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Studieren im Ausland

Kennenlernen (Teil 2)

Es ist unglaublich, wie viel man von einem Menschen in nur 15 Minuten erfahren kann. Wie Marc und ich redeten und redeten und redeten! Wo genau er aus Kalifornien kommt, dass er eigentlich vorhatte, mit dem Auto nach New York City zu fahren, dass er erst vor zwei Wochen hierher gezogen ist, dass er einmal mit dem Rucksack durch halb Europa gereist ist und das ganz ohne Technologie wie Handy oder GPS, um sich selbst an seine Grenzen zu bringen. Ich habe auch viel von mir Preis gegeben, da ich gemerkt habe, wie sehr er sich für mich interessierte. Vor allem sein Blick, die etwas zuammengekniffenen Augen, wenn er mich ansah, der Ton in seiner Stimme und sein Lächeln zeigten mir, dass er alles aufsaugte, was ich erzählte.

Dann mussten wir wieder in den Unterricht. Wenig später ging es darum, wer mit wem in einer Partnerarbeit zusammenarbeiten wird. Es handelte sich um ein fiktives TV-Interview, in dem zwei Studenten über ein Thema ihrer Wahl in einer professionell aufgezogenen Interviewshow à la Oprah Winfrey auftreten sollten. Innerlich kam mir sofort der Gedanke: „Das würde ich total gern mit Marc machen“, aber ich traute mich nicht, ihn zu fragen und wollte mich außerdem nicht aufdrängen. Glücklicherweise beruhte dieser Wunsch auf Gegenseitigkeit, denn er drehte sich plötzlich zu mir und flüsterte, wieder mit zusammengekniffenen Augen und einem Lächeln auf dem Gesicht: „You wanna do it with me?“ Juhuuu! Dachte ich nur und nickte mit einem Lächeln. Jetzt mussten wir uns also kennenlernen ...

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 5, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 5, 2013

Studieren im Ausland

Studieren in den Niederlanden? — Eine Rundreise

Rotterdam ist eine Hafenstadt, um es genau zu nehmen Europas größter Containerhafen. Es erfordert eine gewisse Logistik und technische Finesse, denn der Großteil des Wassers im Hafen liegt tiefer als der Meeresspiegel. Ich habe mich besonders für dieses Detail interessiert, als ich im Juni Freunde dort besuchte. Immerhin hatte in Deutschland das Hochwasser gravierende Auswirkungen gezeigt. Die Holländer sind nämlich Weltmarktführer in Hochwasser und Deltamanagement.

Ich war aber eigentlich dort, weil ich mir vor meinem Auslandsjahr den Masterstudiengang „Indusrial Ecology“ an der dortigen Uni anschauen wollte. Und irgendwie schien es, als hätte ich endlich Gleichgesinnte gefunden. Bei der Konferenz hielten Studenten Elevator-Pitches (das sind kurze, prägnante Reden zu einer Sache, die nicht länger als 30 Sekunden dauern) und stellten ihre Dissertationen vor. Die Themen reichten von ökonomischer Analyse industrieller Symbiosen, über potentielle Dachbepflanzungen in der Großstadt, um dem Aussterben der Honigbienen entgegenzuwirken, bis hin zu einem Surfbrett aus Bioschaum nach dem „Cradle to Cradle Prinzip“, sodass es quasi kompostierbar ist.

Weiter ging es nach Den Haag. Trotz Strand und Meer können einem in diesem flachen Land Hügellandschaften dann doch fehlen. Und beim Orientieren im Auto ohne Navigationssystem in der Großstadt, wobei wir eine Stunde lang quasi im Kreis herumfuhren, haben wir noch eine andere Lektion gelernt: Der erster Schritt zum Umweltschutz ist, der eigenen Dummheit den Kampf anzusagen!

Ansonsten kann ich als Geheimtipp, für diejenigen, die in den Niederlanden studieren wollen, Groningen empfehlen. Ich habe den Eindruck, dass die Stadt neben Maastricht, die Studentenstadt schlechthin ist. Und zumindest die Masterstudiengänge sind eigentlich alle auf Englisch. Also keine Angst vor Sprachbarrieren.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2013
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jul 4, 2013

Studieren im Ausland

Kennenlernen

Collegewoche Nummer zwei. Alles wie gehabt. So langsam bekamen wir Hausaufgaben auf, und man musste schon an die ersten Projekte oder Präsentationen denken. Ab einem gewissen Zeitpunkt war mir das aber relativ egal.

Es war Dienstag, der Tag, an dem mein neuer Lieblingskur „Media Performance“ stattfindet. Alles war wie am ersten Tag. Ich setzte mich natürlich wieder an denselben Platz, denn wie in Deutschland gibt es hier diese unausgesprochene Regel: „The seat that I took the first day stays my seat.“ Nur einer hat sich nicht daran gehalten: Marc, Mr. California. Plötzlich saß er nicht mehr am anderen Ende des Klassenzimmers sondern direkt neben mir. Zuerst fand ich es komisch, da mein Platz ziemlich in der Ecke war und Marc mir wie ein sehr aufmerksamkeitsuchender Mensch vorkam. Warum also würde er freiwillig in der Ecke sitzen wollen? Nach und nach wurde mir aber klar: Wegen mir! Nachdem mein Vorstellungsvideo von letzter Woche gezeigt worden war und wir Pause hatten, fing er ein Gespräch mit mir an. Er drehte sich zu mir und fragte mich mit sanfter Stimme aus. „Where in Germany are you from?“ Das war die allererste Frage, die er stellte. Die Art wie er mich ansah, fiel mir sofort auf, und auch das Sanfte in seiner Stimme, das so ganz anders klang, als der „Show Off“, den wir vorher im Unterricht hörten. Das Gespräch über meine und seine Herkunft ging weiter und weiter. Wie genau, dazu mehr im nächsten Beitrag.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 1, 2013
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 1, 2013