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Studium für kreative Gestalter

Junge Frau sitzt an einem Schreibtisch vor ihrem Computer und bearbeitet Bilder.
Der Studiengang Kommunikationsdesign an der Hochschule Mannheim ist sehr praxisbezogen - fast jeder Kurs endet mit einer praktischen Arbeit.
Foto: Julien Fertl
Thema der Woche

Kommunikationsdesign

Studium für kreative Gestalter

In ihrem Kommunikationsdesignstudium an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim arbeitet Fiona Oehler (22) mit den verschiedensten Medien und Materialien. Zwar richtet sich der Studiengang an künstlerisch begabte Bewerber, doch geht es dabei um viel mehr, als um das Gestalten zu rein ästhetischen Zwecken.

Kommunikationsdesign bedeutet, Informationen medienübergreifend und auf unterschiedlichste Art und Weise aufzubereiten und zu vermitteln. Das ist viel mehr als die rein ästhetische Gestaltung von Plakaten, Corporate Designs oder Broschüren“, erklärt Fiona Oehler, die im siebten Semester schon in den letzten Zügen ihres Bachelorstudiums ist. Diese Vielfalt war es letztendlich auch, die den Ausschlag zur Wahl des Studiengangs gab. „Schon in der Schulzeit hatte sich herauskristallisiert, dass ich später im kreativen Bereich tätig sein möchte. Ein anderes Gebiet kam eigentlich nie infrage.“

Bereits bei der Bewerbung musste die Studentin den hohen Anforderungen des Studienfachs gerecht werden und neben einem Studienmotivationsschreiben auch einen sogenannten „Nachweis der künstlerischen Eignung“ erbringen. Dabei handelt es sich um eine Mappe mit Arbeitsproben wie Zeichnungen, Skizzen, oder Fotografien. Nachdem sie diese eingereicht hatte, wurde sie zur Eignungsprüfung eingeladen. Diese bestand neben einem Test mit kurzen Aufgaben und Kreativitätsproben aus einem gestalterischen Part, für den sie mehrere Stunden Zeit hatte. „Ich bekam die Aufgabe, das Zitat ‚Lieber einen Knick in der Karriere als im Rückgrat‘ visuell in Form eines Storyboards umsetzen, das heißt ich habe das Konzept einer kurzen Geschichte visuell und zeichnerisch dargestellt“, erklärt Fiona Oehler.

Eigene Schwerpunkte setzen

Ein Porträt-Foto von Fiona Oehler

Fiona Oehler

Foto: privat

Um optimal auf den späteren Beruf vorbereitet zu sein, ist das Studium sehr praxisbezogen. Fast jeder Kurs endet mit einer praktischen Arbeit. „Meist kreieren wir etwas Praxisbezogenes wie ein Magazin oder eine Fotostrecke, parallel dazu werden Theorien und Vorgehensweisen vermittelt“, erzählt die 22-Jährige. Die Studierenden können zum Beispiel aus den Bereichen Editorial Design und Typografie, Brand Design, Fotografie und Film, Animation und 3-D oder Advertising Design wählen. Editorial Design dreht sich vorrangig um das Gestalten von Zeitschriften und Magazinen, wobei es beim Brand Design eher um die visuelle Gestaltung einer unternehmerischen Vision geht. Advertising Design lehrt die verfügbaren Medien und Werbekanäle fachgerecht zu bespielen. Nach zwei Semestern Grundstudium konzentrierte sich Fiona Oehler auf Typografie und Printmedien – also hauptsächlich Editorial Design – sowie auf die Fotografie.

Zusätzlich stellt sie sich in jedem Semester einer Herausforderung. „Um mich weiterzuentwickeln, wähle ich jeweils einen Kurs, der außerhalb meiner Komfortzone liegt.“ So fand sie sich zum Beispiel im Kurs „Generatives Gestalten mit Processing“ wieder. Hierbei werden Bilder oder Animationen auf der Grundlage einer Programmiersprache und Algorithmen erzeugt.

Selbstständigkeit als Ziel

Auch außerhalb der vorgegebenen Kurse hat die Studentin die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Mehrfach war sie schon (Chef-)Redakteurin des „komma“-Magazins, das die Studierenden der Fakultät für Gestaltung ehrenamtlich herausgeben. „Da die Arbeit nicht allein während des Semesters zu stemmen ist, arbeiten wir in den Ferien vier bis fünf Tage pro Woche daran. Das ist eine sehr schöne Möglichkeit, auch nebenher praktisch zu arbeiten und etwas ‚Echtes‘ zu kreieren.“

Ihre Bachelorarbeit will Fiona Oehler Mitte des Jahres abschließen und sich anschließend für ein Masterstudium bewerben. Zudem arbeitet sie momentan neben dem Studium für ein Wiener Designstudio, bei welchem sie auch ihr Praxissemester absolviert hat. „Langfristig gefällt mir die Idee, mich selbstständig zu machen, nachdem ich einige Jahre Berufserfahrungen gesammelt habe – hoffentlich auch im Ausland. Hier steht London als Traumziel ganz oben auf meiner Liste.“

abi>> 11.02.2019