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Studieren im Ausland

Willkommen in Brasilien!

Einen Moment lang hatte ich Angst, dass ich Jonatas, meinen „Paten“, der mich während meines Austauschjahres betreuen würde, am Flughafen nicht erkennen würde. Doch dann wusste ich sofort, wer er war, als ich mit meinem Gepäck durch die Absperrung trat. Lächelnd stand er mit den Eltern meiner anderen Betreuerin, Thais, in der Eingangshalle und umarmte mich zur Begrüßung. „Willkommen in Brasilien!“

Thais Eltern erklärten mir, dass ihre Tochter leider in den Bergen festsaß und aufgrund der starken Regenfälle erst in ein paar Tagen zurück nach Fortaleza kommen könnte. Doch sollte ich mir keine Sorgen machen. Sie würden mich sicher in meine neue Wohnung bringen und auch sonst stünden sie mir bis zu Thais Ankunft gerne bei Fragen zur Verfügung. „Doch zuallererst gehen wir etwas essen!“, fügte Jonatas hinzu. „Nach so einer langen Reise bist du sicher am Verhungern!“ So hievten wir meinen riesigen Koffer in das Auto und fuhren zu einem kleinen Restaurant. „Wenn wir hier in Fortaleza nachts noch etwas zu Essen möchten, dann kaufen wir meistens Pastel, ein typisches Gericht für Lateinamerika. Schmeckt dir Pastel?“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Sep 23, 2013
Autor: Esther
Rubrik: studium
Sep 23, 2013

Studieren im Ausland

Unser Interview

Jetzt wurde es ernst: mein fiktives TV-Interview mit Marc stand an. Zuerst war ich an der Reihe. Ich interviewte ihn über seine Reiseerfahrungen. Das bot sich an, da er schon ziemlich viel von der Welt gesehen hat – Deutschland zum Beispiel. In meinem ehemaligen College in New Jersey habe ich einmal ein 30-minütiges TV-Interview als Moderatorin angeführt, aber so nervös wie bei diesem vierminütigen war ich damals nicht. Das lag natürlich daran, dass ich damals nicht in meinen Interview-Partner verliebt war.

Marc hatte natürlich sehr lustige Antworten vorbereitet, und somit konnte ich das Lachen der Klassenkameraden sogar im Studio hören, obwohl die meisten im Kontrollraum nebenan waren. Gott sei Dank lief das Interview relativ gut. Die vier Minuten vergingen schnell und schon war Marc an der Reihe, mich über mein Leben als Vegetarierin auszufragen. Zum Glück musste ich über die Fragen nicht lange nachdenken, und habe gute und ausführliche Antworten gegeben. Auch als er ein paar Formulierungen für Anfang und Ende eines Interviews übte, brachte er alle mit seiner lustigen Art zum Lachen. Als wir dann fertig waren, atmete ich ein paar mal tief durch und Marc meinte „You did an awesome job“. Den Rest der Stunde beobachteten wir die anderen bei ihren Interviews. Aber nicht, ohne dass ein gewisses Prickeln zwischen uns in der Luft lag – angetrieben von seinen kleinen Kommentaren über die Mitschüler, die er mir exklusiv ins Ohr flüsterte.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Sep 18, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Sep 18, 2013

Studieren im Ausland

Unnützes Kiwi-Wissen nutzen

Anstatt unsere Exkursion mit Bier und Snacks ums Lagerfeuer glorreich zu beenden, mussten wir dem Wetter weichen – am Mount Hutt wurden Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde gemessen. Spontan bereiteten unsere Professoren und Tutoren jedoch ein Triviaquiz vor (Trivia bedeutet Rätsel-, Bagatellwissen oder Kuriositäten). Glücklicherweise hatte ich Geografen, Golfer und Sportler in meinem Team. Denn obwohl man einiges beim Herumreisen lernt, hätte ich kaum eine der Fragen beantworten können.

Wisst ihr, welche Inselkette am weitesten von jedem anderen Flecken Land entfernt ist? Wo die Limonade L&P herkommt? Und welche Stärke das Tohoku Erdbeben 2011 in Japan hatte? Die Antworten lauten Hawaii, Paeora und 9,0 auf der Richterskala. Ziemlich unnützes Wissen oder? Aber ich lernte während dieser Woche auch noch, was Feijoa, Pawlova und „Flight of the Concords“ sind, nämlich eine tropische Frucht, ein Kuchen, der als Nationalgericht Australiens gilt, und eine neuseeländische Comedytruppe.

Unnützes Wissen verbindet – und ist um einiges cooler als Fakten mit dem Smartphone auf Google nachzuschauen. Zwar arbeitete ich auch an meinem Projekt über Bodenprofile und Kohlenstoffspeicherung, aber zu wissen, dass Tui sowohl eine Biersorte als auch eine Vogelart aus der Familie der Honigfresser ist, oder dass Hokey Pokey und Jelly Tip Neuseelands beliebteste Eissorten sind, bringen einem in alltäglichen Gesprächen dann doch weiter.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Sep 17, 2013