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Au-pair

Im Visumstress Teil 1

Theoretisch stehen mir die Türen nach Amerika bereits offen: Durch eine Agentur habe ich nach monatelangem Suchen eine Gastfamilie gefunden und auch die Programmgebühr von 475 Euro habe ich bereits gezahlt. Doch einen entscheidenden Schritt muss ich noch gehen: Ich muss mich persönlich bei der Amerikanischen Botschaft um ein Visum bewerben. Doch gibt es mehrere Botschaften in Deutschland, bekomme ich „einfach" eine Botschaft zugewiesen und brauche ich einen Termin?

Zum Glück hat mir die Au-pair Agentur alle wichtigen Visa-Informationen samt Formulare und Ausfüllhilfe zugesandt. Da kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Wow, wirklich eine Menge Angaben, die ich machen muss.

Wie heißen meine Geschwister? Wie lauten deren Telefonnummern? Welche Schulen habe ich besucht? Das sind nur die harmlosesten persönlichen Angaben. Unter anderem muss ich erklären, dass ich vorhabe, die USA nach dem Au-pair Jahr wieder zu verlassen und auch zwei, mit mir nicht verwandte Personen, die meine Identität im Zweifelsfall bestätigen können, muss ich nennen. Natürlich fällt auch noch eine Gebühr in Höhe von derzeit „nur" 89,08 Euro an. Da habe ich wirklich Glück, denn die Höhe der Gebühr ändert sich regelmäßig, sie lag schon einmal bei über 100 Euro.

Ein Visa-gerechtes Foto muss ich auch noch beilegen. Jedoch mit völlig für ein Passfoto unüblichen Eigenschaften: Quadratisch, weißer Hintergrund, ohrenfrei ... Ob ich einen Fotografen finde, der mich Visa-gerecht ablichtet?

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 29, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 29, 2008

Au-pair

"Ghosttown"

Jetzt ist es offiziell: Anfang Juli werde ich das Flugzeug in Richtung New York City besteigen. Mein Weg führt mich in eine so genannte „Ghosttown", wie mir meine Gastmutter erzählt hat.

In Amerika soll es unendlich viele Geisterstädte geben. Das sind Vororte der großen Metropolen der USA. Die Bewohner arbeiten tagsüber in der Großstadt und schlafen nachts in dem Vorort. 70 Prozent der Einwohner meiner neuen Heimatstadt arbeiten in New York und das heißt: Bin ich tagsüber mit meinen beiden Gastkindern unterwegs, sollte ich nicht damit rechnen, all zu viele meiner Nachbarn anzutreffen.

In Amerika ist dieses Phänomen sehr weit verbreitet. Kein Wunder, es muss unbezahlbar sein, direkt in einer Weltstadt wie New York City oder San Francisco zu leben. Aber für ein Au-pair wie mich ist dieses Phänomen sicher kein Nachteil. Mit der Taschengelderhöhung von ungefähr 160 Dollars auf über 175 Dollars pro Woche, die von der US-Regierung festgelegt wurde, kann ich es mir sicherlich leisten, an jedem freien Tag nach New York zu fahren und auch die überwiegend freien Wochenenden bieten sich für Ausflüge an.

Von vielen anderen Au-pairs habe ich im Forum erfahren, dass sie mit dem Taschengeld sogar so gut auskommen, dass sie fast die Hälfte zum Sparen für größere Reisen auf die Seite legen können. Na, dann kann der Urlaub ja kommen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 27, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 27, 2008

Au-pair

Zu zweit besser als allein

Als ich neulich im Internet in meinem Au-pair room rumgestöbert habe, staunte ich nicht schlecht: Es gibt doch wirklich noch ein Au-pair, dass am selben Tag wie ich ausreist und deren Gastfamilie in der selben kleinen Stadt wohnt, wie meine.

Was genau ein Au-pair room ist? Jedes Au-pair bekommt von seiner Vermittlungs-Agentur eine eigene Seite im Internet, in der nicht nur viele Informationen über die Gastfamilie und die USA stehen, sondern auch eine Liste aller anderen Au-pairs, die in derselben Region platziert wurden, wie man selbst. In "meiner" Region sind über 90 Au-pairs aus allen Ländern der Welt. Und dann auch noch ein weiteres deutsches Mädchen. Das ist wirklich ein großer Zufall, schließlich gehe ich nicht in eine Großstadt, sondern „nur" in eine 10.000 Einwohnerstadt, deren Namen bestimmt kaum jemandem bekannt ist.

In meinem Fall hatte ich wirklich Glück, denn jetzt bin ich schon seit einigen Tagen im Kontakt mit meiner zukünftigen Nachbarin, die nur fünf Minuten von meinem neuen Zuhause entfernt wohnen wird. Es ist wirklich schön, bereits eine „Kollegin" zu kennen. Wir sind schon eifrig am Pläne schmieden, wohin unser erster Wochenendausflug gehen soll. Ins zwei Stunden entfernte Philadelphia, oder doch lieber nach Boston, dreieinhalb Stunden entfernt?

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 23, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 23, 2008