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Zwischen Studium & Beruf

Transgender und Intersexualität

Als freie Journalistin habe ich schon über ganz verschiedene Themen berichtet – vom Strickwettbewerb über unsere Stadtentwicklung bis hin zu Zero Waste. Doch gerade erlebe ich zum ersten Mal, dass mir ein Thema richtig ans Herz geht. Für das Regionalmagazin, bei dem ich seit der ersten Ausgabe beschäftigt bin, schreibe ich momentan einen Artikel über Intersexualität und Transgender. Als meine Kollegin mich mit diesem Thema beauftragte, war ich sofort begeistert. Ich finde es spannend, wie sehr wir Menschen uns teilweise voneinander unterscheiden und wie wenig in den meisten Fällen darüber berichtet wird. In meinem Artikel sollte es um Menschen gehen, die sich im falschen Körper fühlen oder solche, die sich nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen.
Nachdem ich mich gründlich eingelesen und verschiedene Dokus geschaut habe, ist mir klar geworden, wie häufig das vorkommt. Allein in Deutschland leben Schätzungen zufolge über 82.500 intersexuelle Menschen. Ich kann mir kaum vorstellen, mit welchen Schwierigkeiten sie in unserer Gesellschaft täglich zu kämpfen haben. Männer- oder Frauentoilette? Muskelshirt oder Sommerkleid? Langes Haar oder Buzzcut? Wie kann es überhaupt sein, dass man sich immer und überall entscheiden muss, nur weil wir männlich und weiblich von Äußerlichkeiten abhängig machen?
Durch meine Recherche ist mir klar geworden, dass ich froh sein kann, mit meiner angeborenen biologischen Identität gefühlsmäßig übereinzustimmen und zufrieden zu sein. Es machte mich traurig, zu erfahren, welch große Ablehnung manche gegenüber ihrem äußeren Ich empfinden. Und noch viel trauriger macht mich die Tatsache, dass manche die Existenz solcher Menschen einfach verleugnen. Meine Freundin und Mitbewohnerin beispielsweise meinte letztens, dass sie Gender Studies schwachsinnig fände, weil es nun einmal nur Männlein und Weiblein und nichts dazwischen gebe. Mir dagegen ist es sehr wichtig, jedem Menschen ohne Vorurteile zu begegnen und nicht bloß in Schwarz-Weiß-Mustern zu denken.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Apr 9, 2018

Zwischen Studium & Beruf

Cool bleiben

Es gibt Tage, da läuft alles wie am Schnürchen. Und dann kommt es dir plötzlich so vor, als hätte sich alles und jeder gegen dich verschworen.
Gestern hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch in München. Tagelang habe ich mich mit typischen Fragen darauf vorbereitet, habe mir neue Schuhe gekauft, mich schick gemacht – und habe mich wohl gefühlt. Deshalb war ich auf dem Weg zu meinem Termin auch kaum aufgeregt. Doch dann der Super-GAU: Als ich zur Tram-Haltestelle kam, stand an der Anzeige, dass sich die Bahn wegen eines Verkehrsunfalls auf unbestimmte Zeit verspätet. Mist! Dabei wollte ich doch mindestens zehn Minuten früher da sein, um mich noch ein wenig umschauen zu können! Ein Blick auf Google Maps verriet mir außerdem, dass bis zu meinem Ziel noch 1,4 Kilometer vor mir lagen, wofür man zu Fuß etwa 18 Minuten braucht. Verdammt! Was also tun? Meine Lösung für die Misere war so simpel wie effektiv: rennen! Während ich die Straße entlang spurtete, fragte ich mich, wozu ich mich überhaupt geschminkt hatte. Und rennen in neuen Schuhen ist auch nicht das Bequemste. Trotzdem schaffte ich es pünktlich und trotz meiner Atemlosigkeit lief das Gespräch gut.
Heute Morgen dann der nächste Schock vor meinem nächsten Vorstellungsgespräch: Als ich auf mein Handy schaute, war es viertel nach acht – zwei Minuten, bevor mein Zug abfuhr! Aber wie konnte das sein, ich hatte mir doch extra zwei Wecker gestellt! Ich brach in heillose Panik aus. Meine erste Reaktion in Situationen wie dieser ist immer dieselbe: erst mal Mama anrufen. Dummerweise ist die auch nach drei Versuchen nicht rangegangen. Also probierte ich es bei meinem Freund. Zum Glück nahm er ab, bewahrte einen kühlen Kopf und suchte mir eine neue Zugverbindung heraus. Um tausend Nerven und sechzig Euro ärmer konnte ich mich endlich wieder abregen. Und wer weiß, vielleicht ist das ganze Schlamassel ja doch zu irgendwas gut? Zumindest hoffe ich das.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 23, 2018

Zwischen Studium & Beruf

Bewerbungsrunde Nummer eins

2018 wird für mich das Jahr großer Veränderungen. Erst steht das Ende meines Studiums an, dann der Umzug nach München und zu guter Letzt fange ich hoffentlich im Mai mit einem Volontariat in einer echten Traumredaktion an – so zumindest der Plan. Denn bisher hängt noch mehr in der Schwebe, als ich es mir wünschen würde. Besonders meine Jobaussichten bereiten mir Sorge. Bereits im Spätsommer habe ich eine ganze Reihe an Bewerbungen rausgeschickt und entweder keine Antwort erhalten oder die, dass ich mich Anfang des Jahres noch mal melden soll.
Mit der Jobsuche ist es eben eine verzwickte Sache. Am Anfang ist man total motiviert. Man macht schicke Bewerbungsbilder, auf denen man total professionell und selbstbewusst aussieht, sammelt Arbeitsproben und schreibt seinen Lebenslauf. Bei all der Vorbereitung kann man doch nur offen stehende Türen einrennen, oder nicht? In Wahrheit gestaltet sich das Ganze schwieriger und sobald man ernsthaft auf der Suche ist, ist der Arbeitsmarkt plötzlich wie leergefegt. All die Fragerei von Familie und Freunden, ob man nun endlich einen Job gefunden hat, ist nicht nur frustrierend, sondern bereitet einem Angst. Was, wenn ich in München am Ende arbeitslos und pleite dastehe?
Trotzdem nützt es wahrscheinlich nichts, frühzeitig den Kopf in den Sand zu stecken. Zwar kommt es mir so vor, als würde ich immer weniger finden, je länger ich suche. Dennoch bin ich bei meiner heutigen Internetrecherche zumindest auf ein paar Stellenausschreibungen gestoßen, die ganz interessant klingen. Und abgesehen davon, habe ich ja noch bis Mai Zeit, bis dahin wird sich ja wohl irgendwas ergeben – zumindest hoffe ich das. Der erste Schritt in diese Richtung werden wohl noch mehr Bewerbungen sein – und am besten fange ich genau jetzt damit an.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 6, 2018