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Meine Abschlussarbeit

Eine Bachelorarbeit in Mathe?

Als ich am Anfang meines Studiums erfuhr, dass mir meine Bachelorarbeit aus meinem vorigen Studium nicht auf meinen Bachelor in Lehramt angerechnet werden könnte, war mir ziemlich schnell klar, dass ich die zweite Arbeit in Mathe schreiben möchte – irgendwann in ferner Zukunft. Diese Zukunft kam dann ein bisschen schneller als gedacht.
Ich dachte, das größte Problem wäre, einen betreuenden Dozenten zu finden – doch das war es gar nicht. Mir fielen spontan drei Dozenten ein, die mich gut genug kennen, um meinen Namen im Kopf zu haben. Einer von ihnen betreut schon mehrere Arbeiten und lehnte ab. Also probierte ich beim zweiten Dozenten mein Glück und hatte direkt am selben Tag noch seine Zusage im Mailpostfach.
Ich bin die erste Lehrämtlerin, die bei ihm eine Bachelorarbeit schreiben will, darum mussten wir erst einmal besprechen, was ich dabei überhaupt leisten kann. Aber nach zwei Sprechstundenterminen habe ich jetzt ein festes Thema: Dirichletsche Reihen und der Primzahlsatz. Das klingt viel weniger greifbar als meine Bachelorarbeit in Germanistik, ist aber sehr interessant: Der Primzahlsatz ermöglicht eine Abschätzung, wie Primzahlen verteilt sind. Dies geschieht durch Logarithmen. Ich soll die Geschichte des Satzes aufarbeiten und anschließend einen relativ neuen Beweis besprechen. Ich habe ein absolutes Faible für Primzahlen und freue mich ziemlich darüber, dass das Wort Primzahl im Titel meiner Bachelorarbeit vorkommt. Auch bin ich froh, schon ungefähr eine Struktur überlegt zu haben.
Dennoch werde ich mit Sicherheit eine ganze Menge tun müssen. Im Gegensatz zur Bachelorarbeit in Germanistik, bei der ich im Thema bereits gut eingearbeitet war und größtenteils alles runterschreiben konnte, werde ich mich nun vermutlich sehr viel tiefer einarbeiten und vor allem kognitiv einen deutlich höheren Aufwand aufbringen müssen.
Neben der Klausur in Bildungswissenschaften, der Hausarbeit in Deutschdidaktik und dem Praktikum wird meine Zeit vor dem Abschluss sicherlich noch ziemlich stressig. Aber ich freue mich trotzdem darauf, wieder einmal selbstständig zu arbeiten und mich mit Mathe tiefergehend zu beschäftigen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 21, 2017

Meine Abschlussarbeit

Immer dieses Kranksein!

Der Mensch ist gebrechlich und fehlbar. Früher oder später müssen wir alle unsere Wehwehchen pflegen und einsehen, dass man nicht immer voll leistungsfähig ist. Aber muss ich denn mit 26 Jahren, in der Blüte meines Lebens, ständig krank sein?
Ich hatte mich vermutlich bei einer Kommilitonin angesteckt. „Da übernachte ich ein einziges Mal nach einem netten Abend nicht im gewohnten Bettchen und werde prompt krank“, dachte ich mir. Ich lag also mit Halsschmerzen des Todes darnieder und musste hinnehmen, dass mit meiner Masterarbeit nichts voranging.
Nach fünf Tagen war ich zuversichtlich, den Infekt ohne Antibiotika bis Tag 7 wieder unter Kontrolle zu haben. Tag 7 kam, aber der Husten wollte noch nicht so ganz verschwinden. In der Nacht zu Tag 8 musste ich befürchten, an den Hustenanfällen zu sterben. Die nächste Woche hab ich dann doch mit Antibiotika bestritten.
Es nervt mich, krank zu sein, und ich überlege mir dann immer, ob ich irgendetwas falsch gemacht habe – mich falsch ernährt, zu wenig geschlafen oder nicht warm genug angezogen. Vermutlich muss ich mich selbst in meinen jungen Jahren damit abfinden, auch mal krank zu werden. Meistens laufen die Dinge eben nicht nach Plan, aber deswegen auch nicht zwingend schlechter.
Mittlerweile hüstele ich auch nur noch etwas und habe für die vor mir liegende Woche viele Pläne geschmiedet. Doch dann das: Gestern Abend, als ich in Gedanken schon bei den Aufgaben des nächsten Tages war, ist mir beim Zähne Reinigen mit der Zahnseide ein ordentlicher Brocken meines Backenzahnes entgegen gekommen. Der Mensch ist zerbrechlich und mit dem Zahn bröckelten meine Pläne für den nächsten Tag dahin. Von meinen Nerven ganz zu schweigen. Warum ich?
So hat nun mal jeder sein Zipperlein.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  May 30, 2017
Autor: Mia
Rubrik: studium
May 30, 2017

Meine Abschlussarbeit

Meine Begeisterung erhält einen Dämpfer

Das Exposé meiner Bachelorarbeit über die irische Piratenkönigin Grace O’Malley habe ich vor einer Woche per E-Mail an die zuständige Professorin geschickt. Ich war überrascht, als ich kurz darauf einiges an Kritik von ihr einstecken musste: Ich hätte das Thema von hinten aufgerollt – also musste ich die Gliederung umstellen. An manchen Stellen sei ich noch zu unspezifisch – da half nur Recherche. Außerdem hätte ich mich nicht eng genug an meinem Leitthema orientiert, hatte zu wenig historische Quellen – deshalb mussten weitere Quellen gesucht und andere Passagen gekürzt werden. Aber so ist das Leben, man verschätzt sich eben auch mal. Kennt ihr das auch, dass Pläne nie genau so funktionieren, wie man sich das vorgenommen hatte?
Nun habe ich eine geschlagene Woche Lieder und Romane aus dem 19. Jahrhundert durchgesehen, die mitunter aus dem Gälischen übersetzt sind. Weiter zurück lässt sich die Spur von Grace O’Malley, die hauptsächlich im 16. Jahrhundert lebte, leider nicht verfolgen. Außerdem habe ich Informationen zu Elizabeth I. gesammelt, da diese als englische Königin und Gegenspielerin von Grace für meine Arbeit von Bedeutung ist.
Und ich habe endlose Stunden an Kopierer, Scanner und PC verbracht. Manche Dokumente findet man über die jeweilige Universitätsbibliothek auch online, wobei die betreffende Universität dann eine Lizenz hat, was bedeutet, dass man nicht deutschlandweit auf dasselbe Angebot von Literatur zugreifen kann. In meinem Fall befasse ich mich mit dem Bestand von vier unterschiedlichen Bibliotheken. Ich nutzte auch Fernleihen, die ich allerdings zurückbringen muss, bevor ich die Bachelorarbeit rein rechnerisch überhaupt geschrieben haben kann. Also scanne und kopiere ich fast ohne Unterlass – was man für seine Bachelorarbeit nicht alles tut …

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 18, 2017