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Studieren im Ausland

Schon mal einen Stein geküsst?

Um Blarney Castle, eine alte Burgruine nahe Cork, rankt sich eine Legende. Küsst man den Blarney Stone, der etwa zwei Meter unter der Burgturmspitze in der Mauer sitzt, so wird man mit Redegewandtheit gesegnet. Angeblich trug es sich so zu: Vor hunderten von Jahren hat ein Mann am Morgen seines Gerichtstermins auf Anweisung einer Göttin diesen Stein geküsst. Im Anschluss daran konnte er sich geschickt aus der Affäre ziehen. Seitdem pilgern viele Menschen zur Burg, um ihre Lippen auch an diese Mauer zu drücken. Sogar Winston Churchill soll das schon gemacht haben. Witzig finde ich, dass man früher nicht genau wusste, wo genau dieser Stein angebracht ist und die feinen Burgfräulein einfach kreuz und quer die Wände abgeknutscht haben. Ob es was gebracht hat? Nun, das weiß man nicht.

Heute ist das Ganze als große Touristenattraktion aufgezogen. Man zahlt für den Eintritt in die Burg, macht einen beschwerlichen Gang über enge Wendeltreppen und durch verwunschene Kammern zur Spitze des Turms. Dort reiht sich schon eine Schlange aller Mutigen, die sich rückwärts über die Mauer lehnen und den Stein küssen wollen. Um nicht herunterzufallen, stehen zwei Männer zur Assistenz bereit, denen man aber erst einmal ein Trinkgeld geben muss. Danach legt man sich auf den Rücken, an der Hüfte gehalten von dem einen Mann, beugt sich durch einen Schlitz die Mauer hinunter und gibt dem Blarney Stone einen Schmatzer. Der zweite Mann macht währenddessen ein Foto, das sofort an den Souvenirshop weitergeleitet wird. Dort kann man sich dann für zehn Euro ein Zertifikat ausstellen lassen, dass man sein Leben für einen Kuss riskiert hat und nun vor Eloquenz nur so strotzt.

Ich kann meinem Lebenslauf leider kein solches Zertifikat hinzufügen. Das ganze Prozedere hat mich doch eher schmunzeln lassen und ich habe lieber amüsiert zugesehen, wie die anderen ihre Geldbeutel öffnete, um das Abenteuer zu spüren. Ich gebe mich mit meinem natürlichen Maß an Eloquenz zufrieden. Wenn ich daran denke, wer schon alles über dieser Mauer hing, um an dem Stein zu nuckeln, vergeht es mir sowieso gänzlich. Und die zehn Euro, die ich gespart habe, konnte ich dann später gewinnbringend in einer Schokoladenfabrik umsetzen.

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Oct 13, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Oct 13, 2014

Studieren im Ausland

Online-Kurse haben es in sich

Ich weiß ja nicht, wie das in Deutschland ist, aber wer hier in den Staaten einen Online-Kurs belegt, der muss ganz schön aufpassen, ihn nicht „aus Versehen“ zu vernachlässigen. Ich habe dieses Semester einen Kurs zur Strafjustiz belegt, bei dem ich ganz flexiblel nur dann „anwesend“ sein muss, wenn ich es will. Naja, es gibt natürlich Deadlines, an die man sich halten muss, und man braucht einen stabilen Internetzugang. Aber generell ist so ein Online-Kurs eine sehr gute Sache. Wenn da nicht folgendes Problem mit der Einstellung des einen oder anderen Studenten wäre: „Online-Kurs? Ach, die Hausaufgaben mache ich ganz schnell nebenbei. Ich muss mich ja eigentlich nicht einmal richtig anstrengen. Solange ich was zu Papier bringe, wird’s schon gut gehen.“ Aber stimmt das auch? Nicht nur, dass man kaum Kontakt zum Lehrer hat (es gibt keine festen Unterrichtszeiten), man läuft ständig Gefahr, den Kurs zu vergessen. So ging es mir, als mir auffiel, dass ich einen Beitrag, um einen Tag zu spät hochgeladen habe. Tolle Wurst! Ich kann die Hausaufgaben nämlich nicht einfach nachreichen, nein, mir fehlt jetzt eine Note. Zum Glück lerne ich für gewöhnlich aus meinen Fehlern – noch einmal wird mir das sicher nicht passieren. Außerdem haben Online-Kurse noch etwas Gutes: Man sieht alle Hausaufgaben, die einem der Lehrer während des Semesters geben wird, bereits zu Beginn. Ich habe mir vorgenommen, vorzuarbeiten, damit ich nicht wieder in Verzug komme. Hoffentlich gelingt mir das!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 10, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 10, 2014

Studieren im Ausland

Weltretter und Jetsetter

Pure Ironie, dass diejenigen, die den Leuten Klimasünden vorhalten und vor der Umweltkatastrophe warnen, oftmals mehr reisen und dabei die Luft verpesten als der Ottonormalverbraucher (Beispiel: Al Gore). Mir ging es so, als ich aus zeitlichen und finanziellen Gründen zum Umweltkongress fliegen „musste“. Was mir ein schlechtes Gewissen bereitete, ist zeitgleich eine Verzerrung unseres Wirtschaftssystems. Denn klar ist: Der 36 Euro teure Flug nach Bremen kostet die Menschen und den Planeten durch CO2-Emissionen in der Zukunft mehr als mich die Mehrkosten alternativer Fortbewegungsmittel. Fakt ist jedoch auch, dass Politiker, Prominente und Klimaschützer zu Kongressen rund um die Welt jetten und Abenteurer den Anfang ihres unmotorisierten Durchquerens der Serengeti zum Beispiel auch erst nach dem Linienflug antreten. Ist nicht einer, der daheim bleibt und Computerspiele zockt, nachhaltiger „unterwegs“ als Naturfreunde, die in der Gegend herumreisen und manchmal sogar die Umwelt mit ihren Aktivitäten (Wandern, Mountainbiken, Skifahren, etc…) zerstören? Schaut man sich deren ökologischen Fußabdruck an, dann wahrscheinlich schon. Obwohl der Zocker natürlich Strom braucht und Spiel und Konsole erst mal hergestellt werden müssen. Aber ich glaube, dass wir alle übereinstimmen, dass eine Gesellschaft, in der jeder nur daheim bleibt, um Umweltsünden zu vermeiden, nicht sehr wünschenswert wäre. Schließlich sind wir doch soziale Wesen.

Was also tun? Ich selbst habe mir vorgenommen, als Ausgleich zum Studium und meinen Klimasünden, im kommenden Frühling Bäume zu pflanzen. Am coolsten wäre es natürlich, gemeinsam mit ein paar anderen Leuten unseren eigenen Wald anzulegen, aber das geht vermutlich nicht so einfach. Der beste Zeitpunkt dafür wäre wahrscheinlich vor 50 Jahren gewesen. Aber immerhin: Der zweitbeste Zeitpunkt, etwas zu unternehmen, ist heute.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Oct 6, 2014