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Studieren mit Kind

Einundsiebzig

Ich mich für zwei Prüfungen an der Uni angemeldet – und schaffe es abends auch immer noch, ein bisschen in meinen Unterlagen zu lesen. Und morgens komme ich auch wieder früher raus. Weil: Carla ist früh wach die letzten Tage und ihre erste Frage jeden Morgen: Mama, darf ich den Adventskalender aufmachen? Klar. Sehr schön zu sehen, wie schnell sie auf einmal die großen Zahlen über zehn erkennen kann. Die ersten Tage im Advent hat sie das sehr beschäftigt: Mama, wie heißt die Zahl mit der eins und der sieben? Welche Zahl kommt morgen? Und die wichtigste Frage: Wie oft muss ich noch schlafen bis Weihnachten? Jetzt ist sie immer bestens informiert, sicher auch, weil diese wichtige Frage im Kindergarten täglich diskutiert wird…Die Ergebnisse werden dann verkündet, wenn ich sie abhole: Morgen darf ich die einundsiebzig aufmachen, stimmt‘s? Nur noch fünfmal schlafen, Mama, dann ist Weihnachten.

Sie strahlt, in meinem Kopf öffnet sich der Ordner mit der Weihnachts-to-do-Liste: Ich habe noch keinen Baum. Gar nicht so einfach ohne Auto ( Ich hatte deshalb auch schon überlegt, eine Weihnachtsbaum-Alternative zu basteln, habe im Netz einen hübschen Vorschlag aus alten Lampenschirmen entdeckt, aber Freunde und Bekannte waren der Meinung, das kannst du deinem Kind nicht antun. Das hat mich ein bisschen verunsichert. Vielleicht nächstes Jahr…)

Und Mama, nur noch einmal schlafen dann ist Weihnachtsfeier im Kindergarten! Ja, Weihnachtsfeier im Kindergarten: Es wäre schön, wenn Sie dafür Plätzchen von zu Hause mitbringen, so stehts auf der Einladung. Aber liebe ErzieherInnen, das wollt ihr nicht wirklich! Ihr wollt eine Packung Lebkuchen aus dem Supermarkt, oder? Und tags zuvor ist Weihnachtsfeier im Museum, quasi ein Pflichttermin, wo ich jetzt die Dienstpläne der Aufsichten erstellen darf. Carla kommt natürlich mit, schön wenn man manche Termine zusammen durchstehen kann…

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2011
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Dec 20, 2011

Studieren mit Kind

Schlaf- und rastlos

Ich hatte mir das ja alles so schön vorgenommen: Zeitmanagement und so. Aber seit ich nicht mehr um halb neun in der Museumsverwaltung sein muss, komme ich abends nicht ins Bett und morgens schwer raus. Dabei muss ich dringend die letzten Module bearbeiten! Und dazu wollte ich doch morgens gegen halb neun in der Bibliothek sitzen und lernen (tagsüber kann ich mich doch noch besser konzentrieren als abends, auch wenn dabei die Zeit, in der ich mich ohne Kind frei bewegen kann, draufgeht). Das hat in der letzten Woche nur an einem der drei Unitage geklappt!

Und gibt es einen Weg, der an regelmäßiger sportlicher Betätigung vorbeiführt?! Es bringt nichts, mir etwas vorzunehmen, was ich nicht durchführen werde: Ich werde nicht morgens um kurz nach acht allein durch den Wald rennen. Ich werde auch nicht schwimmen gehen. Aber vielleicht schaffe ich die Strecke Kindergarten – Bibliothek mit dem Fahrrad in weniger als zehn Minuten? Ist das Sport? Zumindest passt es in den Zeitplan…

Den werde ich wohl auch wieder ein wenig ändern: Nächste Woche habe ich im Museum einen Termin, ich hoffe es geht um das (bisher nur angedeutete) Job-Angebot. Sehr wahrscheinlich nur ein 400-Euro Job, aber immerhin. Und dann könnte ich in zwei Wochen eine Schulklasse durch die archäologische Ausstellung im historischen Museum führen. Mache ich das? Habe ich überhaupt Zeit? Und wie rechne ich das ab?

Kein Wunder, dass ich schon wieder nicht einschlafen kann. Ich denke, da hilft auch kein Durch-den-Wald-Gerenne. Morgen werde ich´s sicher um halb sieben aus dem Bett schaffen: Carla darf ein Türchen im Adventskalender öffnen und ist abends schon so aufgeregt – sicher ist sie spätestens um sechs wach! Ob das den ganzen Advent anhält?

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2011
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Dec 9, 2011

Studieren mit Kind

Schreibtischlandschaft

Das Wochenende haben Carla und ich mit einer hübschen Grippe im Bett verbracht. Heute Morgen habe ich entschieden, dass Carla noch zu blass für den Kindergarten ist und nochmals zu Hause bleibt. Ich dachte, sie kann schön in ihrem Zimmer spielen, während ich ein bisschen an meinem Schreibtisch sitze… Gut, ich sitze an meinem Schreibtisch, aber alle zehn Sekunden werde ich abgelenkt: Mama, kann ich in deinem Zimmer Duplo spielen? Hmhm…

Mama, die Duplokiste ist zu schwer. Mamaaa! Moment, ich komm ja schon.

Ich trage meinem Töchterchen die Kiste in mein Zimmer und setze mich wieder an die Arbeit.

Maama, schau mal, was ich gebaut habe! Hmhm…

Mama, du hast nicht geschaut, schau mal mein Haus an, Mamaa!

Carla, mein Schatz, ich will den Text fertig schreiben. Dafür brauche ich meine Ruhe. Danach kann ich mit dir spielen, ok?

Ok, Mama, ich stell dir mein Gebautes auf den Schreibtisch, dann kannst du‘s besser sehen, ja? Hmhm… Gut, ich sitze an meinem Schreibtisch, meine Bücher und Skripte sind nur noch Landschaft für Duplohäuser, -männchen und -autos. Vielleicht sollte ich später weitermachen und mich jetzt erst noch ein bisschen ausruhen. Ich bin ja auch noch nicht ganz gesund. Und morgen habe ich ja wieder Praktikumstag in der Medienzentrale, da sollte ich fit sein.

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Nov 30, 2011
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Nov 30, 2011