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Studieren im Ausland

Oh, Kanada

Unberührte Natur und keine Menschenseele: So habe ich mir Kanada immer vorgestellt. Den günstigsten Flug bekam ich im Charterjet mit deutschen Touristen in die Metropole Toronto. Ich wusste, dass sich auf dem Kensington Market besonders viele Lebenskünstler tummeln und die Uni 80.000 Bachelorstudenten hat, und war beeindruckt. Beim Ausgehen, darf man für ein Bier dann aber auch gleich mal fünf Dollar plus Steuern zahlen, und Trinkgeld sollte man beim Bezahlen auch nicht vergessen.

Im Kontrast zum quirligen (Nacht)leben hier stand der größere Teil meines „Sommerurlaubes“ im ländlichen Quebec, wo ich auf der Milchfarm einer Freundin mithalf. Ich genoss das Landleben in vollen Zügen. Nicht einmal das frühe Aufstehen hat mich gestört. Ich konnte schon zum Frühstück frische Milch trinken, tagsüber Kajak oder Rad fahren und im Fluss schwimmen. Manche würden wahrscheinlich sogar dafür bezahlen. Mit der Freiheit und der Weite Nordamerikas im Nacken, ist selbst Unkraut jäten oder auf einem Biogemüsehof Erbsen lesen ein größeres Abenteuer als in Europa. Vor allem habe ich mir aber eines gedacht: Das Potenzial und die Probleme der Landwirtschaft in Nordamerika sind anders als bei uns. Mein Gefühlt sagt mir, dass der viele Platz und vielleicht sogar die Privatisierung ein Vorteil sind. Aber ich habe noch keine Argumente, die das belegen. Das ist aber in jedem Fall ein Punkt, den ich während meines Studiums vertiefen könnte.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Aug 9, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Aug 9, 2013

Studieren im Ausland

Pizza mit Chicken und Bacon

Habt ihr das noch nie gegessen? Ich auch nicht, schließlich bin ich ja Vegetarierin. Für Marc jedoch ist ein großes Stück Pizza mit diesem Belag etwas ganz Normales. – Und das sollte auch nicht das einzige Mal sein, dass ich über seine Essgewohnheit schmunzeln musste, aber dazu später mehr.

Ich glaube, er fand mich, und das was ich erzählte, unglaublich lustig. Jedenfalls lachte er fast die ganze Zeit über meine Anekdoten aus Deutschland. Seine waren aber meiner Meinung nach viel spannender. Er ist auf einer kalifornischen Farm aufgewachsen, auf der seine Familie Tiere pflegt und in Tiershows ausstellt und verkauft. Das ist, laut Marc, etwas sehr kalifornisches und traditionelles. Seine Familie ist dabei so erfolgreich, dass sogar der damalige Gouverneur Arnold Schwarzenegger diese Shows besucht und Marc höchstpersönlich schon einmal die Hand schüttelte, was er mir stolz erzählte.

Marc und ich haben so viele Gemeinsamkeiten, wie uns in diesem Gespräch aufgefallen war, dass wir durchgehend „me, too“ sagen mussten. Nicht nur haben wir beide eine Nichte mit dem Namen Lilly, sind wir die Einzigen aus der Familie, die jemals studierten, und die Einzigen, die jemals aus dem gewohnten Umfeld zogen: Marc war schon einmal in Deutschland und ich war schon einmal in Kalifornien. Außerdem waren wir schon einmal in demselben Irish Pub in Sacramento mit Freunden feiern. Dieses Date war einfach magisch! Nicht zuletzt leben wir beide weit weg von zu Hause in New York, was die Bindung, die wir spürten, noch verstärkte.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 2, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 2, 2013

Studieren im Ausland

Traumberuf: Bäcker, Gärtner, Hausmeister und Elektrotechniker

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass so ein handwerklicher Beruf eigentlich ganz erfüllend sein kann? Während ich einen Monat daheim verbringe, arbeite und rund ums Haus herum aushelfe, komme ich in den Genuss. Unkraut jäten, Gemüse einpflanzen und Holz spalten. Bei meinem Job als Hausmeister in einer Fachhochschule darf ich Tageslichtprojektoren reparieren, Stühle umstellen, Fenster schmieren oder Bilderleisten befestigen. Und dabei finde ich vor allem mal Zeit nachzudenken und während der Arbeit in Gedanken zu schwelgen.

Zum Beispiel darüber, dass ich das wahrscheinlich nicht für die nächsten 40 Jahre machen könnte, weil ich doch mehr will, aber auch, wie wenig wir oft das Werk von Arbeitern wertschätzen. Mein Nachbar, der morgens um zwei Uhr anfängt, um in der Backstube zu backen, mein Vater, der mit seinem Kollegen, für die Klimatechnik in einer Bausparkasse verantwortlich ist, Kindergärtner, die sich ihr ganzes Berufsleben lang mit kleinen Kindern befassen oder eben der Hausmeister, bei dem ich angestellt bin. Sehen wir das alles, wenn wir ins Brötchen beißen oder auf der Arbeit am wohltemperierten Schreibtisch sitzen? Ganz zu schweigen davon, was bei uns auf den Teller kommt. Ich denke, jeder, der studiert, sollte im Hinterkopf behalten, was vielleicht mehr Wertschätzung schafft. Als Hausmeister-Jobber habe ich damit nicht nur ein bisschen extra Geld, sondern auch einiges an Erfahrung dazu gewonnen. Wer hätte das gedacht!

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jul 26, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jul 26, 2013