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Studieren im Ausland

Pädagogik und VWL

Wer ein Auslandssemester macht, versucht normalerweise an der Gastuni Kurse zu finden, die er auch zuhause belegen würde. Mir fehlten noch zwei Seminare aus dem Bereich Internationale Beziehungen und zwei soziologische Seminare. Sorgen habe ich mich vor allem um letztere gemacht: Soziologie ist einfach nicht so verbreitet wie Politikwissenschaft, sodass es schwieriger sein kann, entsprechende Seminare zu finden. Dazu kommt, dass ich an meiner Gastuni nicht alle Kurse belegen konnte, da viele auf Chinesisch gehalten wurden.
Letztendlich hätte ich mir keine Sorgen machen müssen: Ich fand nämlich genau zwei englischsprachige Kurse, die mir thematisch gut gefallen haben, einen aus dem Bereich Bildungs-, den anderen aus dem Bereich Innovationssoziologie. Überrascht war ich, dass am Seminar Innovationssoziologie auch viele teilnahmen, die BWL studierten und am bildungssoziologischen Seminar auch einige, die Pädagogik studierten.
Wesentlich einfacher hatte ich es mir im Fall der anderen beiden Seminare vorgestellt: Vorab hatte ich nämlich gesehen, dass es recht viele politikwissenschaftliche Seminare auf Englisch gab. Dadurch, dass ich mir zwei Vormittage für die Soziologiekurse freihalten musste, blieb dann jedoch keine allzu große Auswahl. Letztendlich habe ich mich für ein Seminar über Demokratie und Demokratisierung in Ost- und Südostasien sowie eines über die wirtschaftliche Entwicklung Ostasiens entschieden. Auch hier wurde ich überrascht: Außer mir waren viele dort, die VWL studierten. Letztendlich war das aber wirklich interessant: Gerade weil Politik- und Wirtschaftswissenschaften viele Schnittstellen miteinander teilen, konnten wir viele verschiedene Perspektiven einbringen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 12, 2019

Studieren im Ausland

Roadtrip durch Frankreich - Teil 1

Frankreich ist in verschiedene Ferienzonen aufgeteilt. Vergangene Woche waren Ferien in der Zone, in der auch Marseille liegt. Viele meiner französischen Kommilitonen nutzen die freien Tage zum Entspannen und besuchten ihre Eltern, Geschwister und Freunde aus Schulzeiten. Ich flog am Freitag nach Deutschland und setzte mich am Sonntag mit fünf Freunden in einen VW-Bus. Zusammen machten wie uns auf den Weg Richtung Südfrankreich. Unser Ziel für diesen Tag: Lyon. Dort hatten wir für zwei Nächte eine kleine Wohnung gemietet und deshalb den ganzen Montag Zeit, um uns die Stadt anzusehen.
Lyon ist eine schöne, gut erhaltene und gepflegte Stadt, die stark von den dort zusammenfließenden Flüssen Rhône und Saône geprägt ist. Auf dem Hügel im Westen der Stadt thront eine eindrucksvolle Kirche, die mit ihren Zinnen auf den Türmen und ihrer einschüchternden, symmetrischen Fassade von außen eher an eine Festung als an ein Gotteshaus erinnert. Von der Terrasse neben der Kirche bietet sich ein fantastischer Blick auf den Stadtkern, der von der Rhone und der Saône umschlossen wird. Zahlreiche Brücken verbinden die Altstadt am Fuße des Hügels mit dem Stadtkern.
Auf dem Hügel gibt es auch zwei faszinierend gut erhaltene Amphitheater aus der Römerzeit. Dort legten wir auf deren Rängen eine Pause ein. Durch die schmalen Gassen der Altstadt liefen wir den Hügel anschließend wieder hinunter und ließen den Abend in einer Bar im Stadtkern ausklingen. Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Marseille.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2019

Studieren im Ausland

Chaos im Krankenhaus

Als ich eine Auslandskrankenversicherung für meine Semester in Taiwan abgeschlossen habe, ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich noch nie zuvor im Ausland bei einem Arzt oder im Krankenhaus war. In Taipeh sollte sich das jedoch ändern: Ich habe schon länger Knieschmerzen bei starker Belastung, hatte es zuvor aber so im Griff, dass ich mir keine Gedanken über Sport machen musste. Nachdem ich in Taipeh an den Wochenenden oft wandern war, spürte ich meine Knie aber plötzlich ganz deutlich. Erst habe ich gehofft, bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland durchzuhalten, dann ist mir klar geworden, dass das vermutlich keine Option ist.
Zuerst einmal hat mich das Krankenhaus in Taipeh total überrascht: Es gibt nämlich eine Übersetzerin, die in Vollzeit angestellt ist, fließend Englisch spricht und zwischen Patienten und Ärzten vermittelt. Für mich war das ein klarer Vorteil: Ansonsten hätte ich nur auf mein Knie zeigen und dabei auf Chinesisch sagen können, dass es mir nicht gut geht. Außerdem habe ich direkt einen Termin bekommen, obwohl ich kein Notfall war. Ohne Übersetzerin hätte ich vermutlich auch gar nicht verstanden, wann ich an der Reihe war: Statt die Patienten aufzurufen, wurde auf einer elektronischen Tafel angezeigt, wer das Zimmer betreten sollte. Da ich mit chinesischen Schriftzeichen nicht allzu viel anfangen kann, habe ich das glatt übersehen.
Chaotisch war die Behandlung dann aber doch: Alles funktionierte wie am Fließband, ganz besonders die Röntgenaufnahmen. Die Verständigung wurde zwar dank Übersetzerin einfacher, wirklich reden konnte ich mit dem zuständigen Arzt aber eben nicht. Der wollte mich letztendlich an einen Physiotherapeuten überweisen, bei dem ich aber so lange auf den nächsten Termin hätte warten müssen, dass mein Auslandssemester dann bereits vorüber gewesen wäre.
Letztendlich hat man mir also nicht weitergeholfen. Heilfroh war ich trotzdem, dass ich dank der Übersetzerin erklären konnte, dass meine Auslandskrankenversicherung die Kosten vermutlich nur übernimmt, wenn mein deutscher Name auf der Rechnung steht – und nicht der chinesische, den mir meine Gastuni zugeteilt hatte.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 3, 2019