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Was tun nach dem Abi?

Zwischenbilanz

Mittlerweile ist schon ein Monat meines Praktikums in einem Hotel in Nizza vorbei. Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen: Ich habe mich in meine Aufgaben eingearbeitet, sodass sich eine gewisse Routine eingestellt hat. Leider hat mein Praktikumsverantwortlicher andere Vorstellungen als ich und das sorgte erst kürzlich für Diskussionsstoff. Er meinte, dass ich und eine weitere Praktikantin zu pünktlich von der Arbeit nach Hause gehen würden. Im ersten Moment war ich verwirrt und fragte mich, warum man sich Vorwürfe machen lassen muss, wenn man sich an den Dienstplan hält. Er erklärte mir, dass wir ein Team sind und deshalb Überstunden von uns erwartet werden. Daraufhin entgegnete ich, dass wir dem Vertrag zufolge nicht mehr als 35 Stunden pro Woche arbeiten müssen, ich aber meistens sogar 42 Stunden arbeite – von denen allerdings lediglich 39 Stunden bezahlt werden. Nach einer längeren Diskussion zeigte sich mein Chef doch noch einsichtig und bot uns mehr Lohn an, wenn wir pro Tag eine halbe Stunde länger bleiben.
Ansonsten gefällt mir an der Arbeit, dass wir viele internationale Kunden haben und ich meine Fremdsprachenkenntnisse anwenden kann. Leider habe ich kein richtiges Wochenende und kann abends selten ausgehen. Ich arbeite von Freitag bis Dienstag in jeweils zwei Schichten pro Tag. Besonders am Samstagabend ist es besonders stressig, da alle Tische ausgebucht sind. Auch die Hoffnung, während des Praktikums viel Neues zu lernen habe ich mittlerweile fast aufgegeben: Die Arbeit ist sehr monoton und oft langweilig. Das einzige, was ich bisher gelernt habe ist, möglichst schnell Teller und Besteck mit der Hand abspülen.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 4, 2019
Autor: Tobias
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Jul 4, 2019

Was tun nach dem Abi?

Im Ausland ins Ausland...

… das hieß es für mich bei meinem Tagesausflug nach Monaco. Endlich hatte ich einen Tag frei! Diesen musste ich natürlich in vollen Zügen genießen. Obwohl man dort mit Euro bezahlt, gehört der Staat nicht zur EU. Das wusste ich allerdings zuvor nicht und benutzte dort mein Datenvolumen vom Handy unbesorgt weiter – bis ich die Mitteilung bekam, dass meine Karte vorübergehend gesperrt wurde. Ich schaffte es doch tatsächlich in zehn Minuten 45 Euro zu verbrauchen – ein Schock für mich. Ich ärgerte mich maßlos über meine Unwissenheit. Davon wollte ich mir den Tag aber nicht verderben lassen. Ich widmete mich dem Sightseeing und folgte den großen Touristenmengen. Darunter waren so viele Deutsche, dass ich mich fast wie in Deutschland fühlte. Eine Highlight soll das Unterwassermuseum sein, das mir aber viel zu teuer war. So lief ich weiter durch einen schönen Park mit Aussicht aufs Meer. Da ich am Tag vor dem Formel-1-Grand Prix in Monaco war, tummelten sich viele Fans und Journalisten in der Stadtund versuchten ein Autogramm von ihren Lieblingsstars zu ergattern. Ich selbst konnte sogar ein Stück über die Rennstrecke laufen.. Doch ich fühlte mich in Monaco aufgrund der vielen reichen Menschen mit ihrer teuren Designerbekleidung ein bisschen fehl am Platz. Trotzdem wollte ich unbedingt einmal dorthin reisen, weil es für viele Touristen in Nizza eines der Hauptausflugsziele ist und ich den Reiz dahinter verstehen wollte. Zum Schluss machte ich noch Fotos vom Casino im Stadtteil Monte Carlo. Nach insgesamt vier Stunden in Monaco setzte ich mich in den nächsten Bus zurück nach Nizza.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 25, 2019
Autor: Tobias
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Jun 25, 2019

Was tun nach dem Abi?

Alles neu

So hat es sich angefühlt, als ich abends um 22 Uhr am Flughafen von Nizza ankam und den Bus in die Innenstadt zum Bahnhof nahm. Ganz in der Nähe von diesem liegt die WG, in welcher ich mit fünf anderen Deutschen zusammenwohne. Wir machen alle ein Praktikum für das gleiche Hotel – aber in verschiedenen Bereichen, in der Rezeption, im Restaurant oder in der Bar auf der Dachterrasse. Auf letzterem arbeite ich. Kurz vor 23 Uhr kam ich an der Bushaltestelle an, die mir eine meiner zukünftigen Mitbewohner per WhatsApp schrieb. Von dort suchte ich die WG mit Handynavigation – leider ging in diesem Moment mein Datenvolumen aus. Auch kein öffentliches W-Lan gab es in der Nähe. So fragte ich mehrere fremde Person auf der Straße, wo die mir gegebene Adresse liegt. Dann fand ich endlich die Wohnung. Meine neuen Mitbewohner begrüßten mich herzlich und halfen mir, den Koffer vier Stockwerke hochzuschleppen. Zwar ist mein Dachzimmer sehr klein und ich kann darin nicht aufrecht stehen, aber es hat ein großes Bett und man kann gut drin schlafen. Gleich am Abend bin ich noch auf das Rooftop gegangen und habe meinen neuen Chef kennengelernt. Die Aussicht war atemberaubend. Ganz müde fiel ich abends ins Bett. Am nächsten Tag ging es mittags um 16.30 Uhr los. Zuerst musste ich mir die Tischnummern einprägen und das neue Kassensystem lernen. Doch die Kollegen waren zum Glück sehr nett und halfen mir bei allem mit. In den ersten Tagen machte ich einige Fehler und vertippte mich häufig mit den Tischnummern. Leider war die Geduld meines Chefs schnell am Ende und er forderte mich eher unsanft auf, weniger Fehler zu machen. Ich finde es bedauerlich, dass er nicht mehr Verständnis für kleinere Fehler am Anfang zeigt – wobei ich daneben auch noch im Ausland arbeite, nur mit französischsprechenden Kollegen.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 7, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Jun 7, 2019