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Studieren im Ausland

Gegen den Uhrzeigersinn

Es gibt ja bekanntlich viele Vorurteile und Stereotypen für aller Herren Länder. Ich bin wirklich kein Freund von Schubladendenken, aber ich muss schon zugeben, dass an einigen Dingen etwas dran ist. Wir Deutsche sind nun mal pünktlich, wenig spontan und legen Wert auf geordnete Organisation. Zumindest im Vergleich. Das musste ich in den letzten Wochen in Irland immer wieder feststellen. Hast du hier einen Termin um 11 Uhr, brauchst du vor 11:30 Uhr gar nicht auftauchen. Fragst du nach dem Weg und wie lange das wohl dauert, wird der Ire dir mit voller Hingabe und mit größter Mühe eine detailliert ausgeschmückte Beschreibung mit Zeitangabe liefern. Mach dich aber darauf gefasst, dass aus „five minutes down the road“ auch ganz schnell mal 20 werden können. Busfahrpläne gibt es hier auch. Den Bussen ist das aber egal. In Facebook habe ich diesbezüglich erst einen neckischen Spruch gefunden: „Timetables? Lol, no, we are just driving around!“ Ankommen tun sie ohne Zeitdruck ja auch. Der Druck für mich war aber schon zu spüren, als ich um 11 Uhr bei einer Vorlesung sein sollte und der Bus nach 40-minütiger Wartezeit noch immer nicht in Sicht war. Naja.

Vergangenes Wochenende war ich auf einem Trip, den meine Uni organisiert hat. Um 9 Uhr wollten wir losfahren, was wir dann um 10 Uhr auch taten. Einen Ablaufplan haben wir nicht bekommen. Wenn wir bei einer Sehenswürdigkeit gestoppt haben, wurde uns eine Zeit vorgegeben, zu der wir wieder im Bus sitzen sollten. Daran gehalten haben sich nur wenige. So wurden die Tage länger und länger. Aber es war egal! Auch ohne der Uhr hinterherzujagen, kamen wir überall gut an und hatten genug Zeit, alles anzuschauen. Keinen Plan zu haben, hat den Trip irgendwie spannender gemacht. Als würde man immer wieder auf eine Überraschung zufahren. Dies ist sicherlich nicht die Idee, die dahintersteckt, doch ist es das positive Fazit, das man aus dem irischen Zeitmanagement ziehen kann: Öfter mal entspannter an die Sache rangehen und mehr von der Welt mitbekommen. Ja, das würde uns Deutschen auch oft gut tun. Der Stress kommt sowieso von allein!

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Sep 22, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Sep 22, 2014

Studieren im Ausland

Rückblick und Neustart

Nach einem eher unerfreulichen letzten Semester, in dem ich mich in Volkswirtschaftslehre versucht habe und leider nicht besonders erfolgreich war, starte ich nun wieder voll durch, um wieder zu alter Form zurückzufinden. Warum das nötig ist? Volkswirtschaftslehre hat sich als totaler Reinfall herausgestellt. Ich habe in allen meinen Kursen Probleme gehabt. Da gab es zwei Einführungskurse in die Volks-und Marktwirtschaft, einen Mathekurs und einen VWL-Kurs für Fortgeschrittene. War ich damals in der Schule noch interessiert an der Thematik, so habe ich mich nun dabei ertappt, wie ich mit völligem Desinteresse und relativ wenig Motivation durch das letzte Semester gegangen bin.

Im Mathekurs musste ich sogar die Notbremse ziehen.Wenn sich ein Student sicher ist, in einem bestimmten Fach keine gute Note erreichen zu können, es aber zu spät ist, sich aus diesem Kurs wieder abzumelden, besteht die Möglichkeit, ihn mit „P/NC“ bewerten zu lassen. Das bedeutet, man bekommt entweder die Note „pass“, welche signalisiert, dass man den Kurs bestanden hat, oder man bekommt mit dem Vermerk „n/c“ keine Leistung in diesem Kurs anerkannt. Mit diesem „n/c“ musste ich mich in meinem Mathekurs leider zufrieden geben. Am besten abgeschnitten habe ich im VWL-Kurs. Hier habe ich sogar mit der Note A+ bestanden, das ist die bestmögliche Note. In den anderen beiden Kursen war meine Leistung zwar gut genug, um zu bestehen, aber dennoch nicht das Gelbe vom Ei. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, der Volkswirtschaftslehre den Rücke zu kehren und mich lieber wieder voll und ganz auf meine Medienkurse zu konzentrieren.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Sep 16, 2014
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Sep 16, 2014

Studieren im Ausland

Ein echter Glücksgriff

Vor dem ersten Street-Dance-Kurs war ich unglaublich aufgeregt und schwitzte. In Deutschland hatte ich nur ganz wenig Hip Hop und Street Dance gemacht, sondern hauptsächlich Jazz, Musical Dance und Ballett. Ich hatte Angst, dass alle anderen Teilnehmer viel besser sein würden und ich als die steife Europäerin dastehe. Doch hatte ich nicht allzu lange Zeit, mir Gedanken zu machen, da ein Junge auf mich zukam und mich fragte: „Bist du hier wegen dem Street-Dance-Kurs?“ Als ich seine Frage bejahte und mich erkundigte, ob er auch teilnehmen würde, lachte er nur und sagte: „Hi, ich bin Igor. Ich werde den Kurs leiten. Du bist sicher Esther, die deutsche Austauschstudentin, oder? Wie schön, dass du mitmachst. Ich hoffe, der Kurs wird dir gefallen.“

Als ich ihn fragte, welche anderen Fächer er noch unterrichte, erklärte er mir, dass er noch gar kein richtiger Dozent sei, sondern dieser Kurs eine Art „Stipendium“ für ihn darstelle. „In Brasilien haben wir Studierenden die Möglichkeit, ein Projekt an der Uni durchzuführen. Dafür bekommen wir dann eine finanzielle Unterstützung. Ich hatte Glück und mein Street-Dance-Kurs wurde angenommen. Eigentlich studiere ich Sport, aber ich tanze schon seit ich ganz klein bin.“ Obwohl sich viele schon kannten, machten wir zuerst eine kleine Kennenlernrunde. So erzählten alle, welche Erfahrungen sie bereits mit Tanz gemacht hatten und was sie sich von dem Kurs erhofften. Ich war erleichtert, als ich feststellte, dass die meisten aus anderen Tanzrichtungen kamen und ich nicht die Einzige war, die nur wenige Vorkenntnisse hatte. Außerdem war Igor ein super Lehrer und führte uns langsam und spielerisch in die verschiedenen Bewegungen ein. Der Kurs ist ein echter Glücksgriff!

Autor: Esther  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 15, 2014
Autor: Esther
Rubrik: orientieren
Sep 15, 2014