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Studentischer Pionier

Nahaufnahme eines Programmiercodes
Um die Technologie hinter Kryptowährungen wie dem Bitcoin zu verstehen, sind mathematisches Verständnis und technisches Wissen notwendig.
Foto: Martin Rehm
Thema der Woche

Blockchain & Distributed Ledger Technologies

Studentischer Pionier

Christoph Menzer (32) absolviert an der Hochschule Mittweida den Masterstudiengang „Blockchain & Distributed Ledger Technologies“. Eine wichtige Grundlage ist dabei sein abgeschlossenes Informatikstudium.

Christoph Menzer ist so etwas wie ein Pionier – zumindest in studentischer Hinsicht. Denn er gehört zu dem allerersten Jahrgang eines brandneuen Studienganges. Der 32-Jährige studiert an der Hochschule Mittweida in Sachsen „Blockchain & Distributed Ledger Technologies“. Dieses Studium ist bundesweit eine Seltenheit, schließlich gibt es in Deutschland bisher nur sehr wenige Studienangebote zu Blockchains.

Trotzdem hatte Christoph Menzer in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit der Thematik zu tun: Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker holte er zunächst sein Abitur nach, bevor er dann an der Hochschule Mittweida ein Informatikstudium mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit begann. Schon in dieser Zeit stand ein Modul zu Blockchains auf dem Lehrplan, in dem es speziell um die Kryptowährung Bitcoins ging.

Technische Grundlagen sind sehr wichtig

Ein Porträt-Foto von Christoph Menzer

Christoph Menzer

Foto: privat

Gegen Ende des Bachelorstudiums entschied sich Christoph Menzer, sein mehrwöchiges Pflichtpraktikum bei einem großen Unternehmen im IT-Bereich zu absolvieren. „Dort gab es mehrere Projekte mit Blockchain-Bezug“, erinnert er sich. Das fand der Student so interessant, dass er schließlich auch seine Bachelorarbeit in diesem Unternehmen schrieb. „Ich habe anhand eines konkreten Kunden evaluiert, wie dieser die Blockchain-Technologie einsetzen könnte.“

Damals erfuhr er auch von dem neuen Masterstudiengang, den die Hochschule zum Herbst 2018 starten wollte. „Ich wollte mich intensiver mit Blockchains beschäftigen und verstehen, wie sie genau funktionieren, welche Technologien es dabei gibt und wie diese zusammenwirken“, erinnert sich Christoph Menzer. Das Bachelorstudium der Informatik habe ein gutes Grundlagenwissen vermittelt. „Mit dem Master erhoffe ich mir nun aber ein tieferes Verständnis, die Thematik interessiert mich sehr.“

Für das Studium sind vier Fachsemester geplant. In den ersten beiden steht viel Theorie in Form von Vorlesungen und Seminaren an. „Mathematik ist dabei sehr wichtig, beispielsweise für die ‚Grundlagen der Kryptologie‘“, sagt der 32-Jährige. Außerdem gibt es Schwerpunkte zu Blockchains sowie Wahlpflichtmodule. Christoph Menzer belegte etwa „Entrepreneurship & Digital Innovation Management“. In diesem Fach ging es um Gründungsfragen, während im „IT-Recht“ juristische Fragen im Zusammenhang mit Blockchains besprochen wurden. Weitere Angebote sind technische Aspekte wie Supply Chain, also logistische Lieferketten, oder das Internet der Dinge (IoT), wie in Smart Homes.

Nächster Schritt: Pflichtpraktikum

„Gleich zu Beginn des Studiums ist schnell klar geworden, wie wichtig für uns Studierende ein technischer Hintergrund ist, um mit den Studieninhalten mitzukommen“, erklärt Christoph Menzer. Auch deswegen sei ein Studium der Informatik oder eines verwandten Studiengangs die entscheidende Zulassungsvoraussetzung für den Master.

Für das nächste Semester ist ein Pflichtpraktikum in einem Unternehmen oder an der Hochschule geplant. Christoph Menzer wird dies wahrscheinlich beim Blockchain Competence Center Mittweida (BCCM) absolvieren. Das BCCM gehört zur Fakultät der Angewandten Computer- und Biowissenschaften und gilt als wichtiger Ansprech- und Entwicklungspartner für Institutionen und Unternehmen der Finanzwirtschaft, der Politik und des Staatswesens. Zwischen dem BCCM und dem Masterstudium „Blockchain & Distributed Ledger Technologies“ gibt es eine enge Kooperation: So sind etwa Experten als Dozenten an der Hochschule tätig. Und die Studierenden haben die Möglichkeit, im vierten Semester ihre Abschlussarbeit am BCCM zu schreiben. Was den Berufsweg nach seinem Masterabschluss betrifft, hat Christoph Menzer derzeit noch kein festes Ziel vor Augen. Mit seinem Blockchain-Master bietet sich ihm sicher ein interessantes Beschäftigungsfeld mit Wachstumspotenzial.

abi>> 09.04.2019