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Zwischen Schule & Beruf

Arbeiten im Betriebsrat

Als ich mich im Kino zur Wahl in den Betriebsrat aufstellen ließ, hatte das vor allem einen Grund: Ich war mit dem aktuellen Betriebsrat unzufrieden.
Ich wurde also Betriebsratsmitglied und dann begann die eigentliche Arbeit: Wir haben uns mit den Themen vertraut gemacht, wurden vom Vorsitzenden angeleitet, der schon lange Jahre Erfahrung mit der Arbeit hat, und haben erste Seminare belegt. Mittlerweile macht mir die Arbeit tatsächlich Spaß. Ich merke, wie viel ein Betriebsrat bewegen kann, bei welchen Angelegenheiten der Arbeitgeber die Zustimmung des Betriebsrats braucht oder wann der Betriebsrat informiert werden muss. Die Kollegen kommen auf mich zu, fragen um Rat und ich versuche ihnen zu helfen.
Ich bin motiviert, mehr zu tun und mehr zu lernen und gehe wieder gerne zur Arbeit. Ich arbeite im Service, eine anstrengende Arbeit, die an den Nerven zehrt. Aber durch die Arbeit im Betriebsrat habe ich nun etwas Abwechslung.
Ich bin gespannt, welche Arbeit noch auf mich zukommen wird und freue mich darauf, neue Aufgaben zu übernehmen.

Zwischen Schule & Beruf

Jura - Pro und Contra

Während meiner Schulzeit habe ich ein Praktikum im Landes- und Arbeitsgericht absolviert, da ich mir vorstellen konnte, Jura zu studieren. Nach dem Praktikum war dieser Plan hinfällig, weil es doch sehr viel mehr Schreibtischarbeit war, als ich angenommen hatte.
Wegen meiner Betriebsratsarbeit im Kino nehme ich nun an einigen Seminaren teil, etwa zu Themen wie „Arbeitsrecht“ oder „Betriebsverfassungsrecht“. Der Dozent, der das erste Seminar hielt, meinte, ob ich nicht Jura studieren möchte, da mir die Themen anscheinend sehr leicht fielen und ich mich schnell in Gesetzestexte einlesen könne. Ich habe die Aussage am Rande wahrgenommen, aber keine weiteren Gedanken daran verschwendet. Aber das Seminar hat mir tatsächlich viel Spaß gemacht.
Dann hatte ich Anfang November ein weiteres Seminar und auch dort fiel auf, dass ich einen Draht zu juristischen Themen habe. Also habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt, mich mit Freunden unterhalten und mich informiert. Der Verdienst ist zum Beispiel nicht schlecht. Jura kann trocken sein – muss es aber nicht. Es kann auch sehr interessant und herausfordernd sein. Außerdem könnte ich, wenn ich mich auf Medizinrecht spezialisiere, Medizin und Jura in Einklang bringen. Oder Umweltrecht wählen, was auch ein spannender Zweig ist.
Doch sehe ich mich als Anwältin? Schaffe ich es überhaupt, acht bis zehn Semester ein Grundstudium der Rechtswissenschaften durchzuziehen? Dafür brauche ich viel Motivation. Und ich glaube das wäre mein größtes Problem: die dauerhafte Motivation.

 

Autor: Nina  |  Rubrik: orientieren  |  08.01.2019
Autor: Nina
Rubrik: orientieren
08.01.2019

Zwischen Schule & Beruf

Eine Alternative zum Medizinstudium?

Schon als Kind habe ich davon geträumt, Ärztin zu werden. Erst war Tierärztin mein Traumberuf, bis mir schmerzlich bewusst wurde, dass man dabei auch Tiere einschläfern muss. Doch den Wunsch, Ärztin zu werden, hatte ich sehr lange. Ich habe mich immer im medizinischen Bereich gesehen, was vielleicht darin liegt, dass meine Mama Krankenschwester ist. Leider hat es dann am N.c. gehakt und so habe ich den Traum, Medizin zu studieren, leider aufgeben müssen.
Aus der Not heraus entschied ich mich für ein sozialwissenschaftliches Studium, was ich aber schnell wieder abgebrochen habe. Da mir Medizin aber weiterhin nicht aus dem Kopf gehen wollte, entschied ich mich für die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, in Vorbereitung auf das Medizinstudium – gewartet hatte ich ja schon ein paar Semester. Während der Ausbildung habe ich mich dann doch gegen ein Medizinstudium entschieden, da ich in dieser Zeit viele Eindrücke vom Arbeitsalltag einer Ärztin gewinnen konnte und das nicht das war, was ich wollte.
Und nun sitze ich hier, habe mein zweites Studium abgebrochen und überlege mir, eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) anzufangen. Ich werde kein Medizinstudium schaffen, dafür bin ich nicht motiviert genug. Die Ausbildung zur OTA wäre vielleicht eine Alternative. Aber reicht mir das? Ich weiß es nicht.