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Medizin studieren

Die Spezialisierung kann kommen!

Während des Medizinstudiums wird wohl kaum eine Frage häufiger gestellt als: „Na, weißt du schon, wo es für dich danach hingeht?“ Dabei ist das Interesse des Fragestellers kaum ausgerichtet auf den späteren Wohnort, sondern vielmehr auf die ärztliche Spezialisierung.
Man studiert ja zunächst nur Medizin, ohne Spezialisierung. Mit Abschluss des Studiums und anschließender Approbation (die Zulassung als Arzt) ist man zunächst tatsächlich nur Arzt. Viele denken, das sei gleichbedeutend mit dem Allgemeinmediziner, was nicht stimmt. Dieser ist – wie auch Chirurg, Internist oder Augenarzt – ein Facharzt. Er ist darauf spezialisiert, Patienten zu diagnostizieren und sie an einen entsprechenden Spezialisten zu überweisen, sobald die Krankheiten seine Kompetenz überschreiten. Dabei dauert diese Ausbildung genauso lange wie die eines Chirurgen oder Herzspezialisten.
Sie beginnt mit Abschluss des Studiums. Als frisch gebackener Arzt, nicht Allgemeinarzt, ist man einfach nur Assistenzarzt ohne nennenswerte Kenntnisse in irgendeinem Fachgebiet. Diese erwirbt man als Assistenzarzt in einer Fachrichtung der eigenen Wahl.
Bei mir wird es wohl auf die Neurologie hinauslaufen, zumindest gehört sie momentan – gemeinsam mit Pädiatrie, Augenheilkunde und Anästhesie – zu meiner engeren Auswahl. Dieses Semester belege ich neben Psychiatrie auch Neurologie als großen Themenkomplex. Darauf freue ich mich sehr, da mich das Nervensystem seit den ersten Anatomiekursen vor vier Jahren fasziniert. Da ich dieses Semester auch nur die Hälfte der Kurse mache, kann ich mich hoffentlich intensiver mit dem Fach auseinandersetzen und schon eine gewisse Grundlage für meine spätere berufliche Richtung schaffen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Dec 11, 2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Dec 11, 2017

Medizin studieren

Aller Anfang ist schwer

Seit Juli war klar, dass ich mich nach einem ausführlichen Sommerurlaub wieder an meine Doktorarbeit machen muss – ein unschöner Gedanke. Doch es alles nichts und nach ein paar Tagen des Prokrastinierens setzte ich mich vor mein Laborbuch, durchforstete sämtliche Ergebnisse und versuchte, diese in schöne Abbildungen zu pressen. Dabei ärgerte ich mich sehr über mich selbst, weil ich nach meiner letzten Ergebnispräsentation geschludert und die bereits schön dargestellten Ergebnisse inkompatibel abgespeichert hatte.
Also alles noch mal machen – sehr nervig! Mein Großhirn ruhte dauerhaft, während ich versuchte, alle Beschriftungen auf eine Höhe zu bringen, Bilder gleich groß zu formatieren, die Position der Beschriftungen überall identisch zu haben und die Statistik noch mal zu überprüfen. Neben der relativ stumpfen Hin- und Herschieberei von Textfeldern in Powerpoint musste ich auch die Texte zu den Abbildungen anfertigen – eine knifflige Aufgabe, da ich die Ergebnisse hier bereits statistisch interpretieren musste.
Mehrmals schickten mein Erst- und Zweitbetreuer und ich uns die Präsentation hin und her, was meine Bemühungen doch einigermaßen zufriedenstellend abrundete. Dem vorerst letzten großen Treffen mit meinem Doktorvater vor Abgabe der Arbeit stand nichts mehr im Wege. Theoretisch jedenfalls …

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Dec 5, 2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Dec 5, 2017

Medizin studieren

Augen, nichts als Augen

Zurück in Deutschland erlebe ich einen Kulturschock! Vorbei die Zeiten des „So-lange-wie-man-will-schlafen“, des „Keine-Ahnung-wo-ich-morgen-sein-werde“, kurz: vorbei mit dem verlängerten Sommer. Trübes Münsteraner Regenwetter erwartete mich, als ich am Sonntag spät abends ankam. Beste Voraussetzungen also, um am nächsten Morgen guter Dinge und mit größter Motivation in ein zweiwöchiges Blockpraktikum zu starten.
Dem eigenen Wunsch nach durfte ich dieses in der Augenheilkunde verrichten, also einem der Fächer, welches ich im vorigen Semester belegt hatte. Schließlich geht es in den Blockpraktika darum, das im Semester Gelernte zu vertiefen. Im Gegensatz dazu stehen die Famulaturen, mehrmonatige Praktika, die man – bis zu einem gewissen Grad – nach eigenen Vorlieben aussuchen kann.
Ich war in die Ambulanz eingeteilt und sah viele Patienten – viele Augen. Es ist faszinierend, sich Augen in einer so hohen Frequenz aus nächster Nähe zu betrachten, meist durch eine Lupe, ein Mikroskop oder dank sonstiger Hilfsmittel wie der Spaltlampe, der Funduskopie für das Betrachten des Augenhintergrundes oder anderen Verfahren der Bildgebung.
So klein das Auge auch ist, merkt man doch, wie abhängig man davon ist, wenn man den Schilderungen der Patienten zuhört. Dabei ist es egal, ob das Auge „nur juckt“, weil man die Gefahr sexuell übertragbarer Krankheiten unterschätzt, seit Monaten kaum noch sehen kann, weil ein Tränenschleier vor dem Auge hängt, oder einem an Silvester ein Böller so dermaßen um die Ohren geflogen ist, dass man froh sein kann, wenn ein Auge nicht enukleiert, also herausgenommen, werden muss, sondern „tot“ in der Augenhöhle bleiben darf.
Mal sehen, was die nächsten Semester so bringen. Aber die Augenheilkunde nehme ich nach diesem Praktikum auf meine Liste möglicher Spezialisierungen auf!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Dec 1, 2017
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Dec 1, 2017