Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Was tun nach dem Abi?

Tanz in den Mai - zwischen Geldscheinen und Partygläsern (Teil 3)

Ich hatte den Weg über die Tanzfläche zum Gast also heil überstanden. Das Schlimmste, was mir hätte passieren können, wäre eine ausschweifende Tanzeinlage eines gut gestimmten Gastes gewesen, die mir mein Tablett aus den Händen und die Getränke ins Nirwana gerissen hätte. Wer hätte gedacht, dass ich mich aber dennoch am Ziel blamieren würde? Ich jedenfalls nicht. Zumindest hatte ich es gehofft, aber „Herr Pechvogel" wollte wohl noch ein wenig länger bei mir residieren: Dummerweise stellte ich das Tablett nur halb auf den Tisch und begann damit, die Getränke, die auf der sicheren „Tischfläche" standen, an die Gäste zu verteilen. Natürlich dachte ich nicht daran, das Tablett währenddessen festzuhalten, und es kam, wie es kommen musste: Die Getränke, die auf der „luftigen" Tablettseite standen, segelten samt Tablett zu Boden. Zwar ging nichts zu Bruch, aber meine Hose und meine Schuhe durften sich in einem Wodka-Lemon-Gemisch aalen. Volltreffer! Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie peinlich mir das alles war!

Nachdem ich den Boden gewischt, dem Gast ein neues Getränk gebracht und mich tausendmal entschuldigt hatte, lächelte mir derselbe nur freundlich zu: „Das ist ja nicht so schlimm!" Als „Trostpflaster" gab er mir ein Extrasümmchen Trinkgeld. Am liebsten wäre ich ihm um den Hals gefallen. Heutzutage so nette Menschen zu treffen ist leider keine Häufigkeit.

Mein Fazit: Kellnern will gelernt sein, und ich weiß mit ziemlicher Sicherheit, wo man mich berufstechnisch NICHT antreffen wird...

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  May 12, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
May 12, 2009

Was tun nach dem Abi?

Tanz in den Mai — zwischen Geldscheinen und Partygläsern (Teil 2)

Die Feier kam also langsam aber sicher in Gang: Es schnellten immer mehr Hände in die Höhe  -die Gäste wollten etwas zu Trinken bestellen. Doch wie ich es bereits mit „weiblicher Intuition" vorausgesehen hatte, verlief der Abend leider nicht ganz so glatt, wie ich es mir erhofft hatte.

Das Ganze fing so an: Ein Gast hatte für seine Bestellung eine Summe unter zehn Euro zu bezahlen. Aus mir eher unerklärlichen Gründen wollte er dies mit einem Zweihunderteuroschein tun. Toll. Wirklich zu freundlich. Ich fühlte mich wie ein Opfer der „Versteckten Kamera". Mit einem leisen Seufzer machte ich mich daran, das passende Wechselgeld herauszukramen. Ich hatte gerade alles zusammengesucht, als mir sein Tischnachbar auf die Schulter klopfte: „Ach, weißt du was, wir machen das einfach so, dass du mir den Zweihunderter gibst und ich einfach gleich mit dem Geld hier meine Bestellung mitbezahle - ist vielleicht einfacher so." Er wedelte mit einigen Fünfzigerscheinchen. „Ja, natürlich", quetschte ich zähneknirschend (aber lächelnd!) hervor, denn wenn ich eins wusste, dann war es „Der Kunde ist König!"

Damit aber nicht genug - der Pechvogel hatte noch mehr für mich parat: Ein anderes Mal bewegte ich mich langsam mit einem total überfüllten Tablett durch die tanzende Menschenmenge und war heilfroh, als ich sicher und ohne etwas zu verschütten am richtigen Tisch ankam. „Jetzt kann dir nichts mehr passieren", dachte ich - tja, falsch gedacht ...

To be continued

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  May 8, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
May 8, 2009

Was tun nach dem Abi?

Tanz in den Mai: Zwischen Geldscheinen und Partygläsern (Teil 1)

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich war, mich Freitagmorgen einfach nur in mein Bett fallen lassen zu können. Es war etwa fünf Uhr in der Frühe und draußen zwitscherten bereits die ersten Vögel, als ich von meiner harten Arbeitsnacht nach Hause kam.

Eine Freundin hatte mich nämlich einige Wochen zuvor gefragt, ob ich nicht Lust hätte ,beim „Tanz in den Mai" als Kellnerin zu jobben. Klar hatte ich Lust! Das Leben ist schließlich dazu da, dass man immer mal wieder etwas Neues ausprobiert, und in meinem Fall gehörte das Kellnern definitiv zum Gebiet „Neuland".

Als ich dann kurz vor Einlass in voller Arbeitsmontur mit all den anderen Mädels und Jungs den Anweisungen unseres Chefs lauschte, hatte ich ehrlich gesagt schon ein wenig Bammel: Bestimmt würde der Pechvogel auf meiner Schulter sitzen. Aber ich war nicht die Einzige, die unter dem „Erstlingsdruck" stand - das beruhigte mich dann auch wieder.

Das Fest wurde eröffnet und die Gäste trudelten nach und nach in die große Halle. Alle wuselten wie orientierungslose Bienen umher, also stand anstatt Getränkebedienung zunächst „Navigationssystem" bei uns Kellnern auf dem Programm. Schließlich mussten sich die Gäste ja erst auf ihren Plätzen einfinden, bevor es so richtig losgehen konnte.

Es ging dann auch tatsächlich so richtig los - und wenn ich „so richtig" sage, dann meine ich auch „so richtig"... also seid gespannt, denn im zweiten Teil geht es „so richtig" los (leider mit Pechvogel)!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  May 6, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
May 6, 2009