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Zukunft Ingenieurin?

Ohne Taschenrechner?! (2)

„… und somit sollten wir auch einmal darüber nachdenken, ob Sie nicht lieber eine Klausur komplett ohne Taschenrechner schreiben.“ Dieser Satz meines Professors weckte auch den letzten verschlafenden Studenten. „Wie jetzt? Ohne Taschenrechner? Was sagt der da? Wie kommt er überhaupt auf so eine Idee?“ Nun ja, zugegebenermaßen, Argumente für seinen Anti-Taschenrechner-Plan hat unser Professor schon: Einige Studenten hätten ihn darauf angesprochen, dass sie sich einen derart teuren Taschenrechner nicht leisten könnten und würden sich daher benachteiligt fühlen. Außerdem lasse sich bei einer Klausur ohne Taschenrechner viel besser nachprüfen, ob die mathematischen Zusammenhänge auch tatsächlich verstanden wurden.

Nicht die schlechtesten Argumente, wie sogar ich als absolute Taschenrechner-Befürworterin zugeben musste. Aber dennoch – es gibt so vieles, was für den Gebrauch eines Taschenrechners spricht. Das wichtigste in einer langen Liste von Argumenten ist definitiv, dass vom letzten Semester an bis heute Aufgaben berechnet wurden, die auf den Gebrauch unseres programmierbaren Taschenrechners ausgelegt waren. Da diese Aufgaben die Grundlage für unsere Vorbereitung für die Klausur im Januar sind, kann man sich leicht überlegen, was eine Einführung von völlig anderen Aufgaben bedeuten würde. Ein weiteres, für mich überzeugendes Argument, ist die Durchfallquote der letzten Mathematikklausur ohne Taschenrechner, die unser Matheprofessor vor einigen Jahren schreiben ließ: 100 Prozent der Teilnehmer fielen damals durch – wenn das kein eindeutiges Ergebnis ist! Nun heißt es aber, erst einmal abzuwarten. Denn das letzte Wort in dieser Sache hat sowieso unser Professor.

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Nov 12, 2010
Autor: Janine
Rubrik: studium
Nov 12, 2010

Zukunft Ingenieurin?

Ohne Taschenrechner? (1)

Seit dem letzten Semester arbeite ich mit meinem graphikfähigen, programmierbaren Taschenrechner. Die 1.300-seitige Bedienungsanleitung gibt einen Hinweis auf die zig Funktionen, die mir bei der Bearbeitung meiner Aufgaben zur Verfügung stehen, und ich würde behaupten, dass ich noch nicht einmal ein Viertel von dem weiß, was dieser Rechner noch so alles kann.

Bei meiner Klausurvorbereitung habe ich mich ganz darauf verlassen, dass ich die Prüfung ebenfalls mit meinem Taschenrechner bestreiten kann – so wie es meines Wissens nach bei allen Vorgängerjahrgängen der Fall war. Ohne Taschenrechner zu arbeiten, erschien mir auch gänzlich unlogisch, wenn man sieht, welche Aufgabentypen wir bearbeiten. Denn auch mit gutem Vorstellungsvermögen fällt es wohl oftmals schwer, sich beispielsweise dreidimensionale Gebilde anhand der zugehörigen Funktion mal eben schnell vorzustellen.

Außerdem ermöglicht es der Taschenrechner, lästige Nebenrechnungen wie beispielsweise das Lösen von Intergralen schnell per Knopfdruck auszuführen, und sich somit auf die wesentliche Rechnung zu konzentrieren. Auch die Tatsache, dass sämtliche Übungsaufgaben auf die Bearbeitung mit Taschenrechner zugeschnitten waren und unser Professor nie etwas gegen den Gebrauch der Taschenrechner gesagt hatte, gab meiner Vermutung jede Menge Nahrung. Und somit wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass auch eine Klausur ohne Taschenrechner zur Diskussion stehen könnte. Falsch gedacht, wie ich euch in meinem nächsten Blog berichten werde.

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2010
Autor: Janine
Rubrik: studium
Nov 5, 2010

Zukunft Ingenieurin?

Das Mathemonster kommt näher...

„Mathematik 2.2“ steht auf dem dicken Skript, das vor mir liegt. Zu meiner Linken liegt mein exorbitant teuerer Taschenrechner, eine mathematische Formelsammlung und ein dreibändiges Lehrbuch mit dem mehr oder weniger einladenden Namen „Angewandte Mathematik: Body and Soul“. Zu meiner Rechten befindet sich ein dicker Ordner, der komplett gefüllt ist mit Übungsaufgaben und Aufzeichnungen der Mathevorlesung des letzten Semesters. Und nicht zu vergessen: das Skript mit dem verlockenden „Namen Mathematik 2.1“.

Am Ende des Semesters muss ich eine der schwersten, wenn nicht sogar die schwerste Prüfung meines gesamten Studiums schreiben: Die Mathematik-2-Prüfung steht an, in der das gesamte von uns (hoffentlich) erworbene mathematische Wissen von zwei Semestern abgefragt wird. Hierbei handelt es sich um die Prüfung, die einige Studenten meines Studiums zum Zwangsaufhören zwingt. Wer dreimal durch eine Prüfung gefallen ist, für den bedeutet es das Ende des Studiums. Letztes Semester waren meines Wissens nach wieder ungefähr zehn Leute hiervon betroffen.

Wie ärgerlich, nach drei oder sogar fünf Semestern Studium (je nachdem, wann sich wer getraut hat, seinen dritten Versuch zu schreiben), das gesamte Studium hinschmeißen und woanders etwas ganz anderes beginnen zu müssen! Und deshalb bin ich sehr froh, dass ich schon das letzte Semester meine Übungsaufgaben regelmäßig gemacht und mich wirklich bemüht habe, die komplizierte Mathematik zu verstehen. Auch dieses Semester heißt es, nicht nachzulassen. Ob meine Bemühungen dann auch tatsächlich ausreichen, um die Klausur beim ersten Mal zu bestehen? Durchfallquoten um die 80 Prozent lassen daran zweifeln. Aber bis zu meinem Versuch im Januar ist ja noch ein wenig Zeit und bis dahin heißt es, jede Menge üben, üben, üben.

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Oct 26, 2010
Autor: Janine
Rubrik: studium
Oct 26, 2010