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Studieren im Ausland

Leckeres Gruselmenü

Wie erwartet steppte der Halloween-Bär durch Dublin. Aber nicht nur am 31. Oktober, sondern eigentlich die ganze Woche. Jeden Tag konnte man mehr Häuser hinter künstlichen Spinnweben, Lichtergirlanden, Scream-Masken, überdimensionalen Plastikspinnen und Kürbisverzierungen verschwinden sehen. Es war wie die Vorbereitung auf die Apokalypse. Meine Vermieterin hielt sich mit der Dekoration eigentlich recht zurück, doch als ich am Freitagmorgen das Haus verlassen wollte, hätte mich beim Anblick des „Toten“ auf unserer Hecke fast der Schlag getroffen. Über Nacht war unser Vorgarten zum Zombiefriedhof geworden und die Süßigkeiten für „Trick or Treat“ lagen auch schon bereit.

Auch meine Freunde und ich haben uns Gedanken gemacht, wie wir den Abend verbringen wollten und haben uns dann ganz klassisch und bodenständig für einen Mädels-Kochabend entschieden. Wir trafen uns alle bei Charlotte, die bei einer südafrikanischen Gastfamilie wohnt. Das neugebaute Haus ist dem Traum einer gut bürgerlichen Familie entsprungen, die Kinder sind zum Knuddeln, der Hund hört aufs Wort und auch die Katze hat uns mit ihrer Anwesenheit beglückt. Alles fast ein bisschen wie in dem Film „Die Frauen von Stepford“ mit Nicole Kidman. Passend zum gruseligen Anlass. Zu acht haben wir dann an unseren Kürbissen geschnitzt. Aus dem Kürbisfleisch habe ich eine traditionelle Suppe gekocht, die Kerne wurden geröstet, das selbstgebackene Kräuterbrot war gerade fertig und an den Wein hatten wir natürlich auch gedacht. Zur Nachspeise hat Charlotte dann noch Bratäpfel gezaubert. Zwischendurch haben immer wieder Kinder an der Tür geklingelt und haufenweise Süßigkeiten von uns abgestaubt. So lernten wir an diesem Abend also auch noch Casper, Batman, Spiderman und sämtliche Skelette aus der Umgebung kennen. Eines süßer als das andere!

Vielleicht war dies nicht der abenteuerlichste Halloweenabend aller Zeiten, doch ich habe ihn mit neuen Freunden verbracht, erfahren, wo Stepford liegt und die erste Kürbissuppe meines Lebens gekocht. Wenn das kein Erfolg war!

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Nov 7, 2014

Studieren im Ausland

Unser Tanz

Als ich diese Woche zu meinem Street-Dance-Kurs kam, war Emanuel schon da. Er war einer der besten Tänzer der Gruppe. Er hatte bereits viele Jahre Ballett gemacht, konnte sich aber genauso gut auch zu Hip Hop und Funk bewegen. Er begrüßte mich mit einem Strahlen auf dem Gesicht, als ich in den Raum kam. Und auch ich freute mich jedes Mal ihn zu sehen, da von ihm eine unglaubliche Energie ausging, von der man automatisch angesteckt wurde. Wir unterhielten uns eine Weile, bis mir sein T-Shirt auffiel. In großen Lettern war der Ausdruck „Oré Anacã?“ aufgedruckt. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete, also fragte ich nach. Emanuel erklärte mir, dass es der Name einer anderen Tanzgruppe war, mit der er drei Mal pro Woche probte. Es handelte sich um eine Folkloretanzgruppe der Uni, die übersetzt „unser Tanz“ heißt.

Als Emanuel meinen begeisterten Gesichtsausdruck sah, lud er mich spontan ein, einmal mitzukommen. Ich konnte es nicht glauben! Wie lange hatte ich im Internet nach genau so einer Tanzgruppe gesucht? Wie viele Leute hatte ich gefragt, ob sie nicht eine derartige Tanzgruppe in Fortaleza kannten? Natürlich wollte ich das nächste Mal mitkommen! Außer Samba, was ich aus dem Fernsehen kannte, da ich einmal eine Dokumentation über den Karneval in Rio gesehen hatte, kannte ich eigentlich gar keine traditionellen brasilianischen Tänze. Ich war also sehr gespannt, was mich da erwarten würde.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Nov 7, 2014

Studieren im Ausland

Schreckensmoment

Autopannen hatte ich leider schon zwei. Einmal war es nur ein platter Reifen, beim zweiten Mal gab mein Auto auf der Autobahn den Geist auf und konnte letztendlich nicht mehr repariert werden. Gut, es handelte sich um ein sehr altes Modell, weshalb ich sowieso damit gerechnet habe, dass es „irgendwann“ nicht mehr fährt. Aber was mir neulich passiert ist, toppt leider alles, was ich bisher an Schrecken erlebt habe. Nachdem mein Auto nämlich kaputt gegangen war, kaufte Colleen, meine Visums-Sponsorin und Mitbewohnerin, ein neues (gebrauchtes) Auto – einen Minivan. Diesem Auto sah man sein Alter schon etwas an, aber es fuhr sich monatelang einwandfrei. Bis ich vergangene Woche gelassen zum Unterricht nach New York fuhr. Auf einmal wurde diese gemütliche Fahrt von wild winkenden und hupenden anderen Fahrern auf der Autobahn unterbrochen. Mir war im ersten Moment nicht bewusst, warum sie mir Zeichen gaben, anzuhalten, da mein Auto „normal“ fuhr. Bis ich auf einmal etwas Komisches roch und im nächsten Moment Rauch aufsteigen sah. Ich fuhr sofort rechts ran, schnappte meine kleine Tasche und flüchtete. Im nächsten Moment find der Wagen an zu brennen. Sofort kamen Polizei und Feuerwehr, sperrten die Autobahn und löschten das Feuer. Was für ein Schock! Zum Glück sind nur materielle Dinge verloren gegangen. Warum das passierte, wird nun untersucht. Dieses Erlebnis werde ich leider nicht so schnell vergessen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 30, 2014