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Studieren im Ausland

Mit strahlenden Gesichtern

Das Treffen der universitären Folklore-Tanzgruppen bestand hauptsächlich aus unterschiedlichen Workshops. Es war einfach fantastisch, so viele unterschiedliche brasilianische Tänze kennenzulernen. Selbstverständlich konnte ich mir nicht einmal die Hälfte aller Namen merken. Doch allein die Tatsache, in die verschiedenen Regionen des Landes auf eine tänzerische Art und Weise „hineinschnuppern“ zu können, fand ich klasse.

Meine Tanzgruppe stellte in den Workshops drei Tänze vor: Carimbó, einen Tanz aus Belém, dem Norden Brasiliens, Boi Bumbá, eine Tanzart, die aus Parintins, einer Stadt im Amazonas kommt, und Coco, einen spielerischen Tanz afrobrasilianischen Ursprungs, der typisch für den Nordosten ist.

Zusätzlich zu den Workshops gab es auch Vorträge über den Ursprung der unterschiedlichen Folkloretänze. Außerdem hatten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Forschungsarbeiten zum Thema Folklore vorzustellen. Vor allem die Leute, die Sport studieren, haben in unterschiedlichen Projekten mit Kindern gearbeitet und die Tänze in den Sportunterricht integriert, um ein größeres Bewusstsein und vor allem auch Wertschätzung der Kinder für ihre afrikanischen und indigenen Wurzeln hervorzurufen.

Der „Encontro Nacional Universitário de Danças Populares“ ging – wie immer, wenn etwas schön ist – viel zu schnell zu Ende. Am letzten Tag kamen Familien, Freunde, andere Studierende und einige Schulklassen zur großen Abschlussaufführung. Jede Gruppe hatte ein Programm zusammengestellt. Bevor es losging waren wir alle ziemlich aufgeregt, doch funktionierte das meiste reibungslos, und da alle mit so viel Energie und Freude tanzten, fielen die wenigen Patzer auch nicht groß auf. Am Ende wurden wir mit strahlenden Gesichtern und lang anhaltendem Applaus vom Publikum belohnt.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Feb 11, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Feb 11, 2016

Studieren im Ausland

Eine interessante Mischung

Das Treffen der universitären Folklore-Tanzgruppen fing am nächsten Morgen pünktlich um neun Uhr an. Der erste Workshop wurde von der Tanzgruppe aus Porto Alegre geleitet. Da im 19. und 20. Jahrhundert viele Deutsche, aber auch andere Europäer ausgewandert sind, ist die dortige Kultur zum Teil stark von der Europas geprägt. Der europäische Einfluss auf die Tänze der Gruppe aus Porto Alegre war jedenfalls nicht zu verkennen, und die langen Kleider der Mädchen und die Trachten der Jungen erinnerten mich an europäische Volkstänze.

Es war interessant, durch die Welt des Tanzes eine ganz andere Seite Brasiliens kennenzulernen. Da die Tänze unserer Gruppe hauptsächlich afrikanische und indigene Einflüsse beinhalten, waren die Bewegungen und die Musik der anderen Gruppen völlig neu für uns. Einige meiner Freunde fragten mich, ob ich mich und die deutsche Kultur in diesen Tänzen wiedererkennen würde. Da ich jedoch in Deutschland hauptsächlich Stepptanz, Jazz und Ballett getanzt und durch mein Freiwilliges Soziales Jahr in Nicaragua auch noch Salsa, Merengue und Bachata gelernt habe, musste ich das leider verneinen. Trotzdem, so sagte ich ihnen, erinnerten sie mich an eine Mischung aus süd- und osteuropäischen Tänzen, die ich einmal auf einem Folklorefestival in meiner Heimatstadt gesehen habe, nur, dass diese hier zusätzlich etwas Brasilianisches an sich hatten.

Genau das sei es, was durch die europäische Einwanderung passiert sei, erklärte uns ein Mädchen der Tanzgruppe aus Porto Alegre, die neben mir und meinen Freundinnen stand. Die europäische Kultur sei in den Süden Brasiliens gekommen und bis zu einem gewissen Grad auch erhalten geblieben. So gibt es dort nicht nur viele Städte mit deutschen Namen, wie Blumenau oder Nova Friburgo (Neues Freiburg), sondern sogar ein Oktoberfest. Doch die europäische Kultur hat sich auch mit den bereits vorhandenen Traditionen gemischt. Dies konnte man perfekt an den Tänzen sehen, die aus eben dieser Mischung entstanden waren.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Feb 5, 2016

Studieren im Ausland

Alles ist neu und aufregend

In den ersten Tagen besichtigte ich mit meinem Freund das Zentrum von Oslo und wir fuhren mit einem Schiff entlang des Oslofjords. Es war richtig kalt und leider ließ sich die Sonne überhaupt nicht blicken. Die Fahrt auf einem alten Segelschiff führte entlang der kleinen Inseln, die sich vor der Stadt befinden. Dort findet man überall kleine Holzhäuser in den Farben rot, grün und gelb. Alle sind in dem gleichen Stil gebaut und es ist nicht erlaubt, die Häuser in anderen Farben anzustreichen. Genutzt werden sie häufig als Sommerhäuser, da viele Norweger in den warmen Monaten auf die Inseln fahren, um dort zu baden oder einfach die Ruhe in der Natur zu genießen.

In der Stadt selbst ist immer ziemlich viel los. Das Zentrum ist sehr überschaubar und richtig schön. Es gibt viele tolle Gebäude und alles sieht sehr ordentlich und sauber aus. Neben klassischen, alten Wohnhäusern gibt es zahlreiche top moderne Bürokomplexe und Penthauswohnungen, vor allem am Hafen im Bezirk „Aker Brygge“. Besonders eindrucksvoll finde ich persönlich auch das Opernhaus, dessen Form einem treibenden Eisberg ähnelt. Es ist sehr modern und man hat vom Dach aus einen tollen Ausblick auf den Fjord und auf die Stadt. Ansonsten waren wir bisher nur im Osloer Stadtmuseum und im Frognerpark, in dem zahlreiche Skulpturen ausgestellt sind.

Ich habe auch schon ein paar Norweger kennengelernt, die mir alle bewiesen, dass bestehende Klischees nicht immer stimmen. Es heißt ja, Norweger wären sehr distanziert und verschlossen und es sei schwer, mit ihnen in Kontakt zu treten. Das kann ich jedoch überhaupt nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil: Egal, wen ich bis jetzt auf der Straße angesprochen habe, um nach dem Weg zu fragen, alle waren sehr nett, hilfsbereit und gaben sich sehr große Mühe, mir weiterzuhelfen. Auch die Professoren und Studierenden in der Uni sind sehr offen und kontaktfreudig. Außerdem finde ich es sehr beeindruckend, dass hier jeder fließend Englisch spricht. Selbst ältere Generationen kann man bedenkenlos auf Englisch ansprechen.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Feb 5, 2016