Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Meine Abschlussarbeit

Was für ein Stress!

Der Startschuss für meine Masterarbeit ist gefallen: Am vergangenen Samstag bin ich voll bepackt mit überwiegend überflüssigem Material auf meine erste Aufnahmefläche gestapft. In Begleitung meines betreuenden Professors habe ich eine Fläche von 100 Quadratmetern abgesteckt und akribisch alles erfasst, was dort so wächst und gedeiht. Es war ein schöner Tag und ich war am Abend trotz erheblicher Rückenschmerzen super froh, dass alles so harmonisch ablief. Denn die Tage zuvor war ich sehr gestresst und bin ich bei den wiederholten Fragen von Kommilitonen, ob ich meine Masterarbeit denn wirklich bei einem Betreuer schreiben will, der de facto nicht mehr an der Uni in Bayreuth ist, zum ersten Mal ernsthaft ins Grübeln gekommen.
Meiner Erfahrung nach haben Professoren manchmal wenig Verständnis für die Verfassung oder auch Limitierungen ihrer Studierenden. So wollte mein Professor, dass ich kartografische Unterschiede, die sich aufgrund von alten und neuen Karten ergeben, entschlüssele und erkläre – eine an sich relevante Frage und ich hatte ja auch Übungen für Geoinformationssysteme besucht, bin aber leider keine Geodäsieexpertin geworden. Soll heißen, er konnte mir nur sagen, welches Ergebnis er haben wolle und ob meines stimmt. Wie ich dort hinkomme, sollte ich selbst herausfinden. Ich bin an dieser Aufgabe verzweifelt, weil ich irgendwann nicht mehr verstand, wo das Problem lag und ich scheinbar nicht erklären konnte, was mir die Geodätin der Uni in ihrer Sprechstunde versucht hatte klar zu machen. Kurzum, es war ein riesengroßes Chaos rund um die Frage, wo sich die Orte, die ich für meine Masterarbeit in der Landschaft ansteuern werde, überhaupt befinden. Das war alles sehr stressig und unangenehm.
Irgendwie haben sich mein Betreuer und ich dann aber doch einigen können, wo auf der Karte wir uns gerade befanden und dass dieser Punkt mit dem Fleckchen Erde übereinstimmt, auf dem wir standen.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2017
Autor: Mia
Rubrik: studium
May 17, 2017

Meine Abschlussarbeit

Grace O'Malley, die Piratenkönigin

Endlich bin ich voll und ganz in meinem Element! Ich „ertrinke” förmlich in Büchern über Piraterie, die Stellung der Frau im Irland des 16. Jahrhunderts, Biographien über die irische Piratenkönigin Grace O'Malley und allerlei historischen, eingescannten Originaldokumenten. Wenn ich mich nicht auf die neueste Fachliteratur beschränken würde, hätte ich noch viel mehr zu lesen.
Dabei musste ich anfangs sehr tief graben, um überhaupt sinnvolle Literatur zu meinem Bachelorarbeitsthema zu finden. Weibliche Piraterie in Europa und die Stellung der Frau in der irischen Gesellschaft zu dieser Zeit scheinen momentan nicht im Fokus der Geschichtswissenschaften zu stehen. Ich muss sagen, dass mir das mitunter sehr gelegen kommt, da ich nun endlich Erstquellen interpretieren kann und richtig Spaß daran habe, auf Grace O'Malleys Spuren zu wandeln. Auch wenn ich für manche Informationen nicht nur einen, sondern fünf Umwege gehen musste. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
Bis jetzt bin ich positiv gestimmt, was den unweigerlichen Kampf mit meinem Computer und diversen Textverarbeitungsprogrammen angeht – von Fußnoten und anderen Zitierweisen ganz zu schweigen! Wahrscheinlich wird das aber nur halb so schlimm, wie ich es mir jetzt ausmale. Bei der Literatursuche habe ich gelernt, auch mal entspannt zu sehen, wie sich Dinge entwickeln, und nicht gleich für alle Fälle vorzuplanen.
Momentan warte ich noch auf einige Bücher, die ich per Fernleihe bestellt habe, da es diese bei meiner örtlichen Universitätsbibliothek nicht gab und ich auch online keinen Zugang zu ihnen bekommen konnte. Wenn ich diese gesichtet habe, kann ich ein erstes Exposé für meinen Professor verfassen. Ich könnte zwar noch ewig weiter nach Literatur suchen, aber irgendwann möchte ich auch anfangen, die Arbeit zu schreiben. Und eventuell hat mein Professor ja auch noch den einen oder anderen hilfreichen Tipp für mich.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 9, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 9, 2017

Meine Abschlussarbeit

Manchmal geht‘s ganz schnell

Was habe ich in meinem Studium nicht schon gewartet; als Geoökologin auch mal auf die Dämmerung oder ein anderes Naturereignis, das meistens dann eintritt, wenn man es nicht braucht. Die Umwelt zu „vermessen“ verlangt von einem teils präzises Timing oder viel Geduld.
Dann muss man als Studierender auch immer wieder auf Professoren und Prüfungsergebnisse warten. Daneben ist das Brüten über Versuchsaufbauten und sonstigen Experimenten, die essentiell für Uniarbeiten sind, wohl das Los eines jeden Naturwissenschaftlers. Ich frage mich zum Beispiel gerade, wann die Pflanzenwelt weit genug ist, dass ich rausgehen kann, um meine Vegetationsaufnahmen zu machen.
Der Plan ist, dass ich für meine Masterarbeit in Umkreis von Bayreuth rund 50 Flächen von 100 Quadratmetern Größe auf alle vorhandenen Gefäßpflanzen, Moose und Flechten untersuche. Eine solche komplette Vegetationsaufnahme macht man im Idealfall, wenn sich möglichst viele Pflanzen zeigen. In Deutschland eignet sich für die meisten Flächen der Monat Juni am besten.
Ausgehend von dieser Annahme habe ich mich darauf eingestellt, den nächsten Monat mit der akribischen Planung dieser Geländegänge zu verbringen, damit dann alles reibungslos verlaufen kann. Jetzt bleibt mir dafür aber statt mehreren Monaten nur noch die nächste Woche. Denn mein Betreuer tritt in Leipzig eine neue Stelle an und hat so meinen Masterarbeitsprozess beschleunigt. Ich wusste, dass er leider nicht dauerhaft an der Uni Bayreuth angestellt ist, aber dass der Abgang nun doch so plötzlich kommt, ist überraschend.
Dazu kam, dass ich statt weißen Weihnachten in diesem Jahr Ostern im Schneegestöber feierte. Das hat meiner Vegetationsaufnahme einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das sieht auch mein Professor ein und so heißt es wieder mal warten, dieses Mal, bis der Schnee geschmolzen ist.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2017
Autor: Mia
Rubrik: studium
May 2, 2017