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Was tun nach dem Abi?

Ein gewöhnlicher Tag

Während meiner Zeit als Freiwilliger in Nepal stand ich in der Regel morgens um 8 Uhr auf und machte mir zusammen mit den anderen Freiwilligen Porridge mit Früchten und Zimt zum Frühstück. Eine Stunde später liefen wir dreieinhalb Kilometer quer durch die Stadt zum Shanti-Center. Auf dem Weg sahen wir zahlreiche Straßenhunde oder Kühe, die mitten auf der Straße lagen. Die Route führte uns durch Pashupatinath, einer wichtigen Tempelanlagen der Hindus.
Wir mussten den heiligen Bagmati überqueren – den dreckigsten Fluss, den ich je gesehen habe. Entlang des Ufers sind steinerne Podeste aufgebaut, auf denen Leichen nach alter Tradition verbrannt werden. Die Asche wird anschließend in den Bagmati gestreut.
Etwas später erreichten wir – meist komplett durchgeschwitzt – das Shanti-Center. Das Volontärskonzept von Shanti sieht vor, dass sich jeder Freiwillige einbringen kann, wann, wie und wo er möchte, und keine Arbeit aufgedrückt bekommt. Zum einen ermöglichte mir dieses Konzept, zu machen, was ich wollte, zum anderen war es gar nicht so leicht, direkt eine produktive Arbeit zu finden.
Eine meiner täglichen Routinen war ein Besuch bei den Kindern mit Behinderungen. Ich verbrachte gerne etwas Zeit mit ihnen, zum Beispiel spielten wir Karten. Außerdem halfen wir Freiwilligen bei der Verteilung von Essen. Mit großen Töpfen Dal Bhat – dem nepalesischen Nationalgericht aus Reis und Linsen – fuhren wir in die Pashupati-Anlage, und teilen es an Hilfsbedürftige aus. Dabei hatte ich das Gefühl, den Menschen tatsächlich helfen zu können – noch mehr als im Shanti-Center. Nachmittags ging ich mit den Kindern Fußball spielen. Um 17 Uhr war mein Arbeitstag beendet und ich begab mich mit den anderen Volontären auf den Heimweg. Kurz vor dem Volontärsheim kauften wir noch bei einem kleinen Obstladen Obst für das Frühstück.
Die Zeit vor dem Abendessen nutzte ich oft zum Wäsche waschen. Auf dem Dach unseres Heims breitete ich dafür meine vorher mit Waschmittel eingeweichten Klamotten aus und schrubbte sie per Hand – wie sehr ich doch eine Waschmaschine vermisste. Fast jeden Abend gab es Dal Bhat mit Gemüse – ziemlich eintönig, aber lecker.

Autor: Max  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 17, 2019

Was tun nach dem Abi?

Schokoladiger Ausflug

Mittlerweile bin ich schon länger als vier Monate in Spanien – mir bleibt somit fast nur noch ein Monat bei der deutschen Zeitung. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt. Inzwischen fühle ich mich sehr wohl hier. Auf der Arbeit kenne ich die Kollegen dank gemeinsamer Unternehmungen wie dem Oktoberfest oder dem Abschiedsessen des Chefs immer besser. Und auch die Arbeitsabläufe in der Redaktion sind mir vertraut geworden.
Von Villajoyosa habe ich aber längst noch nicht alles gesehen. Erst kürzlich las ich, dass es in der Stadt früher über 30 Schokoladenfabriken gab – vier davon sind heute noch in Betrieb. Zusammen mit einem anderen Praktikanten der Tageszeitung wollte ich diese besichtigen. Zuerst besuchten wir die Schokoladenfabrik Valor, die weltweit bekannt ist. Die Führung dauerte rund eine Stunde und am Schluss gab es heiße Trinkschokolade und viele leckere Sorten zum Probieren. Als nächstes schauten wir uns die Schokoladenfabrik Pérez an, ein traditioneller Familienbetrieb: Der Sohn des Firmengründers führte uns ohne Voranmeldung durch die Manufaktur. Wieder konnten wir Schokolade probieren und natürlich auch kaufen. Bei jeder Führung informierte man uns ganz genau über den Herstellungsprozess von der Kakaobohne bis hin zur fertigen Schokolade. Wegen der direkten Lage am Mittelmeer war die Hafenstadt Villajoyosa attraktiv für die Fabriken, denn Kakao wurde oft von spanischen Kolonien in Südamerika angeliefert. Noch ein interessanter Fakt ist, dass die fertige Schokolade zu früheren Zeiten aufgrund der Hitze bei Tag stets nachts transportiert werden musste.
Auch die anderen beiden Fabriken haben einen Shop, allerdings wurde keine Führung angeboten. Dieser „schokoladige“ Ausflug zeigte uns mal wieder, was es alles zu entdecken gibt.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 11, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Jan 11, 2019

Was tun nach dem Abi?

Was für eine Gaudi!

Ein Maß Bier und eine Bratwurst mit Kartoffelsalat – das klingt nach Deutschland, nach dem Oktoberfest. Aber das gibt es auch in Spanien, genauer gesagt in Calpe. Hier an der Costa Blanca organisiert schon seit mehr als 30 Jahren ein deutscher Verein ein Oktoberfest. Insgesamt dauert es rund zwei Wochen. Die ganze Redaktion wurde von unserem Chef auf das Fest eingeladen – Essen und Trinken gab es umsonst. Erfreulicherweise kamen fast alle Kollegen mit. Zur Erklärung: Unser Zeitungsverlag produziert eine Festzeitung für das Oktoberfest. Im Gegenzug werden dafür Werbebanner unserer Zeitung im Festzelt aufgehängt.
Pünktlich um 20 Uhr wurde das Fass vom Bürgermeister von Calpe und dem Rektor der Universität Alicante angestochen. Wir drei Praktikanten saßen mit den rund zehn Redakteuren und dem Chef an einem Tisch in der ersten Reihe. Es gab viele verschiedene Wurstsorten oder Hähnchen mit Kartoffelsalat und Weißkraut. Oben drein heizte eine deutsche Band ordentlich ein und ich fühlte mich wie in Deutschland. Es war sehr schön, zu bekannten Liedern zu tanzen und Spaß mit den Kollegen zu haben. Zum Glück hat man mir bereits im Sommer gesagt, dass es ein Oktoberfest geben wird. So konnten mir meine Eltern eine Lederhose mitbringen. Der Zeitungsfotograf machte sehr viele Bilder, die dann nachher in einer Sonderseite der Costa Blanca Nachrichten veröffentlicht wurden.
Allzu spät wurde es trotz der guten Stimmung nicht, schließlich mussten wir am Morgen wieder arbeiten – und dazu sollte man einigermaßen fit sein. Am nächsten Tag hatte ich fast keine Stimme mehr, weil ich mir bei den deutschen Liedern so laut mitgesungen hatte.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 4, 2019