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Au-pair

Wege trennen sich

„Glaubst du, dass du uns vermissen wirst?", fragte mich eine sehr gute Freundin vor ein paar Monaten. „Hm, nein, schließlich gibt es das Internet. Man kann sich doch täglich Mails schreiben", lautete meine Antwort. Schön, wenn ich diese Antwort auch heute noch geben könnte. Vor ein paar Tagen habe ich mich von meinen besten Freunden verabschiedet und da ist, trotz aller Bemühungen, die eine oder andere Träne geflossen.

Der Hauptgrund dafür ist jedoch, dass unsere Wege sich jetzt, wo wir das Abitur in der Tasche haben, trennen werden. Zwei meiner besten Freundinnen gehen nach München, wiederum andere zieht es in den hohen Norden ... Na ja und ich gehe nach Amerika. Natürlich nehmen wir uns ganz fest vor, in Kontakt zu bleiben, aber was ist, wenn ich wieder in Deutschland bin? Meine alte Clique wird nicht mehr da sein und ich werde erst einmal allein da stehen. Es wird sicher komisch werden, an Orte zu kommen, an denen ich mit meinen Freunden gewesen bin oder in unserem Stammcafe einen „einsamen" Kaffee zu trinken.

Während die anderen irgendwo verstreut in Deutschland bereits mitten im Studium oder in der Ausbildung stecken, werde ich meinen Weg erst wieder neu finden müssen. Aber ich denke positiv: In meinem Au-pair Jahr werde ich bestimmt so viele positive Erfahrungen machen und Dinge erleben, von denen ich wohl noch meinen Enkeln erzählen werde. Dafür fange ich mein Studium gerne ein Jahr später an. Schließlich macht man so eine Erfahrung nur einmal im Leben und es gibt sicher keinen besseren Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt, als direkt nach dem Abitur.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 22, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 22, 2008

Au-pair

Training im Hotel

„Holt dich deine Gastmutter vom Flughafen ab?" Wie oft ich diese Frage schon gehört habe. „Nein, wir Au-pairs werden von Shuttle-Bussen abgeholt, die uns ins Hotel bringen." „Ins Hotel? Warum ins Hotel?" Ganz einfach: Bevor das Au-pair Jahr richtig beginnt, müssen alle Au-pairs ein Seminar machen. Die ersten drei Tage in Amerika werden wir intensiv auf Kulturschocks vorbereitet und „Au-pair fit" gemacht. Acht Stunden am Tag werden hunderte Au-pairs in riesigen Schulungsräumen eines luxuriösen Hotels in New Jersey, nur acht Meilen außerhalb von New York City, Unterricht in Sachen Kinderbetreuung bekommen. Aber auch das normale Leben eines Amerikaners wird unter die Lupe genommen. Welche Traditionen und Feiertage gibt es? Wie viel Trinkgeld gibt man einem Kellner oder Taxifahrer? Außerdem findet ein Erste Hilfe-Kurs statt.

Es werden bestimmt drei sehr anstrengende, aber auch sehr interessante Tage werden. Das Hotel hat es jedenfalls in sich: Es beinhaltet sowohl drei Restaurants, darunter ein Starbucks,  einen Swimmingpool, eine Sauna ... Das wichtigste jedoch ist, dass es auf jedem Zimmer einen Internetanschluss gibt. So kann man jederzeit E-Mails nach Deutschland verschicken. In einem Hotelzimmer werden drei Au-pairs untergebracht. Hoffentlich werde ich mich mit den anderen Mädels gut verstehen. Am dritten Tag schließlich geht es zur Gastfamilie.

Gut, dass ich nach New Jersey komme, so wird mich meine Gastmutter abholen. Andere haben es da nicht so gut. Denn manche müssen noch einmal in den Flieger steigen, damit ihr Au-pair Jahr endlich so richtig beginnen kann.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 15, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 15, 2008

Au-pair

Mein Flug wurde gebucht!

Jetzt ist es wirklich bald soweit: Meine Au-pair Agentur hat mir mein Flugticket und all die anderen wichtigen Unterlagen für den Flug und die Einreise in die USA zugeschickt. Dazu zählen unter anderem ein Au-pair Anstecker als Erkennungszeichen für die anderen Au-pairs am Flughafen, Adress-Schilder für die beiden Koffer, eine Check-Liste aller wichtigen Dokumente (z.B. Visum, Reisepass) und auch eine Liste aller anderen Au-pairs, die in denselben Flieger steigen werden. Auf dieser Liste steht sowohl Name als auchTelefonnummer der zukünftigen Kolleginnen. Somit kann man schon einmal Kontakt zueinander aufnehmen.

Wow, es sind 54 Au-pairs. Na, das wird ein Spaß. Da wird bestimmt schon die eine oder andere Freundschaft geschlossen.  Doch was ist, wenn die neue beste „Au-pair Freundin" ans andere Ende der USA platziert wurde? Na ja, mir kann das eigentlich nicht passieren, schließlich bin ich mit meiner besten „Au-pair Freundin" bereits seit einigen Monaten in Kontakt. Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht telefonieren oder E-Mails austauschen.

Jetzt kann es wirklich losgehen. Aber was soll ich bloß alles mitnehmen? Oder besser: Was soll ich schweren Herzens zurücklassen? Zwei Koffer à 22 Kilogramm, eine kleine Handtasche und ein zusätzliches Handgepäck sind erlaubt. Noch bin ich mir unsicher, ob das nun besonders viel, oder eher wenig ist. Das werde ich wohl erst herausfinden, wenn ich angefangen habe, zu packen und der „Koffer auf die Waage-Krimi" losgeht ...

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jul 10, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jul 10, 2008