir verbrachten viel Zeit an der Universität. Zu den Vorlesungen gab es Übungsstunden. wir waren also gut betreut.“

Um ins zweite Jahr übergehen zu können, mussten die Studierenden die Prüfungen im ersten Jahr bestehen. Wem dies gelang, wechselte dann mit dem kompletten Jahrgang an die deutsche Hochschule, wo die Fachkurse auf Deutsch und die interkulturellen Module auf Französisch stattfanden. Hier wurde die Gruppe auch mit anderen Studierenden durchmischt. „In Deutschland ist das System wesentlich offener: Wir können uns die Zeit selbst einteilen und müssen uns zusätzliches Wissen durch Lehrbücher aneignen, was mehr Verantwortung mit sich bringt“, erklärt er.

Im dritten Jahr haben die Studierenden die Wahl, ob sie ihr Studium in Deutschland fortsetzen, zurück an die französische Universität gehen oder an eine praxisorientierte Ingenieursschule in Frankreich wechseln.

Gute Aussichten

Fritz Deufel möchte nach seinem Abschluss im grenzüberschreitenden Bachelor auf jeden Fall einen Master machen. Dafür zieht es ihn womöglich wieder ins Ausland: Ihn reizt der englischsprachige Chemiestudiengang der Universität Uppsala in Schweden, „weil Englisch als Wissenschaftssprache eine große Bedeutung hat und ich gerne noch einen anderen Kulturraum kennenlernen möchte“. Auch die Promotion und der Weg in die Forschung könnte sich der 20-Jährige gut vorstellen. „Aber erst mal abwarten, welche Aspekte ich im Laufe des Studiums noch kennenlerne“, fügt er an.


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Stand: 20.06.2019