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Zwischen Schule und Beruf

Druck

Nachdem ich 2013 mein erstes Studium abgebrochen hatte, spürte ich zum ersten Mal wirklich Druck. Was fange ich nun mit meinem Leben an? Ich bin nicht dumm und weiß vor allem, was ich NICHT möchte. Das Problem ist eher, dass ich nie wusste, WAS ich will. Bis heute ist das meine größte Schwäche. Ich habe viele Interessen und Fähigkeiten, sodass einige Berufe infrage kommen würden. Aber dann denke ich: Möchte ich das für den Rest meines Lebens machen? Dabei ist das ja eigentlich nicht wahr. Niemand zwingt mich einen Beruf 50 Jahre lang auszuüben – man kann sich immer wieder verändern.
Nach Abschluss meiner Ausbildung habe ich definitiv Erleichterung gespürt, endlich etwas Handfestes vorweisen zu können – nicht vor meiner Familie, sondern vor allem vor mir selbst. Als ich den Entschluss gefasst hatte, nicht in meinem gelernten Beruf zu arbeiten, entstand wieder Druck – mehr in mir als von außen, auch wenn natürlich einige intervenieren wollten.
Und nun, nach Abbruch meines zweiten Studiums, wird es nicht besser. Ich habe es nicht geschafft, in diesem Jahr noch eine zweite Ausbildung anzufangen und muss nun ein weiteres Jahr überbrücken, in der Hoffnung, dass es dann nächstes Jahr klappt. Ich gehe nun langsam auf die 30 zu, bin nicht verheiratet und habe keine Kinder. Nur eine abgeschlossene Ausbildung, in der ich nicht arbeiten möchte.
Bin ich zu streng mit mir? Niemand sagt, dass ich bis 30 alles erledigt haben und mit beiden Beinen fest im Leben stehen muss. Nur meine kleine, innere Stimme hört nicht auf, mir das immer wieder einreden zu wollen.

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 27, 2018
Autor: Nina
Rubrik: orientieren
Aug 27, 2018

Zwischen Schule und Beruf

Bewerbungen schreiben

Um den Job zu bekommen, den man wirklich will, sollte man sich ernsthaft mit sich selbst auseinandersetzen. Man muss bereit sein, etwas zu verändern, sich mit seinen Wünschen befassen und mutig sein. Nochmal eine neue Ausbildung zu beginnen, gerade in meinem Alter, ist nichts, was man unüberlegt tut. Obwohl ich alle Bewerbungsunterlagen bereits fertig hatte, habe ich mich lange nicht getraut, sie abzuschicken.
Ende Juni hatte ich den Entschluss gefasst, mein Leben zu ändern, da ich mit meinem Studium unzufrieden war. Ich habe nach verschiedenen Möglichkeiten geschaut und etwas gefunden, was mich wirklich interessiert: Fachkraft für Lebensmitteltechnik in Forschung und Entwicklung. Da ich während meines Studiums schon einige Erfahrung in Labor und Forschung sammeln konnte, hat mich die Ausbildung wirklich angesprochen und fasziniert. Also habe ich mich mit zwei Freunden zusammengesetzt und ein wirklich tolles Anschreiben verfasst. Da ich bei meiner Wunschfirma eine Absage bekommen habe, zumindest für dieses Jahr, habe ich mich vor einigen Tagen bei einem anderen Unternehmen beworben – auch wenn es erst für 2019 sein wird.
Ich drücke mir jetzt also einfach mal selbst die Daumen. Beide Betriebe machen einen guten Eindruck und auch wenn es nur zwei Bewerbungen sind, bin ich guter Dinge!

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 16, 2018
Autor: Nina
Rubrik: orientieren
Aug 16, 2018

Zwischen Schule und Beruf

Zwischen Warten und Wandel

Da war er endlich: der langersehnte Anruf der Firma, bei der ich mich für meine zweite Ausbildung, dieses Mal für die zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik, beworben hatte. Wie lang vier Wochen wirken können, weiß man, wenn man auf etwas wartet.
Dann kam die ernüchternde Nachricht: Wie ich befürchtet hatte, klappt es dieses Jahr nicht mehr. Aber für nächstes Jahr darf ich mich gerne noch einmal bewerben. Das ist einerseits sehr nett, aber andererseits bin ich dann 28 Jahre alt, wenn die Ausbildung losgehen soll – in meinen Augen ziemlich alt. Schon während meiner ersten Ausbildung gehörte ich zu den ältesten Azubis – und das mit nur 24 Jahren.
Nun heißt es also: Plan erstellen. Wenn ich die Ausbildung 2019 wirklich starten möchte, muss ich mir eben überlegen, was ich bis dahin mit meiner Zeit anfange. Weiter im Kino arbeiten als ungelernte und nicht gut bezahlte Fachkraft? Oder nach einem anderen Job Ausschau halten? Auch wenn es sich nur um einen Job für ein Jahr handelt – wenn mir der Job nicht gefällt, kann sich das Jahr sehr ziehen.
Mir stehen also wieder lange Nächte bevor, tagelanges Grübeln, Gespräche mit Freunden und Mama beraten und letztendlich eine Entscheidung für mich. Ich stehe nun also im Schwebezustand zwischen Studium, Beruf und Ausbildung, zwischen Warten und Wandel. Wo es mich genau hinführen wird, kann ich noch nicht sagen. Aber ich werde geduldig sein und für meinen Traumjob kämpfen.

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 10, 2018
Autor: Nina
Rubrik: orientieren
Aug 10, 2018