Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

24 Stunden Geburtstag

Die Uhr tickt. Und Jack Bauers Sekunden entschwinden, bevor er den Machenschaften der US-Regierung in der Echtzeit-Fernsehserie „24“ auf die Schliche kommt. Anlässlich meines 24. Geburtstages dachte ich mir, ich könnte auf ähnliche Weise innerhalb von 24 Stunden mein Leben nachleben.

Früh morgens wollte ich meine Kindheitserlebnisse, wie eine Kissenburg bauen oder Kresse einsäen, nachstellen. Danach motorische Errungenschaften wie Fahrrad fahren und im Meer schwimmen neu erleben, meine Jugendeskapaden nochmal mitmachen und die Zeit nach dem Abitur vergegenwärtigen. Im Gegensatz zu meinen ersten Lebensjahren, bei denen es mir schwer fiel mich an bestimmte Aktivitäten oder Highlights zu erinnern, waren die letzten Jahre so ereignisreich, dass ich mich nur schwer für etwas entscheiden konnte. Klar, das liegt auch an meinem Gedächtnis, das sich besser an näher an der Gegenwart gelegene Geschehnisse erinnert, aber natürlich auch viel mehr Erinnerungsunterstützung in Form von Bildern, Videos und sozialen Medien bekommt.

Trotz eines müden Tages danach war es einfach genial, sich an Momente wie den ersten Kuss, das erste Bier, den ersten Auftritt mit der Band oder Projekte mit Freunden zu erinnern. Eine gute Art zu reflektieren, festzustellen, was man lange vernachlässigt hat (zum Beispiel Kampfsport zu trainieren) und worauf man sich fortan freuen und konzentrieren möchte. Ob ich mit 48 dann versuche, zwei Tage lang wach zu bleiben, kann ich mir ja noch überlegen. Und vielleicht zelebriere ich meinen 30. einfach, indem ich mir eine 30-tägige Auszeit gönne.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Oct 17, 2014

Studieren im Ausland

Fitness-Freak oder Couch-Potato?

Hier in den USA gibt es vieles, das man unbedingt mal ausprobieren sollte: die „Rocky Horror Picture Show“ erleben, von der ich euch letztens berichtet habe, ein bisschen herumreisen und eine Auto-Tour in andere Städte unternehmen. Das habe ich sehr bald vor und ich werde euch selbstverständlich auch erzählen, was ich dabei so erlebe. Tja, und dann gibt es da noch was anderes, das einen in Versuchung bringen kann: gutes Essen. Naja, eigentlich meine ich genau das Gegenteil – schlechtes Essen, das jedoch sehr gut schmeckt. Ich weiß noch, was mir meine Oma vor sechs Jahren mit auf den Weg gegeben hat, als ich als Au-pair in die USA ging und nicht länger als zwölf Monate bleiben wollte: „Werde bloß nicht fett“, sagte sie halb lächelnd, halb mit einer ernsten Mine. Und, was ist passiert? Am Anfang habe ich wirklich von allem probiert, was mir in die Hände fiel. Besonders gern mag ich „Peanutbutter and Jelly“-Sandwiches. Das ist ein Erdnussbutter- und Marmeladensandwich. Lecker, aber sehr kalorienreich. So aß ich gerade in meiner Anfangszeit viel zu viel, habe mich dann jedoch selbst vor die Wahl gestellt: Was will ich? Dick werden oder fit werden? Denn auch viele andere amerikanische Produkte enthalten sehr viel Weißmehl und Fett, was einem Europäer leicht zum Verhängnis werden kann. Ich habe mich dafür entschieden, fit zu werden und gehe jeden Tag mindestens fünf Kilometer joggen. Da kann ich mir auch das eine oder andere Erdnussbuttersandwich leisten.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 17, 2014

Studieren im Ausland

Keinen Sinn

Schon nach zwei Wochen im Street-Dance-Kurs war ich mehr als begeistert. Ich war wirklich froh, ihn gefunden zu haben! Jedes Mal ging ich strahlend und zufrieden mit mir und dem Rest der Welt nach Hause. Das konnte ich leider nicht von allen meinen Seminaren sagen. Mein Soziologiekurs über die Entstehung der brasilianischen Gesellschaft machte mir zwar viel Spaß, doch war ich oft frustriert, weil wir jede Woche zwischen 50 und 100 Seiten lesen mussten und ich das einfach nicht schaffte. Obwohl ich wusste, dass auch meine brasilianischen Kommilitonen Probleme mit dem hohen Arbeitspensum hatten und kaum einer im Kurs alle Texte las, stresste es mich, dass ich es nicht hinbekam. Zudem verstand ich nicht, warum wir so viel zu lesen aufbekamen, wenn doch klar war, dass es so gut wie keiner schaffen würde, die Lektüre bis zur nächsten Stunde vorzubereiten. Ich hatte immer das Gefühl, zu wenig zu machen und nicht gut genug zu sein.

Rapha versuchte mich zu beruhigen. Er erklärte mir, dass man nicht alle Texte gelesen haben muss, um die Prüfung zu bestehen. Es reiche, wenn man Zusammenfassungen im Internet studiere. Doch das wollte ich nicht. Es ging mir auch nicht um die Prüfung. Ich sah einfach keinen Sinn darin, die Meinung eines anderen abzuschreiben. Ich wollte die Dinge selber lesen, verstehen und dann darüber diskutieren. Vor allem, weil mich die Themen interessierten. Doch merkte ich, wie auch schon in Deutschland, dass die Mehrheit meiner Kommilitonen daran kein Interesse hatte.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Oct 15, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Oct 15, 2014