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Studieren im Ausland

Brandheiße Situation

Hier in den USA ist donnerstags immer „Throwback Thursday“ auf den Social Media-Plattformen wie Instagram und Facebook. Dabei geht es darum, Ereignisse zu posten, die einem besonders in Erinnerung geblieben sind. Die Frage, was ich wohl an diesem Donnerstag posten könnte, brachte mich auf die Idee, euch von einer gefährlichen Situation zu erzählen.

Vor ein paar Monaten machte ich mich am Abend auf den Weg zum College, um meinen Abendkurs zu besuchen. Plötzlich hupten die anderen Autofahrer und gaben mir Lichtsignale. Ich dachte nur: Was haben die denn, die können doch unmöglich mich meinen? Mein Auto fuhr schließlich tadellos. Bis es dann immer langsamer wurde, ich rechts ranfuhr und letztendlich panisch ausstieg.

Vor mir hielten Autofahrer an, die mich sofort aus dem Auto scheuchten. Ich konnte gerade noch so meine Handtasche greifen und mich vom Auto entfernen, da fing es auch schon an, überall zu brennen. Wie ich von anderen Autofahrern erfuhr, hatte es bereits von unten gebrannt, als ich noch seelenruhig damit gefahren war. Ich hatte das gar nicht bemerkt, denn weder roch ich etwas, noch machte das Auto Probleme.

Heute blicke ich auf diesen Tag immer noch mit Schrecken zurück. Wenn ich an der Stelle, an der ich damals stehen geblieben war, vorbeifahre, denke ich daran. Sobald mir während der Autofahrt ein ungewöhnlicher Geruch in die Nase steigt, schalte ich das Radio aus und vergewissere mich, dass alles in Ordnung ist. Was letztendlich zu dem Brand fuehrte? Elektroschaden, meinte die Versicherung. Mir wird diese Schrecksekunde immer unangenehm in Erinnerung bleiben.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 25, 2015

Studieren im Ausland

Vom Öko zum Berater?

Vor zwei Wochen entdeckte ich per Zufall eine Stellenanzeige als Kommunikationsberater und dachte mir, da ich gerne Präsentationen gestalte und mit Menschen interagiere, könnte das doch etwas für mich sein. Also schmiss ich meinen herkömmlichen Lebenslauf und mein Bewerbungsschreiben über den Haufen, gestaltete ein kreatives CV und rundete meine Bewerbung mit einem animierten Bewerbungsvideo ab. Nach einem kurzen Telefoninterview letzte Woche bin ich nun nach London zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Damit bestätigt sich der Rat unseres Career Services: In der Medien- und Kreativwelt können die Initiative und das Design mehr als der reine Inhalt punkten.

Unverhofft kommt oft, und deswegen musste ich gestern noch einiges organisieren. Von einem Kumpel lieh ich mir ein Hemd, denn wenn „smart“ als Dresscode angesagt ist, kann ich nicht in T-Shirt und Jeans auftauchen. Eine Kommilitonin fragte ich, ob ich bei ihren Eltern in London übernachten könnte. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich aufgeregt … und es fühlt sich an wie der Sprung ins kalte Wasser: von Umweltbewegungen und Landwirtschaft in die Kreativ- und Geschäftswelt zu wechseln.

Design und Kreatives macht mir einfach Spaß. Neben der Uni habe ich immer Flyer, Zeitungen oder Websites gestaltet. Wir brauchen effektive Kommunikation, um einige der Probleme in der Welt offenzulegen. Oftmals sind es Missverständnisse oder einfach schlecht formulierte Appelle, die bei Leuten keinen Anklang finden. Mein Gedanke: Wenn ich Erfahrung im Kommunikationsbereich sammele und Unternehmen helfen muss, sich zu vermarkten, sollte das helfen, Umweltbelange auch größeren Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen zu vermitteln. Ich wurde aber auch gewarnt: „Als ich als Unternehmensberater startete, dachte ich, ich könnte das System von innen umkrempeln. Schneller als du denkst, wirst du Teil davon sein.“ Mit dieser Warnung im Hinterkopf fuhr ich nach London, rasiert und im Anzug. Die Haare sind aber immer noch lang.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 23, 2015

Studieren im Ausland

So kalt wie nie

Ich habe hier in den USA bereits sechs Winter erleben dürfen, aber der diesjährige, der Winter in meinem „verflixten siebten Jahr“, toppt alle – temperaturtechnisch gesehen jedenfalls. Die Fahrt von Long Island zum College nach Queens ist ja immer schon von viel Verkehr geprägt gewesen. Da ist es schon mehrere Male vorgekommen, dass ich während der Rush Hour zwei Stunden für die 55 Kilometer gebraucht habe. Aber ganze drei Stunden sind einfach zu viel des Guten! Und warum? Weil es bereits seit Wochen komischerweise in jeder Nacht auf Montag unheimlich viel schneit. Das erschwert nicht nur die Fahrt auf den Autobahnen, sondern sorgt auch dafür, dass einem fast die Hände einfrieren, sollte man aus Versehen seine Handschuhe vergessen haben.

Für den Fußweg vom Parkplatz zum Fitnessgebäude des Queens College brauche ich ungefähr sieben Minuten, aber diese fühlen sich bei minus 4 Grad Fahrenheit an wie Folter. In Celsius umgerechnet sind das nämlich minus 20 Grad! Einfach unerträglich! Ich glaube nicht, dass ich solche Temperaturen in Deutschland jemals ertragen musste. Hoffentlich kommt der Frühling bald. Ostern nähert sich schließlich mit schnellen Schritten. Mein Freund Sam ist Jude und feiert Passah-Fest anstelle von Ostern. Ich bin sehr gespannt, wie dieses Fest abläuft, das ich zum ersten Mal miterleben darf. Hoffentlich ist der Schnee bis dahin verschwunden.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 19, 2015