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Was tun nach dem Abi?

"Bitte einsteigen!"

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Ich fühle mich manchmal so, als würde ich mitten auf einem riesigen Bahnhof stehen, an dem lauter ICEs vorbeirasen. Man hat nur wenige Sekunden Zeit zum Ein- und Aussteigen.

Alles verläuft nach einem strengen Zeitplan. Wenn du deinen Zug verpasst, dann musst du auf den nächsten warten. Hier nimmt niemand Rücksicht auf unentschlossenes Herumgedruckse: Willst du den Zug „Modedesign" nehmen, dann nichts wie hin - er steht schon abfahrbereit. Willst du den Zug „Lehramt" nehmen, dann musst du dich noch etwas gedulden. Aufgrund einiger Bahnbehinderungen verzögert sich dessen Ankunft. Der Zug „Werbebranche" schließt gerade seine Türen.

Alles um mich herum scheint sich wie in Lichtgeschwindigkeit zu bewegen, während ich nur im Schneckentempo vorankomme. Zumindest kommt es mir so vor. Diese enorme Geschwindigkeit wirkt zugleich motivierend und einschüchternd: Einerseits möchte ich mein Tempo unbedingt erhöhen, denn ich habe Angst ständig einem davonfahrenden Zug hinterherzugucken. Andererseits könnte ich mir nichts Schlimmeres vorstellen, als mit hundert Sachen über das Ziel hinauszuschießen.

Also stehe ich nach wie vor ratlos am Bahnsteig und warte zunächst darauf, dass der Ticketautomat meinen Fahrschein ausspuckt: mein Abizeugnis!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 10, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Feb 10, 2009

Was tun nach dem Abi?

"Don't take it too easy!"

„Weißt du denn schon, was du nach dem Abi machen willst?", fragte mein Freund Alex mich. „Hm, also am liebsten würde ich ja entweder Lehrerin werden oder etwas in der Werbebranche machen."

„Bitte nicht Lehrerin, werd bitte nicht Lehrerin! Nichts gegen dich, ich würd‘ dir das ja auch voll zutrauen, doch alle Lehrer, die ich kenne, sind irgendwie komisch. Aber das mit der Werbebranche klingt echt cool", kommentierte er meine Antwort.

Ich musste lachen: „Dann wäre ich eben die erste Lehrerin, die NICHT komisch ist." „Ja, aber willst du dir das wirklich antun? Ich meine, guck dir doch nur einmal an, wie es heutzutage in den Klassen aussieht: Die Schülerzahl explodiert ja fast und dann sind leider einige Lehrer total unmotiviert und beschäftigen sich während des Unterrichts mit allen möglichen Dingen außer mit denen, die sie eigentlich erledigen sollten."

Natürlich hatte ich das alles schon einmal durchdacht. Klar, eine Klasse hibbeliger Schüler zu unterrichten ist kein Zuckerschlecken, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der Werbebranche weniger stressig abläuft. Man muss gewisse Entwürfe bis zu einem bestimmten Tag fertig haben und manchmal noch kurzfristig an der eigentlich fertigen Präsentation rumbasteln, bis auch die allerneusten Infos gut verpackt sind. Überstunden machen gehört hier bestimmt genauso dazu wie in der Schule, wenn mal bis spät nachts Arbeiten korrigiert werden müssen.

Man darf sich bei der Berufswahl aber nicht nur allein auf diesen Stressfaktor stützen, denn sonst bleibt als Traumberuf am Ende nur noch Bettentester übrig!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 3, 2009
Autor: Jacqueline
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Feb 3, 2009

Was tun nach dem Abi?

Ohne Fleiß kein Preis!

Ich stehe an der Bushaltestelle und warte auf den Bus nach Hause. Es ist ziemlich laut: Etliche Fünft- und Sechstklässler kreischen, gackern, kichern und schreien um die Wette. Es ist zwar erst kurz nach Eins, aber ich bin trotzdem schon ziemlich müde und würde am liebsten schlafen. Die Kiddies dagegen sprühen förmlich Funken, so energiegeladen sind sie. Ich frage mich, woran das wohl liegen mag?!

Mein Schultag heute sah folgendermaßen aus: In den ersten zwei Stunden hatte ich Latein-Leistungskurs: 90 Minuten übersetzen, analysieren, interpretieren, konjugieren, deklinieren, (kollabieren)...

Dann kam Geschichte: Meine Lehrerin befürchtete, nicht rechtzeitig mit dem Stoff durchzukommen und legt deshalb einen Sprint an den Tag, der selbst die schnellste Maus von Mexiko aus der Puste bringen würde. Ich habe außerdem das „Glück", in dem Geschichtskurs zu sein, in dem alle mündlichen Geschichtsprüflinge sitzen. Daher gehören „motivierende", inszenierte Diskussionen schon fast zur Tagesordnung.

Zum Abschluss hatte ich schließlich noch eine Doppelstunde Englisch-Leistungskurs: Erst mussten wir Kurzgeschichten zusammenfassen, analysieren sowie interpretieren, und dann habe ich mein Referat vorgestellt.

Mein Fazit: Der Tag war so unglaublich anstrengend, weil alle Lehrer auf Hochtouren sind und uns nur so mit Informationen bombardieren. Vor allem in den Leistungskursen werden sämtliche Abitur-relevante Themen im Rekordtempo durchgenommen. Wer mitkommen will, muss dranbleiben, denn ohne Fleiß kein Preis!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 26, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Jan 26, 2009