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Master live

Meine Zeit im Kloster

Nachdem meine Ferienzeit zuhause viel zu schnell vorüberging, war ich einige Tage im Gästehaus des Klosters Arenberg bei Koblenz zu Gast. Die Begegnung mit den Dominikanerinnen und den Angestellten im Gästehaus war sehr bereichernd für mich. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit durfte ich während meines gesamten Aufenthalts genießen.
Die Reaktionen in meinem Umfeld auf meine Ankündigung, für drei Tage ins Kloster zu gehen, fielen allerdings sehr unterschiedlich aus. Einige bestärkten mich darin, andere begegneten mir mit Unverständnis. Was möchte ich denn dort? Meine Antwort: zur Ruhe kommen. Da mein Privatleben und auch die Uni in den vergangenen Monaten sehr stressig, geradezu überladen waren, hatte meine Achtsamkeitspraxis sehr gelitten. Schon bevor ich ins Kloster ging, hatte ich mich in Achtsamkeit geübt und meditiert, es war allerdings zunehmend im Alltag untergegangen.
Im Kloster konnte ich mich wieder auf meine „innere Mitte“ besinnen. Dazu beigetragen hat auch die Atmosphäre. Ich weiß nicht wieso, aber sakrale Bauten jedweder Religion üben auf mich immer eine sehr beruhigende Wirkung aus. Meine Tage in Arenberg bestanden überwiegend aus Lesen, Malen, Spaziergängen im Klostergarten, Meditation und die Einnahme der Mahlzeiten im kleinen Speisesaal. Dort wurde schweigend gegessen – eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich suchte die Einsamkeit und befasste mich vor allem mit mir selbst. Ich wollte innerlich zur Ruhe zu kommen und neues Vertrauen in meine Intuition schöpfen, die ich trotz akademischer Laufbahn wieder mehr in mein Leben integrieren möchte.

Master live

Ferien in Deutschland und Brasilien

Inzwischen scheint es Ewigkeiten her zu sein, dass ich Prüfungen geschrieben habe – dabei ist gerade ein Monat vergangen. Nach den Prüfungen habe ich es erst einmal genossen, frei zu haben, mich mit Freunden zu treffen und auszuschlafen. Nach einer Woche Entspannung in Leipzig bin ich zu meinen Eltern gefahren. Dort habe ich Verwandte besucht und Bewerbungen geschrieben. Denn auch im Master Psychologie müssen wir insgesamt drei Monate Praktikum machen. Ich hatte die Qual der Wahl: Forschungspraktikum, Praktikum im Ausland, Praktikum in der Psychiatrie, Praktikum in einer sozialen Einrichtung ...
Da ich nicht alles machen kann, habe ich mich zunächst für ein klinisches Praktikum beworben und lasse mir noch offen, welche Richtung ich für mein zweites Praktikum einschlagen möchte. Gerade könnte ich mir hierfür gut vorstellen, ein längeres Erasmus-Forschungspraktikum in Italien zu machen und dort eventuell auch meine Masterarbeit zu schreiben. Auf meine Bewerbung habe ich bereits eine positive Rückmeldung erhalten und konnte einen Termin für ein Vorstellungsgespräch nach meinem Urlaub ausgemachen.
Entsprechend entspannt flog ich nach Brasilien. Wir haben eine wunderbare Woche in Rio de Janeiro verbracht. Wir genossen den Blick vom Zuckerhut (einem Berg), hörten Bossa Nova live, gingen in Ipanema an den Strand, tranken Kaffee im idyllischen Santa Teresa oder im berühmten, alt-ehrwürdigen Café Colombo und bewunderten die Pflanzen im botanischen Garten.
Allerdings hat es mich sehr nachdenklich gestimmt, wie ungleich in Rio das Geld verteilt ist. Ein Beispiel: Die Straßen und die U-Bahn schimmern vor Sauberkeit und Neuheit, die Fahrkarten sind aber so teuer, dass einige Leute auf der Straße schlafen, um zu ihrer Arbeit laufen zu können. Sie können es sich schlicht nicht leisten, nach Hause zu fahren. Das ist doch völlig absurd!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  06.04.2018
Autor: Maja
Rubrik: studium
06.04.2018

Master live

Nächtlicher Rundgang in der Kunsthochschule

In der Kunsthochschule Leipzig fand jüngst ein Rundgang statt. Dabei werden am Ende des Semesters für ein paar Tage alle Semesterarbeiten ausgestellt und die Schule ist offen für Besucherinnen und Besucher. Das ließ ich mir nicht entgehen und die Werke waren wirklich sehr beeindruckend! Es gab so viele verschiedene künstlerische Arbeiten: Gemälde, Zeichnungen, Plastiken und Objekte. Aber auch Aktionskunst wurde gezeigt, zum Beispiel ein Mädchen, das in der Mitte eines Raumes auf einer Matratze unter einer Decke lag und anscheinend geschlafen hat, oder ein Mann, der immer mal wieder in den Räumen auftauchte und staubsaugte. An jeder Ecke waren kleine Bars aufgestellt, DJs spielten laute Musik und zwischendurch sind in den Fluren auch Bands aufgetreten. Kurzum: Es gab immer etwas zu sehen!
Die Hochschule hat drei Stockwerke. Wir starteten um 20 Uhr im dritten Stockwerk und gingen erst um 3 Uhr, als der Pförtner alle rauswarf, wieder runter, so viel gab es alleine in dieser Etage zu sehen! Ständig verirrte man sich in kleinen Dachboden-Kammern oder in Schrankwand-Labyrinthen oder wurde irgendwo von einem tollen Kunstwerk aufgehalten. Es gab auch viele Video-Installationen, bei denen wir teilweise sehr lange stehen blieben und die Stimmung auf uns wirken ließen. Es war alles sehr aufregend, laut und voller Glitzer.
Nächstes Jahr muss ich mir wohl mehrere Tage Zeit für diese Veranstaltung nehmen, denn an einem Abend kann man gar nicht so viel aufnehmen und auf sich wirken lassen.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  19.03.2018