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Meine Abschlussarbeit

LaTeX

Eigentlich bin ich ein Fan von Word. Das Schreibprogramm habe ich vor mehr als zehn Jahren für mich entdeckt und seitdem regelmäßig genutzt, für Geschichten, Hausaufgaben, Briefe – und seit ich studiere auch für meine Hausarbeiten. Bei meiner Bachelorarbeit stoße ich mit Word allerdings an meine Grenzen. Integrale, griechische Buchstaben, Brüche – die bei Word einzuarbeiten, ist mit großem Aufwand verbunden. Deswegen war mir schnell klar, dass ich meine Bachelorarbeit in LaTeX schreiben würde, ein Schreibprogramm, das für Arbeiten empfohlen wird, bei denen man viel mit mathematischen Symbolen arbeiten muss.
Während Word ein What-you-see-is-what-you-get-Programm ist, das heißt, man schreibt und währenddessen sieht man schon, wie es aussieht, habe ich bei LaTeX mehr das Gefühl, ich wäre wieder im Programmiervorkurs von vor zwei Jahren. Backslashes mit kurzen Buchstabenkombinationen dahinter, kryptische Befehle –wie soll das alles funktionieren?
Programmieren hat mir damals bald keinen Spaß mehr gemacht und ich vermute, deswegen habe ich mich auch lange davor gedrückt, mich mit LaTeX auseinanderzusetzen. Seit zwei Wochen kündige ich an, dass ich nach dem Ende meiner vorigen Hausarbeit jetzt nur noch Tutorials für LaTeX gucken muss. Seit ich die Hausarbeit vor ein paar Tagen abgegeben habe, hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen, wenn ich faul zu Hause saß, das Erklärvideo zwar offen, aber nach dem Erstellen des Dokuments dann doch nicht weiter geguckt.
Zum Glück muss eine Freundin von mir in den Semesterferien eine Hausarbeit schreiben und hat mich dazu gezwungen, mit in die Bib zu kommen. Nach zwei Youtube-Videos war ich dann in meinem Element und vollkommen begeistert, wie toll das angezeigte Ergebnis aussah. Warum ich nicht früher angefangen habe? Keine Ahnung. TeXen macht nämlich doch Spaß!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Sep 4, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Sep 4, 2017

Meine Abschlussarbeit

Rückschlag

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt richtig krank war. Mindestens vier Jahre ist das bestimmt her. Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind so viel im Matsch spielen durfte. Vielleicht härtet es ab, dass ich ab 15 Grad Celsius nur noch in kurzer Hose rumlaufe. Oder vielleicht sind es nur gute Gene – aber mein Immunsystem ist ziemlich stark. Ich bekomme zwar jeden Winter für ein paar Wochen einen ordentlichen Husten, der meine Mitmenschen vermutlich mehr stört als mich, fit bin ich trotzdem. Selbst in der letzten Klausurphase, als fast alle meine Freunde mit unterschiedlich schlimm ausgeprägten Erkältungen im Bett lagen, konnte ich noch topfit vom einen Krankenbett zum anderen tingeln, um Medikamente vorbeizubringen und mein Mitleid auszusprechen – und bekam nicht einmal einen Schnupfen.
Umso mehr hat es mich nun vergangenes Wochenende umgehauen. Nach zwei Tagen, die ich von morgens bis abends vor meiner Hausarbeit in der Bib verbracht hatte, bekam ich Halsschmerzen und musste mich abends vom Spieleabend mit Freunden früher verabschieden, weil ich so kaputt war. Am nächsten Morgen konnte ich dann kaum schlucken, die Nase lief, meine Temperatur war erhöht und vor allem war ich schlapp wie sonstwas. Schon aufs Klo zu gehen oder mir etwas zu essen zu holen, war so anstrengend, dass ich danach erst mal eine Pause einlegen musste. An die Hausarbeit war nicht zu denken, denn abgesehen von Tee trinken und schlafen konnte ich nicht besonders viel.
In den folgenden Tagen wurde es zwar langsam besser, aber hustend, schniefend und immer noch ein bisschen schlapp wollte ich auch nicht wieder in die Bib, die mit Klimaanlage und trockener Luft sicher nicht gesundheitsfördernd ist. Zwar ging es mir wieder gut genug, um an der Hausarbeit zu arbeiten, aber im Bett war meine Hemmschwelle deutlich niedriger, stattdessen lieber Serien zu gucken.
Meine Hausarbeit zu verfassen hat so vier Tage länger gedauert als geplant – insgesamt acht Tage für 18 doch recht ansehnliche Seiten sind zwar immer noch ziemlich gut, aber damit habe ich jetzt weniger Zeit als angesetzt für meine Bachelorarbeit, bei der ich mir zum Glück ein bisschen Puffer eingeteilt hatte. Ab heute werde ich daher wieder jeden Tag brav in der Bib verbringen und so hoffentlich schnell meinem Abschluss näher kommen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Aug 28, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Aug 28, 2017

Meine Abschlussarbeit

Eine Piratin als Nationalheldin?

Inzwischen auf Seite 30 meiner Bachelorarbeit angelangt, haben sich einige Erkenntnisse manifestiert. Erstens muss ich die Arbeit höchstwahrscheinlich kürzen. Zweitens habe ich definitiv einen Hang zur Forschung, der bei einer Bachelorarbeit noch fehl am Platz ist. Ich recherchiere und hinterfrage gerne, außerdem besitze ich eine Liebe zum Detail – zu viel für diese Arbeit.
Drittens war Irland im 16. Jahrhundert eine turbulente Welt. Die Gesellschaft war nicht homogen, da sowohl Gälen, Wikinger als auch Anglo-Normannen sie beeinflusst hatten. Inwiefern man von einer gälischen oder normannischen/englischen Gesellschaft sprechen kann, unterscheidet sich regional. Außerdem gibt es Unterschiede zu den Engländern, die anders als die gälisierten Anglo-Normannen, die bereits 200 Jahre zuvor auf die Insel gekommen waren, versuchten, Irland zu kolonisieren.
Es gibt wenig Material zur Stellung der Frau in der Gesellschaft zu Zeiten, in der die Protagonistin meiner Arbeit, Grace O’Malley, als Clanführerin, Aristokratin und Piratin aktiv war. Die Informationen sind schon bei der Gliederung der gälischen Gesellschaft verwirrend und schwer nachvollziehbar. Zeitgenössische Referenzen zu ihr finden sich überwiegend in englischen Staatspapieren. Es existieren allerdings viele Lieder mit Abwandlungen ihrer Namen, in denen sie als Personifikation von Irland behandelt wird. Da ich aber kein Gälisch verstehe und deshalb nur die englischen Übersetzungen und Versionen analysieren kann, stammen meine Quellen aus dem 19. Jahrhundert. Diese wiederum beziehen sich unter anderem auf Texte aus dem 18. Jahrhundert. Zu diesem Zeitpunkt hat es die Erhebung von Grace O’Malley zur Nationalheldin also schon gegeben. Eine Piratin als Personifikation eines Landes – was sagt man dazu?

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Aug 2, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Aug 2, 2017