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Was tun nach dem Abi?

"Verhalte dich und ich sage dir, wer du bist!" (Teil 1)

Heute haben wir in Bio mit einem neuen Thema begonnen: Verhaltenslehre. Endlich einmal etwas, das mich nicht nur interessiert, sondern auch fasziniert. Doch meine Freude wurde gleich gebremst: Da Verhaltenslehre ja erst im zweiten Halbjahr der dreizehnten Jahrgangsstufe Thema ist, wird es mit Sicherheit nicht zum Bestandteil meiner schriftlichen Abiprüfung gehören. Nur diejenigen, die sich mündlich prüfen lassen, zählen zu den Glücklichen. Das ärgert mich wirklich ungemein: Gerade diese unterschiedlichen Verhaltensmuster ziehen mich in ihren Bann, und überhaupt alles, was mit Psychologie zu tun hat, finde ich äußerst interessant.

Ich habe bereits darüber nachgedacht, Psychologie zu studieren. Allerdings erscheinen mir meine Zweifel zu groß: Kann und möchte ich mich mein ganzes Leben lang mit den teilweise nicht unerheblichen psychischen Krankheiten der Patienten auseinandersetzen? Als Psychologe wird einem viel abverlangt: Einfühlungsvermögen, Geduld und starke Nerven sind wichtige Stützen, auf die sich ein ganzes Haus aus Erfahrung aufbaut. Doch bis man es erst einmal zum staatlich anerkannten Psychologen geschafft hat, muss man sich für einen langen, steinigen Weg rüsten: Die Studiumsdauer ist bekanntlich nicht gerade die kürzeste und die diversen Praktika in den verschiedensten Institutionen beanspruchen auch noch eine gewisse Zeit. Kurz zusammengefasst: Es kann sein, dass du erst anfängst, „richtig" zu arbeiten, wenn du 30 bist! Es gibt aber bestimmt auch einige, die so eine lange Studienzeit sogar begrüßen würden. Also „worst case" oder „golden goal"?

To be continued...

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 24, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Feb 24, 2009

Was tun nach dem Abi?

Von Tagträumen und Realität

In etwa fünf Monaten werde ich mit der Schule fertig sein! Ich kann es noch gar nicht wirklich glauben. Ich habe schließlich einen Großteil meines Lebens dort verbracht. Neben den Grundlagen wie Schreiben, Rechnen und Lesen habe ich auch die eine oder andere „unnütze" Information gelernt: Wen interessiert es schon, wann eine Münze, die man aus drei Metern Höhe fallen lässt, auf dem Boden ankommt, wenn sich die Erde doppelt so schnell um ihre eigene Achse drehen würde?!

Meiner Meinung nach ist nicht nur diese, sondern alle „Was wäre, wenn ..."- Geschichten eher sinnfrei als sinnvoll. Man neigt dazu, sich in irgendwelchen Tagträumen zu verirren: Was würde ich nicht alles machen, wenn ich nicht Ende Februar meine erste Abi-Prüfung schreiben würde? Was wäre, wenn ich jetzt den gesamten Abiturstoff wie ein Computer bis ins kleinste Detail perfekt runterrattern könnte? Oder was wäre, wenn ich die schriftlichen Abi-Prüfungen jetzt schon hinter mir hätte? Ich würde wahrscheinlich erst einmal mit meinen Freunden feiern - die erste Hürde hätten wir hinter uns! Dann wären auch schon bald Osterferien und die Studienfahrt nach Wien stünde kurz vor der Tür - möglicherweise eine der letzten Fahrten, die wir alle zusammen antreten. Man weiß ja nie, wohin es uns verschlagen wird. Vielleicht wird eine meiner Freundin ja doch nicht Ingenieurin, sondern entdeckt ihre verborgene Liebe zu Mythen und Sagen und macht sich auf die Suche nach der versunkenen Stadt Atlantis.

Aber bleiben wir lieber bei der Realität: LERNEN!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 20, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Feb 20, 2009

Was tun nach dem Abi?

"Bitte einsteigen!"

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Ich fühle mich manchmal so, als würde ich mitten auf einem riesigen Bahnhof stehen, an dem lauter ICEs vorbeirasen. Man hat nur wenige Sekunden Zeit zum Ein- und Aussteigen.

Alles verläuft nach einem strengen Zeitplan. Wenn du deinen Zug verpasst, dann musst du auf den nächsten warten. Hier nimmt niemand Rücksicht auf unentschlossenes Herumgedruckse: Willst du den Zug „Modedesign" nehmen, dann nichts wie hin - er steht schon abfahrbereit. Willst du den Zug „Lehramt" nehmen, dann musst du dich noch etwas gedulden. Aufgrund einiger Bahnbehinderungen verzögert sich dessen Ankunft. Der Zug „Werbebranche" schließt gerade seine Türen.

Alles um mich herum scheint sich wie in Lichtgeschwindigkeit zu bewegen, während ich nur im Schneckentempo vorankomme. Zumindest kommt es mir so vor. Diese enorme Geschwindigkeit wirkt zugleich motivierend und einschüchternd: Einerseits möchte ich mein Tempo unbedingt erhöhen, denn ich habe Angst ständig einem davonfahrenden Zug hinterherzugucken. Andererseits könnte ich mir nichts Schlimmeres vorstellen, als mit hundert Sachen über das Ziel hinauszuschießen.

Also stehe ich nach wie vor ratlos am Bahnsteig und warte zunächst darauf, dass der Ticketautomat meinen Fahrschein ausspuckt: mein Abizeugnis!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 10, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Feb 10, 2009