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Studieren im Ausland

Eine Woche zwischen Orientierung und Improvisation

An dieser Uni ist die Hölle los! Aber im positiven Sinne. Es gibt hier ein eigenes Gebäude, in dem das International Office angesiedelt und das als Wohnzimmer für die Austauschstudenten gedacht ist. Von hier aus starteten vergangene Woche die „Orientation Events“. Die Idee ist, dass sich alle neuen Studenten eine Woche vor Unibeginn so gut wie möglich einleben sollen. Und ja, wir haben uns eingelebt – in einem mörderischen Tempo. Auf dem Plan standen „Meet and Greets“, ein Ikea-Besuch, „Walking Tours“ am Campus und in der Stadt, Kulturabende mit Musik und Essen aus aller Welt, Spielenachmittage und die offizielle Willkommensrede des Unipräsidenten. Dafür wurden alle 3.000 Austauschstudenten in einen riesigen Festsaal im Herzen des Campus bestellt und jeder bekam ein Willkommensgeschenk: einen Jutebeutel mit dem Unilogo, einige Gutscheine und als Highlight einen Schal in den Farben der UCD in blau und gelb. Es folgte die „Scarfing Ceremony“. Wir hängten uns die Schals um und beglückwünschten uns gegenseitig, nun ein Teil der Unigemeinschaft zu sein. Wir waren jetzt also offiziell dabei!

Dies war der spaßige und informative Teil der Woche. Doch nebenbei stand ja auch noch die endgültige Kurswahl und Kursregistrierung an. Dazu muss ich gleich sagen: Ich habe mir in den vergangenen Wochen um die 284 mögliche Varianten für meinen Stundenplan überlegt. Die konnte ich gleich mal alle vergessen. Entweder waren die Kurse schon voll, ich durfte sie aufgrund fachlicher Einschränkungen nicht belegen oder sie passten letzten Endes doch nicht in meinen Stundenplan. Doch anstatt mich davon entmutigen zu lassen, sah ich dieses Semester nun als Chance, mal ganz neue Sachen auszuprobieren. Ich habe ja schon fast alle Module für meinen Abschluss fertig und bin somit nicht zwangsläufig auf Kurse angewiesen, die ich einbringen kann. Deshalb stellte ich mir eine bunte Mischung aus Kursen zusammen, die mich wirklich interessieren: Einführung in die Probleme der Philosophie, Einführung in das Politsystem Irlands, Einführung in die Ästhetik der Filmsounds, Literatur irischer Schriftstellerinnen, englischsprachige Literatur der Romantik und mein Highlight: „Ireland Uncovered“. Diesen Kurs haben viele ehemalige Austauschstudenten empfohlen. Darin wird die Geschichte, Kultur, Sprache und Entwicklung Irlands behandelt und sowohl theoretisch in Vorlesungen als auch praktisch auf Exkursionen behandelt. Darauf freue ich mich besonders. Denn wer will schon vom Auslandssemester heimkommen und keinen Plan haben, wo er eigentlich gewesen ist!? Saint Patrick – ich komme!

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Sep 11, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Sep 11, 2014

Studieren im Ausland

Wiedersehen in Kreuzberg

Die Admiralbrücke. Hier treffen sich Berliner abends. Mit einem Bier vom Späti ausgestattet, mischt man sich einfach unter die Touristen, Artisten und Alternativen – und beobachtet den Kellner, der sich für seine Ice-Bucket-Challenge filmen lässt. Ich selbst schaute der Sonne entgegen, genoss den Feierabend nach einer harten Woche Arbeit und freute mich drauf, Sofie wiedersehen. Sofie war für ihr Studiums nach Berlin gezogen und verbrachte diesen Sommer damit, ihr Vorpraktikum auf einem Biobauernhof nachzuholen.

Drei Jahre war es her, als wir uns das letzte Mal gesehen hatten – beim Jugendmedienkongress im Bundestag. „Pizza, Döner oder Burger?“, lautete eine ihrer ersten Fragen bei der Begrüßung. An der Burger-Bude dann die nächste Quizfrage: „Isst du Fleisch?“ Da ich die Option „Bioland“ auf der Speisekarte entdeckte, erwiderte ich: „Ja, eigentlich schon, aber seit wann bist du denn Veggie?“ – „Na, wenn man DAS studiert, hat man doch keine andere Wahl, oder?“.

Ein bisschen hatten wir uns schon aus den Augen verloren. Umso witziger erschien es, dass wir über verschiedene Wege und Umwege zu ähnlichen Ansichten gelangt waren. Bei unserem letzten Treffen war ich lockerer Zivi mit dem Drang, die Welt zu verändern, und sie modebewusste Abiturientin mit der „Schreibmaschine als Waffe“.

Wir unterhielten uns lange über verschiedene Berufsmöglichkeiten und konnten uns nach einer Weile einigen: Fernsehmoderator zu werden könnte wir uns beide später schon vorstellen. Entweder bei einer Nachrichtensendung oder für Magazine wie „Terra X“ oder das Projekt von Bear Grylls. Wir malten uns das richtig schön aus: Um die halbe Welt reisen, nur um vor einem noch aktiven Vulkan eine 30-Sekunden-Einspielung zum Thema Plattentektonik zu drehen und dann zurück ins Studio in Berlin zu fahren. Ach ja, ein bisschen wird man ja träumen dürfen …

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Sep 11, 2014
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Sep 11, 2014

Studieren im Ausland

Das klappt schon!

Mit Rapha war ich im selben Soziologie-Seminar. Es war mein Lieblingskurs geworden, obwohl Valmir, unser Professor, uns jede Woche Unmengen an Texten zu lesen aufgab und ich es nicht immer schaffte, alles bis zur nächsten Stunde vorzubereiten. Die Themen, die wir besprachen, waren interessant und ich hatte das Gefühl durch dieses Seminar wirklich ein bisschen mehr über die brasilianische Gesellschaft zu lernen. Wir lasen gerade „Der Abolitionismu“ von Joaquim Nabuco, einem der größten Gegner der Sklaverei in Brasilien. Doch konnte ich mich dieses Mal kaum konzentrieren, da ich wusste, dass Rapha und ich sofort nach dem Kurs los mussten, wenn wir pünktlich zum Pici-Campus kommen wollten, um mich für den Street-Dance-Kurs anzumelden. Und ich wollte auf keinen Fall zu spät kommen. Rapha sah mir an, dass ich auf heißen Kohlen saß und die ganze Zeit auf die Uhr blickte. „Mach dir nicht immer so einen Stress! Das klappt schon!“, flüsterte er mir zu. Und er hatte mal wieder Recht. Es dauerte zwar ein bisschen, bis wir am anderen Campus ankamen, da wir beide neu in der Stadt waren und uns noch nicht so gut auskannten, aber nachdem wir mehrmals nach dem Weg gefragt hatten, standen wir schließlich eine gute Stunde später vor der Sportfakultät. Die Frau im Sekretariat lächelte mich an, als wir ihr erzählten, warum wir gekommen waren und sagte: „Na, da hast du aber Glück! Es sind nämlich nur noch zwei Plätze frei. Aber Igor wird sich freuen, dich in seiner Gruppe zu haben. Er freut sich immer, Leute aus anderen Ländern kennenzulernen. Der Kurs findet mittwochs von 12 bis 13.30 Uhr statt. Bring einfach bequeme Sportsachen und viel Wasser mit. Das wirst du brauchen!“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Sep 8, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Sep 8, 2014