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Psychotherapeuten im Nordirak

Neuer Studiengang

Psychotherapeuten im Nordirak

Hunderttausende Geflüchtete leben im Nordirak, zum Teil stark traumatisiert. Um den Betroffenen psychotherapeutische Hilfe zu leisten, baut Professor Jan Kizilhan, Psychologe und Traumatologe an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), seit 2017 einen neuen Studiengang auf.

Der Bedarf an Psychotherapie in Flüchtlingsregionen ist riesig: Wer mit Krieg und Todesfällen konfrontiert wird, hat oft Schwierigkeiten, das Erlebte zu verarbeiten. In der irakischen 2-Millionenstadt Dohuk gibt es lediglich eine Handvoll ausgebildeter Psychotherapeuten. Professor Jan Kizilhan, erfahrener Psychologe und Traumatologe sowie Leiter des Instituts für transkulturelle Gesundheitsforschung an der DHBW, rief zusammen mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) einen Studiengang ins Leben. Die Studierenden erhalten nach drei Jahren ihren Master in Psychotherapie und Psychotraumatologie sowie eine entsprechende berufliche Zulassung. Die Ausbildung erfolgt dabei nach dem deutschen Psychotherapeutengesetz. Zusätzlich wird die Hälfte der Teilnehmenden didaktisch geschult, sodass sie ihr Wissen als Dozenten weitervermitteln können.

Ende 2019 werden die ersten 28 Psychotherapeuten ihr Studium abschließen. Nach ihrem Abschluss werden die Teilnehmenden mindestens vier Jahre im Irak arbeiten. Ein langfristiges Ziel ist es, auch in anderen Krisengebieten therapeutische Möglichkeiten zu gewährleisten. 

Mehr Infos

Deutscher Akademischer Austauschdienst

www.daad.de

abi>> 08.05.2019

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