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Medizin studieren

Vier Wochen

Das ist die Zeit, in der ich wohl oder übel auf ein soziales Leben verzichten muss. Auf dem Plan steht nämlich ein Situs-Testat, wir müssen also lernen, in welchem Verhältnis die inneren Organe zueinander liegen. Wenig verwunderlich, dass man ständig belustigte und angewiderte Blicke von Nicht-Medizinern kassiert, wenn man lautstark über Treitz-Hernien, Corona Mortis und das Rectum fachsimpelt. Aber was tut man nicht alles, um einen weiteren Punkt auf dem Weg zum Anatomie-Schein abzuhaken?

Ist das geschafft, bricht die Zeit der Biochemie an. Im Angesicht des drohenden Situs-Testats stiefmütterlich behandelt, wird es einiges nachzuholen geben. Das weiß ich vor allem, seitdem neulich das passierte: Unsere Biochemie-Professorin war nach einer von ihr gestellten Frage an das Auditorium enorm geschockt ob der ideenlosen Gesichter. Dabei hatte es sich – ihrer Meinung nach zumindest – noch nicht einmal um eine sonderlich schwere Frage gehandelt. Ziemlich perplex führte sie dann ihre Vorlesung weiter und fing mich und einen Kommilitonen danach ab. Die Kern-Aussagen in der folgenden Konversation waren jedenfalls: „Warum seid ihr so schlecht?!“ Und: „Biochemie ist umfangreich, fangen Sie endlich an zu lernen, ansonsten wird es in der Klausur in drei Wochen ein böses Erwachen geben!“.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jan 31, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jan 31, 2014

Medizin studieren

Flüchtlinge in Deutschland

In letzter Zeit bekomme ich das Gefühl, dass sich ungefähr jeder zweite meiner Freunde mit Flüchtlingspolitik beschäftigt. Wäre ich nicht vom Medizinstudium so stark eingespannt, würde ich mich sicherlich auch mehr engagieren. Traurigerweise schaffe ich es nämlich wirklich nur dann, mich mit dem Thema zu beschäftigen, wenn es durch das Studium verlangt wird. Vergangenes Wochenende gab es einen Workshop zu diesem Thema, der wirklich sehr interessant war. Es ging dabei um den Verein „Leben in der Fremde e.V.“, der in den 90er Jahren in Goslar gegründet wurde. Mittlerweile sind die Asylbewerber in Goslar bei Familien oder zumindest dezentral untergebracht und haben so eine Chance, sich besser zu integrieren.

Außerdem haben wir noch gelernt wie wichtig es ist, dass gerade Ärzte über Flüchtlingspolitik Bescheid wissen, weil die Ausweisungen häufig von einer ärztlichen Untersuchung abhängen. Man sollte also gerade in solchen Fällen besonders genau hinsehen.

Später hat eine Kommilitonin noch das Leipziger „Medi Netz“ vorgestellt. Hier wird Menschen ohne Papiere geholfen, an medizinische Behandlung zu kommen, ohne dass sie an die Ausländerbehörde gemeldet werden. Diese Initiative geht von (Medizin-)studenten und Ärzten aus und hat mich schwer beeindruckt. Wenn ich das Physikum geschafft habe, will ich dort unbedingt mitmachen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jan 30, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jan 30, 2014

Medizin studieren

Ferien?

Nachdem erst mal alle Prüfungen überstanden waren, hatten wir alle das dringende Bedürfnis, feiern zu gehen. Ständig hört man von anderen (die nicht Medizin studieren), auf welch wunderbaren Partys sie waren, oder wie toll die Party noch geworden ist, auf der man sogar auch war, aber schon relativ früh gegangen ist, weil man ja am nächsten Tag noch was lernen musste.

Wie jeden Mittwoch gab es auch am Mittwoch vor Weihnachten eine Elektro-/Technoparty, die gewöhnlich sehr nett ist. Und weil wir alle so froh waren, die Prüfungen fürs erste überstanden zu haben, wurde richtig ausgelassen gefeiert und getanzt. Es war wirklich ein schöner Abend!

Nicht so schön war der Anruf einer Freundin am nächsten Morgen, dass ich hoffentlich nicht vergessen habe, dass in einer halben Stunde das Chemieseminar mit Anwesenheitspflicht losgeht. Ich musste ganz schön schnell radeln, um es noch pünktlich zu schaffen. Dabei fiel mir ein, dass um 15 Uhr mein Papa kommen wollte und ich noch gar nicht geputzt hatte. Nach dem Seminar bin ich also so schnell wie möglich nach Hause gespurtet. Gerade als ich mit saugen angefangen hatte, klingelte es schon und mein Vater stand eine Stunde früher als geplant vor der Haustür – „ die Straßen waren so wunderbar frei!“. Naja, er musste es also in einer nicht so ganz sauberen WG für die nächsten Tage aushalten. Aber ich fand es schön, dass er bei mir und nicht in einem Hotel gewohnt hat. Ich wollte ihm natürlich meine neue Stadt zeigen und so sind wir viel spazieren gegangen, sind ein bisschen durchs Zentrum gebummelt und haben gut gegessen.

Kurz vor Weihnachten sind wir dann zusammen nach Nürnberg gefahren und dort packte mich der totale Weihnachtsstress. Ich musste ja nicht nur Geschenke besorgen, sondern wollte auch alle meine Freunde aus der Schulzeit sehen. Mein Lernstress wurde also unmittelbar von Freizeitstress abgelöst. Eigentlich bräuchte ich jetzt Ferien von den Ferien, aber ich stecke schon wieder mitten im Semester-Endspurt.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jan 23, 2014