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Studieren im Ausland

Wo die Portugiesen an Land gingen

Als ich im Flieger nach Salvador saß, überkam mich ein ungutes Gefühl. Alex, ein Bekannter, bei dem ich wohnen wollte, hatte zwar gesagt, dass er mich am Flughafen abholen würde, aber was, wenn er es doch nicht täte? Seine Adresse hatte ich mir nicht geben lassen, und ich hatte mir für den Notfall auch kein Hostel rausgesucht, in dem ich die erste Nacht bleiben könnte. Ich versuchte mich zu beruhigen. Jetzt konnte ich sowieso nichts mehr ändern. Ich hoffte einfach, dass alles gut gehen würde. Ansonsten gibt es ja an den meisten Flughäfen eine Touristeninformation, bei denen man sich ein Hostel buchen lassen könnte.

All die Gedanken hatte ich mir jedoch umsonst gemacht. Als ich in Salvador ankam, war Alex die erste Person, die ich sah. Strahlend stand er hinter der Absperrung. Er hatte Gilson, einen seiner besten Freunde, mitgebracht. Nachdem sie mich begrüßt hatten, nahmen sie mir sofort mein Gepäck ab. Zusammen liefen wir vom Flughafen zum Busbahnhof. Alex erklärte mir, dass das Stadtviertel, in dem sie wohnten, ziemlich weit außerhalb lag und wir circa eineinhalb Stunden bis nach Hause brauchen würden. Aber so würde ich immerhin das wahre Leben der Menschen in Salvador kennenlernen, meinte Alex. Er deutete auf ein paar schicke Wohnungen, an denen wir vorbeifuhren, und erklärte, hier würde eine reiche Minderheit leben. Der Bus fuhr eine kurze Strecke am Meer entlang. Alex wies mich auf einen kleinen Leuchtturm hin, der an der Uferpromenade stand, und sagte mir, dass genau an dieser Stelle vor über 500 Jahren die ersten Portugiesen angekommen seien.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Sep 22, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Sep 22, 2015

Studieren im Ausland

Karrierefindung

Seit Jahren warte ich darauf, dass wie in den Kung-Fu-Filmen aus dem Nichts ein Mentor in meinem Leben auftaucht und mir sagt, welche Stärken ich habe und wofür ich bestimmt bin. Die Realität sieht natürlich anders aus, weswegen ich nicht versuche, Fliegen mit Essstäbchen zu fangen, sondern das Schreiben als eine gute Form der Reflexion betrachte. Damit meine ich weniger stolpernde Poetik-Versuche, sondern vielmehr Briefe oder Berichte.

Während meines Zivildienstes nahm ich an einer Besinnungszeit im Kloster teil, wo wir dazu angeleitet wurden, einen Brief an unser zukünftiges Ich zu verfassen. Da fragt man sich dann, wo dieser „jemand“ in der Zukunft sein und was er hören wollen würde? Was könnte er in der Zwischenzeit erreicht haben? Erst, wenn man den Brief liest, wird man erkennen, ob man sich selbst richtig eingeschätzt hat.

Etwas hilfreicher waren die Semesterberichte, die ich für mein Stipendium über den Verlauf meines Studiums anfertigen musste. Darin reflektiert man dann die Hochs und Tiefs, welche Kurse einem wirklich gefallen haben und wie man die eigene Leistung einschätzt. Außerdem musste ich dafür einen roten Faden suchen und überlegen, wie die Geschichte sinnvoll weitergehen soll. Ich habe zum Beispiel Naturwissenschaften studiert, bin aber sehr an gesellschaftlichen Fragestellungen, Nachhaltigkeit und Erziehung interessiert, was sich in meinen Nebenjobs und außerschulischen Aktivitäten schon immer widergespiegelt hat. Soll ich also doch einen Master of Science machen? Wenn ich das alles in Briefform einem Freund schreiben und diesen um Rat bitten würde, merkte ich wohl schon beim Feder schwingen, ob das glaubwürdig oder stimmig klingt. Neben der Selbstreflexion bekäme ich dadurch wahrscheinlich auch noch Feedback.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Sep 17, 2015

Studieren im Ausland

Nicht nur in die Luft gesprochen!

Für meinen Trip nach Salvador brauchte ich dringend noch eine Schlafgelegenheit. Der einzige, den ich dort kenne, ist Alex. Er hat mehrere Jahre in meiner Heimatstadt in Deutschland gelebt und dort Capoeira-Unterricht gegeben. Ich habe ihn über meinen früheren Freund kennengelernt, mit dem er in einem Deutschkurs saß. Wir sind öfter zusammen ausgegangen und immer wieder hat er betont, dass er mich jederzeit in Salvador willkommen heißen würde. Doch wir haben schon seit über zwei Jahren so gut wie keinen Kontakt mehr. Ich war unsicher, ob ich ihm einfach schreiben sollte, dass ich schon zwei Wochen später in Salvador auftauchen würde?

Rapha ermutigte mich und betonte, dass die Brasilianer sehr offene und herzliche Menschen seien. Er ging davon aus, dass Alex sich sicher über eine Nachricht von mir freuen würde. Und wenn nicht, könnte ich immer noch ein Hostel buchen. Also beschloss ich, Alex zu schreiben. Irgendwie rechnete ich damit, gar keine Antwort von ihm zu bekommen, doch ich hatte mich getäuscht: Keine fünf Minuten später schrieb er bereits zurück. Er teilte mir mit, dass er sich immer über Besuch aus Deutschland freut, und ich so lange bei ihm bleiben könnte, wie ich wollte. Er plante sogar schon, was wir alles zusammen machen könnten. Ich war völlig sprachlos. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Und das Beste: Er würde mich sogar vom Flughafen abholen! Meiner Reise stand also nichts mehr im Weg!

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Sep 14, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Sep 14, 2015