Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Deutscher Weihnachtsmarkt in N.Y.

Kurz vor Weihnachten kamen Sam und ich auf die Idee, doch mal den deutschen Weihnachtsmarkt in New York zu besuchen. Er war auch schon einmal in Deutschland und ist sehr an unserer Kultur interessiert. Außerdem ist er ein Weihnachts-Fan und war sehr gespannt darauf, wie ein typisch deutscher Weihnachtsmarkt aussieht. Leider wurde er aber enttäuscht. Nicht nur die Stände, die viel zu eng beieinander lagen, sondern auch die sehr bescheidende Größe des Marktes waren nicht sehr attraktiv und authentisch. Naja, wenigstens haben viele Deutsche an den verschiedenen Ständen gearbeitet. Sam konnte also deutsche Bratwurst und auch deutschen Punsch genießen, der von Deutschen serviert wurde. Das ist tatsächlich bemerkenswert. Die meisten deutschen Lokale und Restaurants hier werden nämlich von Amerikanern geführt. Glühwein gab es leider keinen, da man in den USA keinen Alkohol auf offener Straße trinken, geschweige denn verkaufen darf. Lustigerweise ist der Weihnachtsmarkt noch bis Februar in Betrieb – ein Unding, das es so in Deutschland hoffentlich nirgendwo gibt.

Ein weiteres Highlight auf unseren Trip in die City war der Besuch des traditionellen Weihnachtsbaums am Rockefeller Center – schön, oder?

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jan 9, 2015

Studieren im Ausland

Ein teures Paket

Oh Mann! Eigentlich wollte ich ja mehreren Familienmitgliedern und auch Freunden eine Freude machen und ein paar Kleinigkeiten zu Weihnachten verschicken. Aber bei den Versandkosten von Amerika nach Deutschland sind bereits Süßigkeiten keine Kleinigkeiten mehr. Kurz vor Weihnachten wollte ich ein Paket, ungefähr fünfeinhalb Kilo schwer, an meine liebe Freundin Patricia verschicken. Das hat mich umgerechnet ganze 54 Euro gekostet. Wahnsinn! Naja, wenn man einmal darüber nachdenkt, ist es vielleicht gar nicht ganz so viel – schließlich wurde das Paket mit den Geschenken auf einen anderen Kontinent geschickt und kam am Ende sicher bei Patricia an. Anstatt weitere Päckchen an meine Familie und Freunde zu senden, habe ich mich dazu entschieden, „nur“ Postkarten zu schreiben. Die Tatsache, dass man an Weihnachten an seine Lieben denkt, ist es schließlich, was zählt. Im „Austausch“ für mein Paket wird mir Patricia übrigens auch eins schicken, mit deutschen Köstlichkeiten. Ich habe da natürlich ganz selbstlos nur an meinen Freund Sam gedacht, der mir von deutschen Produkten vorgeschwärmt hatte: Tütensuppen zum Beispiel. Der wird sich freuen, wenn er das Paket von Patricia sieht, deutsches Essen ist eben doch das Beste.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Dec 31, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Dec 31, 2014

Studieren im Ausland

Klausuren in der Messehalle

In den letzten beiden Wochen meines Auslandsabenteuers standen die Klausuren auf dem Plan. Die erste und zugleich anspruchsvollste Prüfung hatte ich in Englischer Literatur der Romantik. Soviel gleich zu Beginn: Ich habe es überlebt. Jedoch das Spektakel, das die Iren um ihre Klausuren aufziehen, ist schon ein Erlebnis. Aber der Reihe nach: Da die meisten Kurse während des Semesters einstündig stattfinden, wird ein extra Zeitplan erstellt, in dem alle Kurse einen mehrstündigen Prüfungstermin zugeteilt bekommen. So ergeben sich viele Überschneidungen von Kursen mit hoher Teilnehmerzahl und die Hörsäle in der Uni reichen nicht aus, um alle Prüflinge unterzubringen. Deshalb wird für zwei Wochen eine Messehalle außerhalb des Campus gemietet. Die Uni bietet einen extra Shuttlebus an, der aber nur stündlich fährt und deshalb nur einen Bruchteil der Studierenden befördern kann. Auch ich stand gequetscht in der Menschentraube, die versuchte, sich noch in den Bus zu drängen, und habe es natürlich nicht hinein geschafft. Was also tun? Richtig, hier kann man ausnahmsweise mal mit dem Strom schwimmen. Ich folgte einfach den hunderten von anderen Studierenden, die den öffentlichen Bus nahmen und den Rest des Weges liefen. An der Halle angekommen, blieb mir erstmal die Spucke weg. Nicht weil sie so schön war, sondern weil dieser komplette Aufriss für mein Verständnis total irrational war. In der Vorhalle gab es Aushänge mit Sitznummern, 1 bis 2000, auf denen man seinen Namen finden musste. Ich hatte 1068. Dann musste man seine Taschen für einen Euro an einer Garderobe abgeben, denn in die Prüfungshalle durfte man nur Stifte, Wasser und seinen Studentenausweis mitnehmen. Die war aber noch nicht geöffnet, weshalb sich alle 2.000 Studierenden in der Vorhalle sammelten und panisch versuchten, letzte Informationen in ihr Kurzzeitgedächtnis zu pressen.

Zwanzig Minuten vor Prüfungsbeginn gab eine Lautsprecherstimme Bescheid, dass man die Halle nun betreten dürfe. Die ganze Schar sprang also auf einmal auf und stürmte zum Eingang. Was uns drinnen erwartete, war irrsinnig: Eine alte Lagerhalle von der Größe eines Fußballfeldes, in der 2.000 Tische und Stühle in Reih und Glied aufgestellt waren. Ordner wiesen letzte Plätze zu, die Stimme aus dem Lautsprecher gab Anweisungen und ich hatte mittlerweile alles vergessen, was ich über die Erhabenheit in der Romantik wusste. Zeitgleich wurden auf allen Reihen die Aufgaben verteilt. Links neben mir war ein Statistik-Kurs, während zu meiner rechten eine Chemieprüfung stattfand. Meine Klausur sollte zwei Stunden dauern, doch manch andere hatten nur eine Stunde, weshalb es mir vorkam, als würden ständig Leute kommen und gehen. Und die Lautsprecherstimme hielt auch nicht den Mund. Während der ersten zehn Minuten rief sie reihenweise Kurse auf und teilte ihnen mit, welche Fehler in den Angabenblättern zu finden waren und wie sie die Aufgaben abzuarbeiten haben. Irgendwann habe ich aufgehört zuzuhören, da ich Lord Byron dann doch mehr Aufmerksamkeit zu schenken hatte. Nach zwei Stunden war der Spuk vorbei.

Draußen holte ich erstmal tief Luft und versuchte die Eindrücke hinunterzuschlucken. Egal, wie ich in dieser Klausur abschneide, allein die Teilnahme an diesem völlig überzogenen Riesenevent war schon ein Abenteuer und die Reise wert.

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Dec 30, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Dec 30, 2014