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Studieren im Ausland

Portugiesisch für ausländische Studierende

Am darauffolgenden Montag sollte der Portugiesisch-Kurs für ausländische Studierende stattfinden. Ich war gespannt. Im akademischen Auslandsamt hatte man mir gesagt, dass er eigentlich immer sehr beliebt bei den Austauschstudenten ist. Ich war nur etwas verwundert, dass sowohl Melanie, meine französische Mitbewohnerin, die noch kein Portugiesisch konnte, als auch Polo, der Mexikaner, der über uns wohnte und Spanisch sprach, gemeinsam mit mir im Kurs waren.

Als wir ankamen, wurden wir jeweils einzeln zur Lehrerin hereingebeten, unterhielten uns kurz mit ihr und wurden daraufhin in verschiedene Gruppen eingeteilt. In meinem Kurs waren außer mir noch drei Französinnen, ein Belgier, eine Kanadierin, eine Japanerin, ein Mexikaner und zwei Amerikanerinnen. Wir hatten wirkliches Glück mit unserer Lehrerin, denn sie war einfach klasse. Dadurch, dass wir alle schon relativ fortgeschritten waren, uns aber Sprachtraining und Kenntnisse im Verfassen wissenschaftlicher Texte fehlte, bestand der Kurs einerseits aus Grammatikübungen, andererseits wurden uns auch wissenschaftliche Formulierungen beigebracht.

Zudem gab es einen kulturellen Teil. Jede Woche wurde ein anderes Thema behandelt. Wir lasen Texte, diskutierten und hielten Präsentationen. So sprachen wir in einer Sitzung über die regionalen Unterschiede in der brasilianischen Küche und den Einfluss, den Indigene, Afrikaner und Europäer auf die jeweiligen Speisen hatten. Ein anderes Thema war brasilianische Musik. Hier lernten wir etwas über die verschiedenen Arten des Samba und über Forró, einen Paartanz, der ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens kommt, mittlerweile aber im ganzen Land getanzt wird. Aber auch verschiedene Religionen Brasiliens und die Rivalität zwischen ihnen wurden angesprochen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Aug 25, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Aug 25, 2014

Studieren im Ausland

Ready for Take-off

In einer Woche geht es los nach Dublin. Die Abschiedsparty wird dann schon Geschichte sein, der letzte Abend mit meinem Freund zu diesem Zeitpunkt hinter mir liegen und meine Mama wird ihre Tränen am Flughafen bereits vergossen haben. Ich werde am Flughafen in Düsseldorf sitzen, wo ich meine Zwischenlandung habe, und mich fragen, ob ich denn alles erledigt und dabei habe. Handyvertrag ist auf Eis gelegt, alle Erasmus-Unterlagen sind entweder schon ausgefüllt oder befinden sich sicher in meiner Tasche, die Adresse meines Hostels in Dublin weiß mein Timer, das Laptop-Ladekabel ist ganz unten im Rucksack und die Zahnbürste habe ich doch auch noch eingepackt, oder?

Vielleicht denke ich das. Vielleicht denke ich aber auch an die tollen Momente mit meinen Freunden und meiner Familie in den letzten Wochen. An die vielen Lacher, Umarmungen und guten Wünsche. Ja, wahrscheinlich freue ich mich jetzt schon aufs Heimkommen. Nicht, weil ich keine Lust auf das Abenteuer in Irland habe oder jetzt schon vor Heimweh zergehe. Sondern vielmehr, weil ich weiß, wo ich herkomme und wer dort auf mich wartet.

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Aug 21, 2014
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Aug 21, 2014

Studieren im Ausland

Tapioca

Bevor mein Soziologieprofessor uns ein schönes Wochenende wünschte, hatte er uns gebeten, den Reader am Eingang der sozialwissenschaftlichen Fakultät zu kaufen und bis zur nächsten Stunde – das war vier Tage später – das erste Kapitel zu lesen. So machten Rapha und ich uns nach dem Seminar auf den Weg, um die Texte zu kaufen.

Bevor ich nach Brasilien gegangen war, hatten mir Kommilitonen von ihrem Auslandsaufenthalt erzählt und dass sie so gut wie die ganze Zeit nur am Strand gewesen waren, da sie praktisch nichts für die Uni hatten tun müssen. Doch als wir bei Dona Maria ankamen, der Frau, die den Copy-Shop am Eingang betrieb, und sie uns den Reader zeigte, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Während wir in Deutschland meistens je Seminar rund 30 Seiten pro Woche lesen mussten, bestand der Reader hier aus drei Büchern, von denen zwei 350 und eines 150 Seiten hatte. Zusätzlich gab es noch Ausschnitte aus anderen Werken, die jeweils um die 50 Seiten lang waren. Das Kapitel, das wir bis zur nächsten Stunde lesen sollten, hatte 62 Seiten. Da war ich wirklich froh, dass mein Literaturkurs erst in ein paar Wochen beginnen würde. Rapha sah mein unglückliches Gesicht und auch er war nicht sonderlich begeistert. Doch er lachte nur und sagte: „Mach dir keinen Stress! Das wird schon! Lass uns erst einmal „Tapioca“ essen gehen.“ Als ich Rapha fragte, was denn genau „Tapioca“ sind, erklärte er mir, dass es eine indigene Speise sei. „Guck mal, das sind sie“, sagte er und deutete auf einen kleinen Fladen. ‚Tapioca‘ werden aus Maniokmehl hergestellt. Entweder man macht sie dünn, wie eine Art Crêpe, oder klein und dick, wie amerikanische „Pancakes“. Viele Leute essen sie einfach nur mit Butter. Man kann sie aber auch mit Käse und Schinken zubereiten. Andere mögen sie lieber mit Kokosmilch. Aber ich esse sie am Liebsten mit Kondensmilch. Komm, probier’ sie mal!“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Aug 20, 2014
Autor: Esther
Rubrik: studium
Aug 20, 2014