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Zwischen Schule und Beruf

Meine Berufspläne? Hm, mal überlegen ...

„Und, weißt du jetzt endlich, was du nach dem Abitur machen willst?" Mit dieser Frage hatte es meine Mutter doch wirklich gewagt, mich aus meinem „Morgenmuffel-Trance-Zustand" zu wecken.

„Ich meine nach deinem Au-pair Jahr", ergänzte sie zu meiner Beruhigung. Hätte mich auch gewundert, wenn sie das vergessen hätte, schließlich arbeitete ich Monate an meiner Bewerbung. „Darum werde ich mich kümmern, wenn ich aus Amerika zurück bin." So, diese Antwort besänftigt sie bestimmt, wagte ich zu hoffen, doch ich hatte mich zu früh gefreut.

„Das kann doch nicht wahr sein, das ist viel zu spät, du musst dich mindestens ein Jahr vorher..." Oh nein, ich darf gar nicht an ihre dreißigminütige Predigt denken. „Informier dich, geh zur Studienberatung...", all die guten Ratschläge, wie man sie von Eltern kennt. - Und ich dachte wirklich, mir blieben sie erspart, Irrtum!

Hm, irgendwie hat sie ja Recht, ich müsste mir wirklich langsam Gedanken machen, was ich beruflich machen möchte und auch, welchen Ausbildungsweg ich gehen möchte. Mein Au-pair Jahr ist schließlich auch irgendwann einmal vorbei.

Will ich schnelle finanzielle Unabhängigkeit? Praxisnähe? Dann sollte ich mich um einen Ausbildungsplatz kümmern. Will ich die Chance auf eine höhere Berufsposition? Später mehr Gehalt? Mehr Theorie in der Ausbildung? Dann sollte ich mich eher über das Studienangebot informieren. Und ich dachte, ich könnte dieser Frage mit meinem Jahr Auszeit erst einmal aus dem Weg gehen...

„Der frühe Vogel fängt den Wurm", meinte meine Mutter. „Du hast ja Recht, lieber zu früh als zu spät informieren", gab ich schließlich zu. - Und meine Mutter war beruhigt.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Feb 6, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Feb 6, 2008

Zwischen Schule & Beruf

Vorsicht, Ansteckungsgefahr

Ihr seid Schüler und wollt wie ich nach dem Abi ins Ausland? Ihr könnt es kaum erwarten, euren Freunden davon zu erzählen? So ging es mir auch. Schon in der 11. Klasse habe ich vor mir hergeträumt.

 „Nach der Schule geh' ich als Au- pair nach Amerika."

„Ja, ja und ich geh' als freiwilliger Helfer nach Afrika zu den wilden Tieren", so ähnlich lauteten damals noch die Antworten meiner Mitschüler. - Sie haben einfach nicht geglaubt, dass ich es wirklich durchziehen werde. Bis ich vor einigen Monaten wieder damit anfing.

„Ich habe im Kindergarten gearbeitet."

„Während der Sommerferien? Warum das denn?"

„Das habe ich euch doch schon einmal erzählt, weil ich als Au-pair in die USA will"

„Echt? Hätte nicht gedacht, dass du das wirklich machst."

Je mehr ich davon sprach, desto größer wurden die Augen meiner Mitschüler.

„Ich habe meine Bewerbung fertig." „Meine Bewerbung ist schon in Amerika."

„Ich will auch", sagte Martha auf einmal und andere Mädchen aus meiner Klasse schlossen sich ihren Wunsch an.

„Ja, wir alle werden als Au-pair nach Amerika gehen", träumten nun meine Mitschülerinnen. 

Meinen Traum habe ich ja bereits in Angriff genommen. Einige überlegen inzwischen ernsthaft, „mit mir" nach Amerika zu gehen. Mal schauen, ob auch meine Mitschüler es so ernst meinen, wie ich.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 31, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 31, 2008

Zwischen Schule & Beruf

Juhu, meine Bewerbung ist auf dem Weg nach Amerika!

Seit gestern ist es amtlich: Ich wurde offiziell als Au- pair Bewerberin akzeptiert. Als ich gestern nach Hause kam, sah ich einen Umschlag auf meinem Schreibtisch liegen. Absender: Die Au- pair Agentur aus Berlin. „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können..." Juhu, ab jetzt brauchte ich gar nicht mehr weiterzulesen. Die Agentur hat meine Referenzgeber, unter anderem die beiden Kindergärten, bei denen ich ein Praktikum gemacht habe, geprüft und auch sonst nichts an meinen Unterlagen auszusetzen. Ich habe mir auch wirklich sehr viel Mühe beim Gestalten meiner Fotocollage und beim Schreiben des Briefes für die Gastfamilie gegeben.

„... dass Ihre Unterlagen auf dem Weg nach San Francisco sind" Wow, jetzt wird es wirklich ernst. Ich werde wirklich bald als Au-pair ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten gehen. Mal sehen, wann sich die Hauptstelle meiner Au-pair Agentur in San Francisco meldet. Ich kann es kaum erwarten, endlich mit einigen Gastfamilien zu telefonieren, um unter Ihnen meine zukünftige Gastfamilie zu finden. Mist, hätte ich nur nicht weitergelesen. „Erfahrungsgemäß melden sich die Familien frühestens 8 Wochen, bevor sie ein Au-pair brauchen" - Schade, ich kann doch erst in 9 Monaten, wenn ich mein Abitur gemacht habe, ausreisen. Und ich dachte, ich kann schon jetzt mit den Gastfamilien in Verbindung treten und damit meine Vorfreude auf Amerika steigern.

Obwohl... vielleicht ist es so ganz gut, dann habe ich wenigstens genug Zeit, mich auf mein Abitur vorzubereiten. Lernen, lernen und nochmals lernen. Nach den Abi-Prüfungen kann es dann losgehen: Nie wieder büffeln bis in die Nacht, sondern Vorfreude pur. Ja, darauf freue ich mich schon. Vorfreude vor der Vorfreude sozusagen!

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 25, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 25, 2008